Handball

ASV Hamm-Westfalen: Keine Lösungen gegen Dresden

Marian Orlowski ASV Hamm-Westfalen
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Marian Orlowski

Diese englische Woche in der 2. Handball-Bundesliga hatten sich die Spieler des ASV Hamm-Westfalen anders vorgestellt: Mit 19:25 (9:14) unterlagen die Hammer zum Abschluss einer Kräfte zehrenden Woche dem HC Elbflorenz Dresden in der Westpress Arena und verabschiedeten sich damit aus der Spitzengruppe der Liga. Es war das dritte Spiel binnen einer Woche und die dritte Niederlage aus den vergangenen vier Spielen.

Wichtigste Frage im Vorfeld: Würde ASV-Spielmacher Sören Südmeier rechtzeitig zum Spiel wieder fit sein? Der Mittelmann hatte sich bei der 21:27-Niederlage am Mittwoch in Ferndorf eine Knieblessur zugezogen. „Er wird sich mit der Mannschaft warm machen, und dann vermutlich anfangen“, mutmaßte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. „Dann hoffen wir, dass es funktioniert.“ Nach dem Aufwärmen stand fest: Er würde spielen können.

Doch es wurde auch schnell klar, dass es erneut eine schwierige Partie für die Hammer werden würde. Gegen eine physisch starke Dresdener Hintermannschaft tat sich das Team schwer, aus dem Positionsangriff heraus zu Treffern zu kommen. Was zunächst zwar auch für die Gäste galt. Doch die fanden mit zunehmender Spielzeit ihre Lücken in der Hammer Deckung. Nach acht Minuten stand es gerade einmal 2:2. Dann gelang Dresden die erste Führung. Und die sollten die Sachsen bis zur Pause kontinuierlich ausbauen.

Der Grund: Das ASV-Spiel geriet im Aufbau zu statisch, Marian Orlowski und Gerrit Genz wurden vom HC Elbflorenz auf den Halbpositionen gut isoliert, Kreisläufer Jan Brosch und die Außen waren komplett aus der Partie.

Nach 17 Minuten erklärte Lerscht den Versuch Südmeier beim Stand von 5:7 erst einmal für beendet. Es kam David Spiekermann und noch schlimmer. Zu den bisherigen Problemen addierten sich einige technische Fehler, die Deckung wurde zunehmend löchriger, und Felix Storbeck bekam im gesamten ersten Durchgang nur einmal die Hand an den Ball.

Das Ergebnis: Der Rückstand wuchs zusehends. Nach 21 Minuten stand es 6:10, und neun Minuten später konnten die Hausherren froh sein, dass Nils Holger Kretschmer den letzten freien Ball der ersten Hälfte nicht zum 9:15-Pausenstand nutzte. Die Hypothek war mit fünf Toren Rückstand und einem angeschlagenen Spielmacher dennoch enorm groß geworden.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb Südmeier auf der Bank. Diejenigen, die auf der Platte standen, agierten allerdings nun mit wesentlich mehr Mut und nahmen die Aufgabe an. In der Defensive wurden die Gäste nun früher in Empfang genommen, und vorne suchte vor allem Marian Orlowski mutiger den Abschluss.

Die Folge: Der ASV war jetzt deutlich besser im Spiel. Der Rückstand war nach 36 Minuten auf drei Tore verkürzt - mehr ging allerdings lange nicht, weil vor allem Sebastian Greß immer wieder in gute Wurfpositionen kam und diese nutzte. Drei Treffer des Dresdener Spielmachers in Folge, und der Vorsprung der Gäste lag nun sogar bei sechs Treffern (13:19/42.). Die ASV-Hoffnungen schwanden zusehends.

Zehn Minuten später hatte sich an dem Abstand nichts geändert, und auch die aufmunternden Rufe von der Tribüne („Es ist noch nicht zuende“) halfen nicht dabei, noch einmal eine Wende einzuleiten. Dresden spielte seinen Streifen zu routiniert herunter, als dass das Team noch einmal in Gefahr hätte geraten können. Und feiert am Ende nach zuletzt drei Niederlagen in Folge erstmals wieder einen Sieg.

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