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ASV: Tor- und temporeiches Derby gegen den TV Emsdetten

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Von: Günter Thomas

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Erwischte einen starken Tag: Jan von Boenigk im Duell mit Jakob Schwabe.
Erwischte einen starken Tag: Jan von Boenigk im Duell mit Jakob Schwabe. © Reiner Mroß

Derby ohne Verschnaufpause: In einem tempo- und torreichen Duell gewann der ASV Hamm-Westfalen vor 1239 Zuschauern in der Westpress Arena das Nachbarschaftsduell in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Emsdetten mit 34:31 (19:17).

Den für ein Derby angemessenen Krach auf der Tribüne produzierten vor der Partie zunächst einmal die mitgereisten Fans im Gästeblock. Was sich danach schnell legte. Denn beide Mannschaften boten sich von Beginn an ein mitreißendes Tempospiel, das den Funken schnell auf die Tribüne überspringen ließ. Von er ersten Minute an entwickelte sich eine wilde Fahrt, bei der Schnelle Mitte, Tempogegenstöße und zweite Welle dominierten - langsames Aufbauspiel: Fehlanzeige.

So stand es nach drei Minuten bereits 4:1 für die Hausherren. Doch so schnell, wie das kleine Polster erspielt war, ging es auch wieder verloren. Sechste Minute: 5:5. „Wie viele Tore sollen das denn werden“, entfuhr es dem ASV-Vorsitzenden Friedhelm Degen, der auch in der Folge ein munteres Scheibenschießen auf dem Spielfeld beobachten durfte.

Unruheherd bei den Gästen waren im ersten Durchgang bei den Gästen vor allem Robin Jansen, Marcel Schliedermann und Kreisläufer Frederic Stüber, die die Hammer Deckung vor Probleme stellten. Entsprechend wechselte Lerscht viel auf der Innenblockposition. Und als sich die Hammer nach zehn Minuten auf 10:6 abgesetzt hatten, schien die Partie langsam in ruhigeres Fahrtwasser zu gelangen.

Der Vier-Tore-Vorsprung hielt auch bis zum 14:10 (19.) - dann legte Emsdetten binnen vier Minuten einen 4:0-Lauf hin - die Partie war wieder offen. Als Gästetrainer Sascha Bertow dann nach einem Hammer Timeout überraschend zur offenen Manndeckung wechseln ließ, war der Überraschungscoup in Form des Ballgewinns gelungen - die Führung gelang dem Tabellenzwölften jedoch nicht.

Stattdessen legten die Hammer in der Folge wieder durch Alex Reimann, den stark aufspielenden Jan von Boenigk (2) und Tim Wieling zum 19:17-Pausenstand vor.

Auch nach der Pause verlor die Partie nicht an Intensität. Und wie so oft in der laufenden Saison erwischte der ASV den besseren Start. Eine aufmerksame Defensive, Von Boenigk eröffnete, Tim Wieling (3) und Dani Baijens legten nach - erstmals war Hamm mit fünf Toren vorn (23:18/36.). Eine Vorentscheidung war das aber noch nicht.

Nach 45 Minuten hatten sich die Gäste wieder auf zwei Tore herangekämpft (27:25) - und der ASV eine brenzlige Situation zu überstehen nachdem zunächst Matej Mikita und dann Fabian Huesmann Zeitstrafen bekommen hatten und Hamm in doppelter Unterzahl agieren musste. Der ASV spielte den folgenden Angriff lange aus, hatte auf der anderen Seite Glück, dass der Abschluss des TVE am Pfosten landete und versetzte den Gästen mit dem 28:25 durch Tim Wieling in dieser Phase einen empfindlichen Hieb.

Wieder versuchte es Bertow nach einer Auszeit mit einer offenen 4:2-Deckung, die die Hausherren schon nahe der Mittellinie empfing. Doch Hamm spielte es jetzt besonnen aus, und als Gerrit Genz den Ball sechs Minuten vor dem Ende zum 30:26 einnetzte, standen die Karten für den Derby-Sieg bestens.

Noch einmal kam der TVE auf zwei Tore heran (31:29/58.), versuchte es mit Sieben Feldspielern - den Schlusspunkt aber setzte Lars Mitchel Kooij zum 34:31-Endstand drei Sekunden vor dem Ende.

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