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ASV: Elektrisierendes Topspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen

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Von: Günter Thomas

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Einsatz fraglich: Fabian Huesmann.
Einsatz fraglich: Fabian Huesmann. © Reiner Mroß

Diese Partie elektrisiert die Handballfans in der Region: Wenn der ASV Hamm-Westfalen am Sonntag zum Topspiel der 2. Bundesliga bei der HSG Nordhorn-Lingen (17 Uhr) antritt, dürfte eine Partie mit überschäumenden Emotionen programmiert sein. Schließlich trifft der Tabellenzweite (23 Spiele/34:12 Punkte) auf den Ligadritten (21/29:13) – Emotionen und der Kampf um jeden Ball garantiert.

Hamm - Doch während die Fans beider Lager bereits im Vorfeld der Partie den Rechenschieber zur Hand nehmen, betont Michael Lerscht einmal mehr, dass für ihn die Tabellensituation zum aktuellen Saisonzeitpunkt nebensächlich ist. „Ich betone das immer wieder, dass das für uns nicht wichtig ist“, sagt der ASV-Coach. „Für uns ist es wichtig, dass wir ein cooles Spiel vor der Brust haben. Nordhorn gegen Hamm – das ist ein ewig junges Duell. Bei dem sicher auch einige Hammer Fans in der Halle sein werden. Und es ist eines zweier Mannschaften, die einen guten Lauf haben.“

Während der ASV nach der Winterpause nur das Auftaktspiel in Ludwigshafen-Friesenheim denkbar knapp durch einen Treffer in letzter Sekunde mit 25:26 verloren und danach drei Siege in Dormagen (34:24), gegen Essen (35:29) und zuletzt in Aue (26:25) eingefahren hat, setzte sich die HSG in allen vier Begegnungen dieses Jahres durch – und darüber hinaus im Weihnachtsspiel gegen Lübeck.

„Nordhorn hat eine Mannschaft, die sehr viel über die Physis kommt“, weiß Lerscht, dass viel Arbeit auf seine Mannschaft zukommen wird. „Der gesamte Rückraum ist sehr wurf- und zweikampfstark. Zudem hat das Team eine tiefe Bank und kann von daher viel Druck ausüben.“

Gastgeber als Aufstiegsfavorit gehandelt

Dass die Gastgeber nach 23 absolvierten Ligaspielen auf einem der beiden Aufstiegsplätze rangieren, kommt für Lerscht nicht überraschend. „Schon vor der Saison ist von vielen gesagt worden, dass Nordhorn einer, wenn nicht der Favorit auf den Aufstieg ist“, sagt er. „Das haben sie bisher bestätigt.“

Das sah im Hinspiel allerdings noch anders aus. Denn die Mannschaft von Trainer Daniel Kubes hielt die Partie in der Hammer Arena nur 20 Minuten lang offen (Spielstand: 11:9) – dann setzte sich der Gastgeber deutlich ab und geriet bis zum Schluss nicht mehr in Bedrängnis. Schon zur Pause lag Hamm mit 19:14 vorn, am Ende hieß es 35:30, nachdem die Mannschaft zwischenzeitlich bereits mit neun Toren vorn gelegen hatte (27:18/40.).

Erfolgreichste Torschützen im ASV-Dress damals: Jan Pretzewofsky (8), Marian Orlowski, Jo Gerrit Genz (beide 7) und Fabian Huesmann (8). Letzterer fehlte zuletzt allerdings beim Spiel in Aue kurzfristig, weil er sich auf dem Weg in die Halle schlecht fühlte und krank im Bus mit der Mannschaft zitterte. Ob der Kapitän, der sich zuletzt in blendender Verfassung präsentierte und im Heimspiel gegen Tusem Essen allein 17 der 35 ASV-Tore erzielte, am Sonntag wieder dabei sein kann, ist noch völlig offen. „Da habe ich aktuell überhaupt kein Gefühl“, sagt Lerscht. „Er befindet sich auf dem Weg der Besserung. Ob es reicht, weiß ich einfach nicht. Vielleicht klappt es für ein paar Minuten – aber das wird sich erst kurzfristig entscheiden.“

Diejenigen ASV-Akteure, die in Aue gespielt und den knappen Sieg gesichert haben, sind ohne größere Probleme über die 60 Minuten gekommen und stehen Stand Freitag auch am Sonntag wieder im Kader.

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