2. Handball-Bundesliga

ASV empfängt Wilhelmshaven - „Weit weg von einem Selbstläufer“

Nach dem Hinspiel in Wilhelmshaven bejubelte der ASV einen 27:24-Erfolg.
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Nach dem Hinspiel in Wilhelmshaven bejubelte der ASV einen 27:24-Erfolg.

Mit den Siegen gegen die Kellerkinder Fürstenfeldbruck (29:28) und Emsdetten (29:26) hat der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga den Abstand zu den Abstiegsrängen auf vier Punkte vergrößert.

Hamm – An diesem Freitag wartet auf das Team von Michael Lerscht im zweiten Spiel der Rückrunde eine weitere wichtige Aufgabe gegen den Wilhelmshavener HV (19.15 Uhr, Westpress Arena). Mit dem dritten Sieg in Folge würde der ASV an die obere Tabellenhälfte der. 2. Liga andocken.

Anders sieht es bei den Gästen aus. Nach zuletzt drei Niederlagen in einer Englischen Woche gegen Großwallstadt (27:36), Aue (20:25) und Hüttenberg (22:26) ist der WHV auf Rang 15 zurückgefallen und liegt nur einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz. „Aber ich sage vor jeder Partie das Gleiche: Du wirst kein leichtes Spiel haben“, sagt ASV-Trainer Michael Lerscht, und: „Es wird wieder ein hartes Stück Arbeit werden – wir sind weit weg von einem Selbstläufer.“ Dies nicht zuletzt auch, weil die Gäste unter Zugzwang stehen und Trainer Christian Köhrmann beim Wiederaufsteiger in die öffentliche Diskussion geraten ist.

Es rumort immer wieder in Wilhelmshaven

Es rumort immer wieder in Wilhelmshaven. Seitdem im vergangenen September ein Geschäftsführer und gleichzeitig Sponsor des Vereins in U-Haft genommen worden ist und die WHV-Sportmarketing GmbH beim Amtsgericht Wilhelmshaven einen Insolvenzantrag gestellt hatte, ging es unter einem neuen wirtschaftlichen Träger weiter – und das zunächst sportlich auch solide.

Es gab dennoch immer wieder Rückschläge: Zuerst wechselte im vergangenen Oktober der talentierte Linkshänder Tim Rozman zum Erstligisten TuSEM Essen und hinterließ eine große Lücke im rechten Rückraum. Und weil Evgeny Vorontsov und Yannick Pust längerfristig ausfallen, brach bei den Wilhelmshavenern fast die gesamte rechte Seite weg. „Hier nur die Schuld bei dem Trainer zu suchen, ist nicht der richtige Weg“, heißt es in einer Stellungnahme des Vorstands. Zuletzt hatte auch noch Torhüter Jens Vortmann für Aufregung gesorgt. Der 33-Jährige wechselte innerhalb des Winter-Transferfensters und der Liga zum Tabellenführer HSV Hamburg.

Eres und Misetic neu beim WHV

WHV-Manager Dieter Koopmann reagierte auf die beiden Abgänge: Er holte Ivan Eres von den Füchsen Berlin als zweiten Schlussmann neben Levin Stasch sowie mit Gabrijel Misetic (RK Slavija Sarajevo) einen robusten Kreisläufer. „Das hilft ihnen in der Spitze und in der Breite“, sagt Lerscht. Nun ist Koopmann noch auf der Suche nach einem Mann für die rechte Seite – schwierig nach Ablauf der Wechselfrist. Die linke ist so die Schokoladenseite der Wilhelmshavener, die mit Linksaußen Vedran Delic einen der torgefährlichsten Spieler der Liga in ihren Reihen haben.

Nur Südmeier fehlt weiterhin

Beim ASV Hamm-Westfalen und seinem Umfeld herrscht hingegen Ruhe. Die Ergebniskrise mit 1:13 Punkten, verbunden mit personellen Sorgen, ist Vergangenheit. Einzig Mittelmann Sören Südmeier steht weiterhin nicht zur Verfügung, ansonsten sorgt der volle Kader auch für Qualität und Intensität im Training – vor dem März mit sechs und dem April mit sieben Punktspielen keine schlechte Ausgangslage. „Es geht jetzt Schlag auf Schlag. Es ist jetzt alles sehr eng getaktet“, sagt Michael Lerscht, dessen Team bereits am kommenden Mittwoch den TV Großwallstadt zum nächsten Heimspiel erwartet.

Für das Spiel gegen Wilhelmshaven wird das in Emsdetten erfolgreiche Aufgebot zur Verfügung stehen – also auch mit Florian Schöße und mit dem dänischen Neuzugang Mikkel Beck Jörgensen, der bei seinem Debüt für 75 Sekunden auf der Platte gestanden hat. Lerscht erwartet ein ebenso intensives Duell wie beim 27:24-Erfolg im Hinspiel.

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