ASV Hamm-Westfalen empfängt die SG BBM Bietigheim

ASV freut sich auf Rückkehr der Fans und ein echtes Heimspiel

Endlich wieder vor Zuschauern: Der ASV bestreitet gegen Bietigheim ein echtes Heimspiel.
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Endlich wieder vor Zuschauern: Der ASV bestreitet gegen Bietigheim ein echtes Heimspiel.

Am 2. Oktober des vergangenen Jahres feierte Michael Lerscht seine Punktspiel-Premiere auf der Trainerbank des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen – vor Zuschauern hat er mit seinem Team aber weder an diesem Tag im Herbst 2020 noch seitdem in einer anderen Heimpartie wegen der Corona-Pandemie vor Fans in der Westpress-Arena spielen können. Das wird sich am Mittwochabend ändern, wenn ab 19.15 Uhr der Tabellenfünfte SG BBM Bietigheim im Hammer Osten gastiert.

Hamm – „Klar freue ich mich darauf, wenn wieder ein bisschen Rabatz auf den Rängen gemacht wird“, sagt der Coach angesichts der Tatsache, dass 500 Zuschauern die Partie verfolgen dürfen. „Das ist zwar noch immer nicht das Bild, das man kennt. Aber 500 sind definitiv schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.“

Bereits am Sonntag beim Gastspiel beim Dessau-Roßlauer HV war der ASV in den Genuss gekommen, vor Zuschauern spielen zu dürfen, wobei sich da der Spaß angesichts der 23:27-Niederlage letztlich in Grenzen hielt. Gegen Bietigheim sollen nun die ASV-Anhänger ihren Teil für ein positives Resultat beitragen und das Team durch ihre Unterstützung nach vorne treiben. „Hoffentlich können wir eine gute Leistung zeigen und das annehmen“, meint der Coach, der sich der Schwere der Aufgabe mehr als bewusst ist.

Erneut große Personalsorgen

Zum einen verfügen die schon vor der Saison hoch gehandelten Gäste über eine starke Mannschaft, die im Angriff mit viel Geschwindigkeit und Dynamik agiert, in 1:1-Situationen sehr stark ist und in der Defensive überaus flexibel agiert. „Das Team hat sich im Laufe der Saison nach und nach gefunden“, merkt Lerscht an.

Zum anderen haben die Hammer wie schon in Dessau erneut mit großen Personalsorgen zu kämpfen. Sören Südmeier, Jan Pretzewofsky, Marian Orlowski und Alexander Engelhardt fallen weiter aus, der angeschlagene Markus Fuchs will sich durchbeißen. Dafür kehrt der nicht mit nach Dessau gereiste Lars Gudat aus der ASV-Reseve in den Kader zurück. „Personell sind wir schon arg ausgedünnt“, sagt der Hammer Coach, der mit seinem Team in den kommenden drei Wochen noch sechs Partien vor der Brust hat – und noch einige Punkte einfahren muss. Denn der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt lediglich sechs Zähler – die Saison bereits abhaken oder sich hängen lassen, können sich die ASV-Akteure keineswegs erlauben.

„Wir sind uns der Sache bewusst, dass wir noch ein bisschen punkten müssen“, betont Lerscht. „Natürlich war das bislang durch Corona und die vielen verletzungsbedingten Ausfälle – ich hatte im Training nicht ein einziges Mal den kompletten Kader zusammen – eine maximal schwierige Saison für uns. Aber wir werden alles daran setzen, noch Siege einzufahren. Wir ziehen das weiter voll durch.“

Klarer und sauberer agieren

In Dessau war dies dem ASV aber nicht sonderlich gut gelungen. Zwar gab es auch in dieser Partie gute Phasen der Hammer. Aber auch immer wieder Abschnitte, in denen im Angriff zu früh und zu ungenau mit einem Wurf abgeschlossen wurde oder der Ball durch Abspielfehler beim Gegner landete. Dadurch kamen die Dessauer zu zahlreichen Tempogegenstößen, die sie in Tore ummünzten. „Ganz klar, gegen Bietigheim müssen wir wieder soliden Handball spielen. Das heißt, in der Offensiver klarer und sauberer agieren. Und in der Defensive müssen wir uns straffen, in den Zweikämpfen härter sein und es dem Gegner nicht so leicht machen, sich unserem Tor zu nähern“, erwartet Lerscht gegen Bietigheim eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu der Partie in Dessau.

Und da sollen die Zuschauer mit ihrer Unterstützung helfen. Damit sich der ASV stärker präsentiert, die Punkte in Hamm bleiben und der Abstand zu der gefährlichen Zone nicht kleiner, sondern wieder größer wird. „Ich habe schon als Gästetrainer in Hamm erleben müssen, wie man hier unter die Räder kommen kann, wenn die Mannschaft die Stimmung von den Rängen aufnimmt und sich davon tragen lässt“ erklärt Lerscht.

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