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Dresdener Dominanz gegen den ASV Hamm-Westfalen

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Von: Günter Thomas

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Viel Arbeit gab es fürBenjamin Meschke und den ASV in Dresden.
Viel Arbeit gab es fürBenjamin Meschke und den ASV in Dresden. © Fleischer

Wunder lassen sich nur schwer wiederholen: Diese schmerzliche Erkenntnis musste das Team des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen in seiner Partie beim HC Elbflorenz machen. Hatte das Team von Trainer Michael Lerscht am vergangenen Freitag gegen den HSC Coburg noch in den Schlusssekunden einen Fünf-Tore-Rückstand zum Sieg gedreht, bedeutete der 19:25-Rückstand beim Tabellensiebten nach 45 Minuten eine zu große Hypothek. Am Ende siegte der Gastgeber vor 789 Zuschauern mit 33:28 (18:15).

Dresden – Wie immer bei den langen Auswärtsfahrten hatte sich der ASV-Tross bereits einen Tag vor der Partie in Richtung Dresden aufgemacht, um in der Halle von Beginn an frisch, konzentriert und ausgeruht auftreten zu können. Ein Vorhaben, das dieses Mal nur schnöde Theorie bleiben sollte. Denn die Gäste wirkten zu Beginn der Partie in der Dresdner Ballsportarena in der Abwehrarbeit verschlafen, waren meist einen Schritt zu spät und trugen so ihren Teil dazu bei, dass die Hausherren einen perfekten Start erwischten.

Die waren anders als bei ihrer enttäuschenden 23:29-Niederlage am Samstag beim Schlusslicht in Dormagen, von der sich HCE-Coach Rico Göde sehr enttäuscht gezeigt hatte, von Beginn an voll da, waren mit hohem Tempo in Abwehr und Angriff unterwegs und setzten die Gäste so von Beginn an unter Druck.

Das drückte sich ab dem 2:2-Zwischenstand auch zählbar im Ergebnis aus. Mit einem 5:0-Lauf setzte sich der HC Ebflorenz binnen vier Minuten auf 7:2 ab (8.).

Starker Jan von Boenigk

Positiv aus Sicht der Gäste: Sie ließen sich trotz der drohenden frühen Entscheidung nicht aus der Ruhe bringen, arbeiteten sich mit stoischer Gelassenheit Schritt für Schritt in die Begegnung und bekamen so langsam Zugriff. So war es vor allem der stark aufspielende Jan von Boenigk, der immer wieder in die Schnittstellen ging und so sein Team im Spiel hielt. Nach elf Minuten verkürzte er auf 5:8. Hamm war wieder im Spiel.

Näher kamen die Gäste aber im ersten Durchgang nicht heran, weil Dresdens Sebastian Greß und Nils-Holger Kretschmer weiter Druck machten und die ASV-Deckung gut durcheinander wirbelten. So musste die Gäste mit dem 15:18-Zwischenstand und ungewöhnlich vielen Gegentoren zur Pause zufrieden sein.

Nach dem Wechsel schien es erst, als hätte sich der ASV in der Kabine einen besseren Matchplan zurechtgelegt. Zunächst zeichnete sich die Defensive aus, dann verkürzte von Boenigk auf 16:18 (33.). Kurz darauf hatte Fabian Huesmann die Chance, von Außen auf ein Tor heranzukommen. Doch der gute Elbflorenz-Keeper Max Mohs parierte den Ball – und auf der anderen Seite legte Dresden wieder zwei Treffer zum alten Vorsprung nach (20:16/35.).

Und es kam noch schlimmer für den Tabellendritten aus Hamm: Denn Julius Dierberg (2) und Oscar Emanuel legten weitere Treffer für den Gastgeber, der von seiner zwischenzeitlichen 5:1-Deckung ab der 35. Minute wieder auf die defensivere 6:0 zurückgewechselt war, zum 25:19 nach (45.) – die Hoffnungen des ASV sanken in Richtung Nullpunkt.

Doch der ASV gab sich noch nicht auf – ein paar gute Paraden von Felix Storbeck bescherten den Hammern einen 3:0-Lauf zum 25:22 (50.) – HCE-Coach Göde sah sich zur Auszeit gezwungen.

Mit seinem zehnten von insgesamt elf Treffern verkürzte von Boenigk per Gegenstoß erstmals seit der Startphase auf zwei Tore (27:25/55.). Doch eine umstrittene Zeitstrafe gegen Marian Orlowski plus Siebenmeter brachte den nächsten Rückschlag. Und spätestens, als sich Hamm einen missglückten Kempa-Versuch leistete und auf der anderen Seite er Ball im leeren ASV-Tor zum 30:26 landete, war die Partie durch.

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