Handball

ASV Hamm-Westfalen: Bereit für Dessau

Fabian Huesmann ASV Hamm-Westfalen 2. Handball-Bundesliga
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Fabian Huesmann

Glänzend aus den Startlöchern gekommen ist der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga. Mit dem 20:18-Sieg bei der DJK Rimpar schraubte die Mannschaft ihr Punktekonto auf 8:0. Im Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV am Samstag (19.15 Uhr/Westpress Arena/ohne Zuschauer) will das Team seine Serie fortsetzen und damit den guten Start aus der Vorsaison mit fünf ungeschlagenen Begegnungen (9:1 Punkte) noch toppen.

Hamm – Als Ceven Klatt im Rahmen der Pressekonferenz nach der Begegnung in der 2. Handball-Bundesliga zwischen der DJK Rimpar und dem ASV Hamm-Westfalen zum Mikro griff, ging seine Analyse im lauten Quietschen der Fangnetze unter, die gerade von übereifrigen Mitarbeitern in der Halle vorzeitig heruntergelassen wurden. Bruchstückhaft ließ sich den Worten sinngemäß vernehmen, dass der Trainer der Rimparer Wölfe eine Partie mit zwei starken Abwehrreihen gesehen hatte, aber auch zwei Angriffsreihen, die in einem kampfbetonten Match sehr fehlerhaft agierten. Ähnlich formulierte es Michael Lerscht, der einen Gastgeber sah, der „einfach eine gute Deckung spielt, sehr bissig. In Zweikämpfen denkst du, du hast Raum, dann wird der aber zugestellt. Die zweite Halbzeit war dann so durchgekämpft. Störte hält dann ein paar Bälle. Es ist trotzdem geil, dass wir das gewinnen.“

Dass der ASV-Coach das nach erneuten 60 aufreibenden Minuten in dieser Saison zum vierten Mal in Folge würde sagen können, war zuvor lange Zeit nicht zu vermuten gewesen. Sinnbildlich für die zerfahrene Hammer Partie waren Spielmacher Sören Südmeier, der das Hammer Angriffsgeschehen in Halbzeit eins nicht in den Griff bekam und sich ungewöhnlich viele Fehler leistete, und Fabian Huesmann. Der Linksaußen zeigte in Rimpar ungewohnt Nerven vom Siebenmeterstrich, scheiterte gleich zweimal an Marino Mallwitz im DJK-Gehäuse.

Während Südmeier nach dem Wechsel eine Pause bekam, schüttelte sich Huesmann und war schließlich mit sechs Toren nicht nur erfolgreichster Hammer – er traf auch in der entscheidenden Phase. „Mental ist das in der zweiten Halbzeit eine richtige Powerleistung von uns gewesen“, freute sich der Rechtshänder und gab das Lob brav an seinen Kollegen Marian Orlowski weiter. „Etliche Male hat die Kooperation zwischen Marian und mir gut funktioniert. Wir haben die Sachen dann einfach auf den Punkt gespielt. Marian gehört mit Sicherheit mehr als die Hälfte an den Toren. Wenn es so gut rausgespielt wird, ist es nicht mehr so schwer, die Tore zu erzielen.“

„Es ist eine Situation, wo man immer ein bisschen zockt“

Dass er die Siebenmeter auch gegen Dessau wieder werfen wird, ist für Huesmann keine Frage. „Ich mache mir ehrlich gesagt nicht so viele Gedanken. Damit bin ich in der Vergangenheit gut gefahren. Und so mache ich auch weiter. Dann fallen die Bälle auch wieder. Aber klar. Der Torhüter guckt Video. Es ist dann so eine Situation, wo man immer ein bisschen zockt.“

Dass das Team auch in schwierigen Situationen Auswege findet, ist für Huesmann ein Verdienst der Ausgeglichenheit des Kaders. „Wir haben auch in der Breite eine sehr gute Qualität“, sagt er. „David Spiekermann etwa hat einen enormen Sprung gemacht, sich in der Vorbereitung enorm verbessert und gehört für uns voll zur Mannschaft.“

Dass dann Gerrit Genz in Halbzeit zwei für Südmeier auf Rückraum Mitte übernommen hat, war für Huesmann die logische Konsequenz. „Das haben wir auch einstudiert und immer mal wieder probiert. Weil wir ja leider noch auf Merten Krings verzichten müssen“, sagt er. „Daher war das nicht aus der Not geboren, sondern wir hatten uns das vorgenommen, auch beim Videostudium besprochen. Und es hat funktioniert.“ Gut zu wissen, dass man reagieren kann. Eine Erkenntnis, die das Selbstbewusstsein für die Partie gegen Dessau steigen lässt.

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