Publikum zugelassen

ASV in Dessau gefordert - 700 Fans sorgen für „Dampf auf dem Kessel“

Fabian Huesmann und seine Kollegen sind am Sonntag in Dessau gefordert
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Fabian Huesmann und seine Kollegen sind am Sonntag in Dessau gefordert

Auf die Handballer des ASV Hamm-Westfalen wartet ein außergewöhnlicher Sonntag. Denn zum ersten Mal nach sieben Monaten mit Corona-bedingt leeren Rängen spielt das Team von Michael Lerscht vor Publikum.

Hamm – Für die Partie der 2. Bundesliga beim Dessau-Roßlauer HV (17 Uhr, Anhalt-Arena) wurden von den Behörden im Rahmen eines Modellprojektes 700 Zuschauer zugelassen – ebenso wie für das Spiel gegen Aue am 20. Juni.

Dabei halten es die Gastgeber wie der ASV für sein kommendes Heimspiel am Mittwoch, 9. Juni, gegen Bietigheim, für das 500 Zuschauer zugelassen sind. Tickets gehen ausschließlich an immunisierte oder negativ getestete Personen aus dem Kreis der Sponsoren und Dauerkarteninhaber. Für das Spiel gegen Hamm wird eine Schnelltest-Station vor der Halle installiert.

„Das ist doch super, denn sobald ein paar Hundert Leute in der Halle sind, herrscht schon eine ganz andere Atmosphäre. Ich hoffe, dass unsere Jungs sich puschen und davon was mitnehmen für das Spiel gegen Bietigheim“, sagt ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers.

Letztmals am 21. Oktober vor Publikum

Das letzte Mal, dass der ASV vor Publikum angetreten ist, war am 21. Oktober 2020 beim 20:18-Erfolg bei den Rimpar Löwen. „Da waren noch ein paar Leute. Jetzt ist es einfach mega, dass man sieht, dass die Hallen jetzt wieder besetzt sind. Das gehört einfach dazu“, freut sich auch ASV-Trainer Michael Lerscht, sieht aber auch eine Gefahr darin: „Das ist eine heimstarke Mannschaft und in der Halle ist immer viel Dampf auf dem Kessel. Und bei der jetzigen Konstellation ist das für sie noch einmal ein besonderer Anreiz.“

Denn beide Teams liegen derzeit mit 27 Punkten im Mittelfeld – der ASV auf Rang elf, der DRHV auf Platz 14, wobei die Sachsen-Anhaltiner drei Begegnungen mehr ausgetragen haben als die Hammer mit derzeit 29. Dem ASV reichte dabei zuletzt das 27:27 gegen Aue, um von Platz 15 aus an den Dessauern vorbei zu ziehen. Denn diese verloren ihr jüngstes Punktspiel in Bietigheim mit 26:30.

Hinspiel ging mit 27:26 an Dessau

Das Hinspiel hatte der ASV am 24. Oktober vergangenen Jahres mit 26:27 verloren. Es war die erste Saisonniederlage – und kostete die Tabellenführung. Einen entscheidenden Beitrag daran hatte der frühere Hammer Vincent Sohmann, der auch den entscheidenden Treffer setzte. Der Dessauer Mittelmann war nicht zu stoppen und gehört im Team von Trainer Uwe Jungandreas als Kapitän zu den Führungsspielern. Mit 133 Toren (62 Siebenmeter) gehört Sohmann zudem zu den Top-3-Schützen der Gastgeber neben dem Rückraum-Linken Timo Löser (138) und Jakub Hrstka, der als Linksaußen 171 Treffer erzielt hat (49 Siebenmeter). „Offensiv haben sie eine Mannschaft, die den Ball sehr schnell machen kann und gute Außen mit guten Quoten hat. Defensiv spielen sie ihr 6:0 mit unterschiedlichen Systematiken, wobei es da auf das Personal ankommt, mit dem gespielt wird“, charakterisiert Lerscht grob umrissen die Stärken der Gastgeber.

Fehlen wird dem Hammer Trainer aller Voraussicht nach der Rückraum-Linke Marian Orlowski, der sich bei seinem Comeback-Spiel gegen Aue am Mittwoch gleich wieder am Oberschenkel verletzt hat. „Es war jetzt mit keiner direkten Aktion verbunden. Es ging irgendwann nicht mehr. Ein MRT und die Diagnose stehen noch aus, aber ich bin da wenig optimistisch“, meint Lerscht. Zudem fehlt – wie schon gegen Aue – Rechtsaußen Jan Pretzewofsky ebenfalls wegen einer Verletzung.

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