Handball

ASV Hamm-Westfalen: Emotionaler Saisonauftakt

Bekam viel Spielzeit: ASV-Mittelmann Sören Südmeier.
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Bekam viel Spielzeit: ASV-Mittelmann Sören Südmeier.

1127 Zuschauer, ein hoch emotionaler Auftritt zweier hoch motivierter Mannschaften und am Ende ein schwer erkämpfter 24:22 (14:10)-Erfolg des ASV Hamm-Westfalen unter dem tosendem Jubel der Fans gegen den TSV Bayer Dormagen. Der Auftakt in die Saison 2021/2022 der 2. Handball-Bundesliga hätte spannender kaum verlaufen können.

Von Beginn an bekamen die Zuschauer eine interessante Partie zu sehen. Den nervösen Start der Gäste nutzte der ASV gleich zur Führung: Fehlpass Dormagens Ian Hüter, Gegenstoßtreffer Marian Orlowski. Hamm lag direkt vorn. Danach blieb es zunächst ausgeglichen. Sören Südmeier sorgte nach neun Minuten erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Hammer (5:3) - und das sogar, obwohl sich das Lerscht-Team zu diesem Zeitpunkt in doppelter Unterzahl befand.

Acht Minuten später lag Hamm sogar mit vier Toren vorn (9:5/17.). Dann wurde es knifflig. Zunächst sah Markus Fuchs die Rote Karte nach einem Gesichtstreffer gegen Ian Hüter (18.). Da nutzte es dem Routinier nichts, dass er mit der Entscheidung nicht einverstanden war. Wenige Minuten später humpelte Jan Brosch nach einem erlittenen Pferdekuss aus der Halle. Der ASV stand plötzlich ohne seinen Parade-Innenblock da. Matej Mikita und Alexander Engelhardt übernahmen - und machten ihre Sache gut, hielten den Vorsprung bis zur Pause (14:10). Wobei Engelhardt und Tim Wieling es in der Schlussminute des ersten Durchgangs gleich zweimal versäumten, freistehend nachzulegen.

Zwei schnelle Gästetreffer nach der Pause schienen die Partie schnell wieder spannend zu machen. Doch Engelhardt beruhigte zunächst die Gemüter mit zwei sehenswerten Treffern vom Kreis wieder (34.). Doch Dormagen witterte seine Chance und war nach einer Serie von drei Treffern in Folge zum 16:15 wieder im Spiel (36.). Die Partie wurde zum Abnutzungskampf.

Dani Baijens mit seinem ersten Meisterschaftstor für den ASV zum 17:15 (37.) und auf der anderen Seite Felix Storbeck mit seiner ersten Parade der Partie senkten den Puls auf der Hammer Bank wieder ein wenig. Gerrit Genz und Baijens legten noch einmal auf vier Tore nach (19:15), doch Dormagen ließ sich nicht abschütteln - auch, weil Torhüter Martin Juzbasic einen starken Tag erwischt hatte.

Nach 52 Minuten und einem Gegenstoß-Treffer von Tim Mast war die Partie wieder völlig offen. Und als ein Pass von Marian Orlowski im Aus landete, nutzte Andre Meuser die Chance, um auf der anderen Seite zum 20:20 auszugleichen (53.). Hamm sah seine Felle spätesten schwimmen, als Ian Hüter zum ersten Mal für eine Dormagener Führung sorgte.

Zwei Minuten vor dem Ende stand es 22:22, dann traf Fabian Huesmann trotz Unterzahl erstmals wieder zur Hammer Führung. Als dann die Gastgeber 40 Sekunden vor dem Ende den Ball eroberten, hatten sie alle Trümpfe in der Hand. Lerscht nahm acht Sekunden vor Schluss noch einmal ein Team-Timeout - dann traf Jan von Boenigk unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Fans zum 24:22-Endstand.

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