Handball

ASV Hamm-Westfalen: Dienstfahrt ohne Punkte

An alter Wirkungsstätte gab es für Hamms  Trainer Michael Lerscht nichts zu holen.
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An alter Wirkungsstätte gab es für Hamms Trainer Michael Lerscht nichts zu holen.

Sieben schwache Minuten und ein überragender Andreas Bornemann sorgten dafür, dass die Dienstfahrt des ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga zum TuS Ferndorf ohne Punkte endete. Bei der Rückkehr von ASV-Coach Michael Lerscht an seine alte Wirkungsstätte unterlag der Tabellenzweite am Ende deutlich mit 21:27 (11:11).

Sowohl der Gastgeber, der auf den angeschlagenen Torhüter Puhl verzichten musste, als auch der ASV, der weiter ohne Merten Krings auskommen musste, traten mit nur leichten Personalproblemen an. Bei den Gästen stand dafür Melf Krause, Kreisläufer der zweiten Mannschaft, nach seiner Heimpremiere gegen Eisenach auch auswärts das erste Mal im Kader.

Es sollte sich schon früh zeigen, dass diese Partie in der Sporthalle Stählerwiese nicht im Vorbeigehen zu gewinnen war. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, und es entwickelte sich von Beginn ein Kampf, in dem die Abwehrreihen das Geschehen weitestgehend im Griff hatten, sobald die Partie ins gebundene Spiel überging. Gegen die hoch stehende und bewegliche Deckung der Ferndorfer tat sich der ASV sehr schwer. So entpuppte sich das Spiel über den auf die Halbposition einlaufenden Marten Franke als gute Waffe. Und auch Jan von Boenigk drückte der Begegnung zu Beginn mit drei Treffern seinen Stempel auf.

Auf der anderen Seite brachten die Hammer den Gastgeber zwar oft ins Zeitspiel, doch vor allem die geschickten Anspiele an den Kreis waren nur schwer zu verteidigen.

So gelang es in den ersten 30 Minuten keiner der beiden Mannschaften, sich auch nur einmal mit zwei Treffern abzusetzen. Die Führung wechselte mehrfach, und mit Erklingen der Sirene gingen beide Teams folgerichtig mit elf Toren in die Pause. Einziger Nachteil des ASV: Kreisläufer Jan Brosch hatte sich schon nach 25 Minuten die zweite Zeitstrafe eingehandelt – was Lerscht allerdings nicht davon abhielt, den Innenblocker auch weiterhin einzusetzen.

Mit Fabian Huesmann als vorgezogenem Spieler in einer 5:1-Deckung und viel Elan kehrten die Hammer aus der Kabine zurück. Als Brosch, Marian Orlowski und von Boenigk dann einen 13:14-Rückstand zum 14:16-Zwischenstand drehten (38.), war das erste Minibreak der Partie geschafft. Die Entscheidung fiel allerdings erst in den elf folgenden Minuten. Denn wenig später glich der TuS bereits durch Mattis Michel wieder aus (43.). Und sieben Minuten später lagen die Hausherren selbst mit fünf Toren vorn (23:18) – weil vor allem Rückraumschütze Andreas Bornemann von der Hammer Defensive kaum unter Kontrolle zu bekommen war und die Gäste im Angriff ein ums ander Mal an Tim Hottgenroth scheiterten, der nun im Tor stand. Lerscht griff zum letzten Mittel – seiner dritten Auszeit –, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Doch auch mit dem siebten Feldspieler, den der Coach in der Folge einsetzte, gelang dies nicht mehr.

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