ASV empfängt den Spitzenreiter

ASV-Spiel gegen Hamburg: Der dritte Versuch

Den Überblick in den Zweikämpfen wollen die Hammer (hier Jan Brosch) auch gegen Spitzenreiter Hamburg behalten.
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Den Überblick in den Zweikämpfen wollen die Hammer (hier Jan Brosch) auch gegen Spitzenreiter Hamburg behalten.

Dieses Mal sollte nichts schief gehen: Während am vergangenen Samstag die Partie des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen beim Dessau-Roßlauer HV kurzfristig abgesagt werden musste, weil die Corona-Tests der Spieler auf dem Postweg ins Labor verloren gegangen waren, sind alle Bedingungen für die regelgerechte Durchführung des Heimspiels gegen Spitzenreiter HSV Hamburg am Mittwoch (19.15 Uhr/Westpress Arena) erfüllt.

Hamm – „Das sind Dinge, die passieren in so einer verrückten Saison“, sagt ASV-Trainer Michael Lerscht, der sich über einige aus ASV-Sicht haltlose Vorwürfe in den sozialen Medien daher auch weiter keine Gedanken machen will. „Da wird manches schnell in der Anonymität geschrieben. Aber wir stehen mit einem absolut reinen Gewissen da. Da konnte bei uns keiner etwas dafür. Die Tests sind nicht im Labor angekommen. Damit wurde den Regularien nicht entsprochen – alles andere kann man unkommentiert lassen.“

Während der Coach die Dessau-Partie entsprechend abgehakt hat, wurde für ihn die anschließende Vorbereitungsarbeit für das Spiel gegen den Spitzenreiter aus Hamburg fast schon zur Routine. Bereits zweimal mussten in dieser Saison die angesetzten Begegnungen gegen den HSV abgesagt werden. Zum ursprünglich angesetzten Termin am sechsten Spieltag wäre es in der Hansestadt zu einem absoluten Topspiel gekommen, nachdem der ASV mit 8:2 und die Hamburger mit 10:0 Punkten in die Spielzeit gestartet waren.

Doch aufgrund einiger Corona-Fälle im Team der Hamburger wurde die Partie abgesetzt und am 8. Februar neu angesetzt. Da machte das Schneechaos im Land die Hammer Anreise allerdings unmöglich. So kommt es nun zunächst zum Rückspiel in der Westpress Arena, während beide Mannschaften am Dienstag, 27. April, den nächsten Versuch in Hamburg starten werden.

Zweikämpfe und Folgehandlungen

„Ich habe zumindest mittlerweile sehr viele Spiele der Hamburger gesehen und Videos für die Vorbereitung geschnitten“, kennt Lerscht den kommenden Gegner also ziemlich gut. Daran, dass die Hamburger als klarer Favorit anreisen werden, ändert das allerdings nichts. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen am vergangenen Sonntag gegen den TV Großwallstadt mit 27:28 ihre erste Saison-Heimniederlage hinnehmen musste. Schließlich steuert der HSV mit jetzt 37:7 Punkten weiter als Tabellenführer auf Aufstiegskurs.

„Das ist eine Mannschaft, die eine Spielweise prägt, die viel auf Zweikämpfe und deren Folgehandlungen aufbaut“, weiß Lerscht, dass eine Menge Arbeit auf sein Team zukommen wird – und das in allen Mannschaftsteilen. „Leif Tissier und Philipp Bauer machen das auf Rückraum Mitte gut und kommen immer wieder zu Abschlüssen – auch in Drucksituationen. Darauf muss man sich einstellen und vorbereitet sein. Und in der Abwehr sieht das ähnlich aus. Sie verteidigen sehr aktiv. Da müssen wir versuchen, den Ball leben zu lassen.“

„Alle verlieren mal Spiele“

Dass die Hamburger mit einer frischen Niederlage im Gepäck anreisen, hat für Lerscht keinen Einfluss auf das Spiel am Mittwoch. „Ich glaube nicht, dass ein Sieg oder eine Niederlage den Fokus beim HSV verändert“, sagt er. „Die sind Tabellenführer, spielen einfach eine sehr gute Runde und bringen ihre Qualitäten sehr gut zur Geltung. Und alle verlieren mal Spiele – auch die drei Mannschaften, die in der Tabelle ganz oben stehen.“

Weil sie selbst nach dem starken Saisonstart zu oft verloren haben, sind die Hammer nur noch im Mittelfeld angesiedelt. Den Spitzenreiter ärgern würden sie dennoch gerne. Versuchen werden sie das mit dem gleichen Kader, der zuletzt gegen beim Liga-Zweiten VfL Gummersbach mit 21:30 chancenlos geblieben war.

„Über Sören Südmeier brauchen wir aktuell nicht mehr zu philosophieren“, ist eine Rückkehr seines Spielmachers für Lerscht weiter nicht in Sicht. Und ob Winterneuzugang Mikkel Beck auf dem Meldebogen steht, wird kurzfristig entschieden. Nicht, weil er verletzt wäre, sondern, weil Florian Schöße zuletzt „im Training einen absolut guten Job gemacht hat“, lobt der Coach, der bei 17 Spielern für 16 Plätze die Qual der Wahl hat. „Er ist sehr fleißig und dicht dran an den Jungs, um sich für Spielzeit zu empfehlen. Zudem haben wir noch die Option, wie zuletzt mit Melf Krause als drittem Kreisläufer in die Partie gehen.

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