1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

ASV Hamm-Westfalen: Erkenntnisse, ein Gastspieler und ein Sieg

Erstellt:

Von: Günter Thomas

Kommentare

Traf sechsmal gegen Hüttenberg: Savvas Savvas.
Traf sechsmal gegen Hüttenberg: Savvas Savvas. © Mathias M. Lehmann

Handball-Bundesliga-Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen gewinnt zum Abschluss des Lindencup gegen Zweitligist TV Hüttenberg. Ein Gastspieler wurde dagegen nicht verpflichtet.

Linden – Beim Lindencup der HSG Linden in Hessen hat Handball-Bundesligist ASV Hamm-Westfalen viele Eindrücke gesammelt – und zum Abschluss nach der 23:35-Niederlage gegen die HSG Wetzlar am Donnerstag und dem 27:27-Unentschieden gegen den Bergischen HC am Freitag mit 28:26 (11:13) über Zweitligist TV Hüttenberg am Samstag den ersten Sieg eingefahren. „Wir haben viel ausprobiert, dafür war dieses Turnier ja auch da“, zog ASV-Coach Michael Lerscht ein sachliches Fazit.

Dass der Erstliga-Aufsteiger sogar mehr probieren musste, als ursprünglich geplant, lag daran, dass Linksaußen Fabian Huesmann aufgrund von Knieproblemen in der gesamten vergangenen Woche aus dem Training genommen wurde und Abwehrstratege Markus Fuchs ab Mittwoch ebenfalls angeschlagen passen musste. Da zudem Spielmacher Björn Zintel nach seiner Schulter-Operation noch länger ausfallen wird nahm Lerscht kurzfristig den Isländer Gudmundur Bragi Astthorsson als Gastspieler mit zum Turnier. „Aufgrund der Thematik von Björns Ausfall sind wir ja nicht untätig“, sagt Lerscht. „Wir sondieren, ob es Möglichkeiten gibt. Den Spieler kenne ich schon länger, er hat eine gute U20-EM gespielt. Daher haben wir ihn in Absprache mit seinem Heimatverein für das Turnier dazu genommen.“

Viele Spielanteile für isländischen Gastspieler gegen Wetzlar

Zum Auftakt gegen Wetzlar bekam der 20-Jährige, der schon eine Saison in der Gummersbacher Jugendakademie verbracht hat, viele Spielanteile – sich für einen Vertrag aufdrängen konnte er nicht. „Nach zwei Einheiten zuvor mit der Mannschaft war es sehr schwierig für ihn“, sagt Lerscht, der den Mittelmann in den weiteren Partien nicht mehr einsetzte. „Gegen den BHC wolten wir unbedingt ein Erfolgserlebnis haben und eine gute Antwort auf den schwachen Auftritt gegen Wetzlar geben. Das war mir in der Situation wichtiger, als den Spieler noch einmal zu testen. Wir haben dann entschieden, dass wir mit ihm den Schritt Bundesliga jetzt noch nicht gehen, wir seine Entwicklung aber weiter im Auge behalten.“

Deutlich eingespielter wirkte das Team gegen den Bergischen HC, verspielte aber ab Mitte der zweiten Halbzeit eine Fünf-Tore-Führung, so dass am Ende das Unentschieden heraussprang.

Gegen Hüttenberg ließ Lerscht über die kompletten 60 Minuten im Angriff in einer 7:6-Formation mit zwei Kreisläufern spielen. „Aufgrund der Verletzung von Fuchser mussten wir in allen drei Spielen zudem defensiv andere Formationen testen“, erklärt Lerscht. „Daran hängt ja auch unsere Gegenstoßthematik. Am Samstag haben wir dann bewusst auf Tempo verzichtet und das sieben gegen sechs probiert. Dieses Mittel, egal ob Freund oder Feind davon, sollte man als weiteren Pfeil im Köcher haben. Und gegen eine gute, aggressive 3:2:1-Deckung von Hüttenberg, war das eine Möglichkeit, um sich da etwas zu erarbeiten.“

Zu Beginn fremdelten die Hammer noch mit dem System, lagen zur Pause mit 11:13 zurück. Nach dem Wechsel lief es dann wesentlich besser. Bis auf fünf Tore setzte sich der ASV ab (22:17/46.), erst in der Schlussphase kamen die Hessen noch einmal näher heran.

ASV gegen Hüttenberg: Hertlein, Bozic – Schulze (3), Orlowski (2), Savvas (6/2), Patrail, Dayan (3), von Boenigk (3), Bornemann, Wieling, Pretzewofsky (4), Bauer (3), Meschke, Kooij (4)

Auch interessant

Kommentare