ASV Hamm-Westfalen: Erste Saisonniederlage gegen Dessau

ASV Hamm-Westfalen Vincent Sohmann Dessau
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Autsch, das tat weh: Der ASV unterlag zuhause gegen Dessau - mit einem starken Vincent Sohmann.

Nervenspiel in der Westpress Arena: Nach 60 umkämpften Minuten musste sich Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen dem Dessau-Roßlauer HV mit 26:27 (15:15) geschlagen geben.

Gästetrainer Uwe Jungandreas hatte die Partie bereits im Vorfeld als Herkulesaufgabe bezeichnet. Vor allem aufgrund der personellen Situation im eigenen Lager war seine Skepsis groß. Denn neben den beiden Langzeitverletzten Max Emanuel und Lennart Gliese fehlten auch Max Scheithauer (Adduktorenzerrung) und Libor Hanisch, der sich im vergangenen Heimspiel einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Bei den Gastgebern hatte es nach dem Mittwochspiel in Rimpar keine weiteren Ausfälle gegeben, so dass Merten Krings (Daumenbruch) weiter der einzige Akteur war, der zusehen musste.

Trotz ihrer personell angespannten Lage machten es die Gäste dem ASV mehr als schwer. Jakub Hrstka legte gleich mal zwei Treffer vor - ein Rückstand, dem die Gastgeber bis zur neunten Minuten hinterherliefen, weil sie gegen das Angriffsspiel der Dessauer zu emotionslos agierten und oft zweiter Sieger blieben. Der Ex-Hammer VIncent Sohmann war Schaltzentrale des langsamen Aufbauspiels, um dann das Tempo schlagartig zu verschärfen und seine Kollegen in gute Wurfposition zu bringen. Erst als Sören Südmeier und Fabian Huesmann zum 4:4 egalisierten, Jan Wesemann einen Siebenmeter gegen Sohmann parierte und Jan Brosch (2) sowie Marian Orlowski drei weitere Treffer zur eigenen 7:4-Führung nachlegten (12.), sah alles danach aus, als würde die Partie nun zur Einbahnstraße werden.

Doch die Hammer ließen Dessau schnell wieder aus dem Würgegriff. Aus einem 9:6 machte der Gast binnen drei Minuten wieder ein Unentschieden (9:9/15.), und nach 25 Minuten stand es gar 11:14. Die Defensive der Gastgeber war zu löchrig und suchte noch nach dem richtigen Timing.

Das sie erst fand, nachdem sich Sohmann im Zweikampf mit Jakob Schwabe am Oberschenkel verletzte und vom Feld musste. Schwabe Genz und Südmeier sorgten noch vor der Pause für den Ausgleich (15:15).

Zweite Halbzeit - gleiches Bild

Der zweite Durchgang begann für Dessau wieder mit Sohmann und für Hamm mit den gleichen Problemen. Vorne tat sich das Team schwer gegen die kompakte Defensive, hinten brachte es den Gast zwar oft ins Zeitspiel, doch blieb es schwer, Gegentreffer zu verhindern. Nach 40 Minuten lag der Gast mit zwei Treffern vorn (18:20).

Als Fabian Huesmann per Siebenmeter verkürzte und auf der anderen Seite Schwabe emotional eine gewonnene Defensivaktion feierte, hatte Marten Franke die Chance, erstmal wieder auszugleichen. Doch er scheiterte an Philip Ambrosius im DRHV-Tor. Die Partie wurde zum Nervenspiel. Das Südmeier kurz darauf nur kurzzeitig zum 21:21 für sich entschied.

Noch einmal setzte sich Dessau mit zwei Toren ab (45.). Und die Zeit begann, den Hausherren davonzulaufen. Als dann David Spiekermann den dritten Hammer Lattentreffer in der Partie markierte, hatte der Tabellendritte sogar die Chance, auf drei Treffer wegzuziehen. Das gelang nicht.

Dessau verteidigte verbissen seinen Vorsprung bis in die Schlussphase. In der 56. Minute traf Fabian Huesmann zum 25:26 - jetzt musste das Break folgen. Und das tat es. Sohmann vergab - ins Zeitspiel gedrängt - und auf der anderen Seite traf Gerrit Genz zum 26:26. Jungandreas nahm die Auszeit. UNd Sohmann ließ trocken das 26:27 folgen.

37 Sekunden vor dem Ende nahm Lerscht seine letzte Auszeit - es ging nur noch um den Punkt. Doch ein technischer Fehler bescherte den Gästen den letzten Ballbesitz der Partie, den sie bis zum Ende ausspielten.

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