Mit fünf Neuzugängen:

ASV Hamm hat die sechswöchige Zweitliga-Vorbereitung aufgenommen

ASV-Trainer Michael Lerscht (rechts) und seine Zugänge: von links Dani Baijens (TBV Lemgo-Lippe), Matej Mikita (Chartres/F), Vladimir Bozic (Balingen), Tim Wieling (TVB Stuttgart) und Alexander Reimann (TBV Lemgo-Lippe).
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ASV-Trainer Michael Lerscht (rechts) und seine Zugänge: von links Dani Baijens (TBV Lemgo-Lippe), Matej Mikita (Chartres/F), Vladimir Bozic (Balingen), Tim Wieling (TVB Stuttgart) und Alexander Reimann (TBV Lemgo-Lippe).

Die Handballer des ASV Hamm-Westfalen haben am Donnerstag das erste offizielle Training im Rahmen der Vorbereitung auf die Saison 2021/2022 absolviert.

Hamm - Mit Dani Baijens und Alexander Reimann (beide TBV Lemgo Lippe), Vladimir Bozic (HBW Balingen-Weilstetten), Tim Wieling (TVB Stuttgart) und Matej Mikita (Chartres/Frankreich) waren auch die fünf Neuzugänge dabei – allesamt aus der ersten Liga. Premiere feierte Jens Gawer als neuer Co-Trainer.

Wie seriös lässt sich eine weitere Saison unter Corona-Bedingungen planen? Nach welchen Kriterien wurden die Neuen ausgesucht? Wie lautet das Saisonziel und wer wird neuer Kapitän nach dem Abgang von Jakob Schwabe? Wie verläuft die Vorbereitung und wie stark ist die Liga? Fragen, die Geschäftsführer Thomas Lammers und Trainer Michael Lerscht im Rahmen des Auftakts beantwortet haben.

Trainingsauftakt beim ASV Hamm Westfalen in der Westpress Arena

Trainingsauftakt beim ASV Hamm Westfalen in der Westpress Arena
Trainingsauftakt beim ASV Hamm Westfalen in der Westpress Arena
Trainingsauftakt beim ASV Hamm Westfalen in der Westpress Arena
Trainingsauftakt beim ASV Hamm Westfalen in der Westpress Arena
Trainingsauftakt beim ASV Hamm Westfalen in der Westpress Arena

Die Saison 2021/2022

Thomas Lammers: „Wir planen mit dem, was wir gerade wissen. Ich hoffe, dass wir mit Zuschauern starten werden. Ob es jetzt 700, 1000 oder 1500 sein werden, das müssen wir einfach gucken. Ich bin mir sicher, dass die nächste Saison nicht so sein wird wie vor Corona, aber auch nicht so wie die letzte Corona-Saison mit 16 Geister-Heimspielen. Erfreulicherweise ist der Dauerkartenverkauf sehr gut angelaufen, so dass wir eine Rücklaufquote von 80, 90 Prozent haben im Vergleich zu Vor-Corona. Das ist natürlich super. Zudem wissen wir inzwischen, dass der Staat Zeichen gesetzt hat, dass wir wohl wieder eine Ticketerstattung bekommen, wenn es soweit kommen sollte, dass wir Geisterspiele haben. Erfreulicherweise bleiben unsere Sponsoren zu großen Teilen dabei. Uns ist klar, dass unsere Partner gerade auch andere Sorgen haben. Ende August, Anfang September, wenn die Ferien vorbei sind, werden wir uns mit ihnen noch einmal zusammensetzen und schauen, wie sich alles gestalten lässt. Was ansonsten in Richtung Gastronomie und Tourismus geht, ist natürlich schwierig, keine Frage.“

Das Saisonziel

Michael Lerscht: „Wir geben erst einmal kein Ziel raus. Ich denke, dass es viele starke Mannschaften in dieser Liga geben wird. Die vier Absteiger (Ludwigshafen, Nordhorn, Essen und Coburg) werden eine gewichtige Rolle um die vorderen Plätze mitsprechen. Gummersbach wird natürlich wieder dabei sein. Ich denke, dass auch Dresden sich gut verstärkt hat. Da werden ganz viele Mannschaften auf Augenhöhe sein. Wir werden sicherlich irgendwo dazu zählen. Die Saison wird hart. Jedes Spiel wird ein Hauen und Stechen. Es ist jetzt noch nicht zu prophezeien, in welche Richtung das gehen wird. Es ist eine geile Liga nächste Saison mit extrem spannenden Aufgaben. Ich möchte auch erst einmal mit den Jungs sprechen, wohin die Reise gehen soll, bevor wir da was rausgeben.“

Die Vorbereitung

Lerscht: „Die Gruppe hat eine coole Dynamik drin, das hat man jetzt schon festgestellt. Ich glaube, wir haben mit den Neuen gute Fänge gemacht. Die Spieler müssen jetzt alle ihre Rolle finden, aber da sind wir guter Dinge. Wir werden dafür schon einiges tun. Aber wir werden jetzt nicht den ganzen Tag auf dem Kanal Kanu fahren, damit wir besser zusammenwachsen. Die Zeit ist kurz. Die athletische Ausbildung braucht Zeit, die Handballeinheiten dazu und in sechs Wochen geht die Saison los. Das geht jetzt ratzfatz. Wir werden auch noch viel Zeit auf dem Feld brauchen, um die Leute zu integrieren.“

Die Neuzugänge

Lerscht: „Es ging nach den Abgängen darum: Was wollen wir, welche Art von Spielern wollen wir. Fangen wir beim Torhüter an. Dabei haben wir uns bewusst für Erfahrung entschieden. Bozic ist ein anderer Torwarttyp als Storbeck und Wesemann und passt nun sehr gut in dieses Trio rein. Tim Wieling habe ich in Ferndorfer Zeiten beobachtet. Er kommt aus Bielefeld, insofern passte das auch. Sein Vertrag in Stuttgart ging zuende, und so kommt eins zum anderen. Dass wir Dani Baijens bekommen haben, war für uns einfach auch nur ein Glücksgriff gewesen. Da waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir wollten einen spielstarken Mittelmann, der als solcher auch menschliche Führung und Gruppenführung übernimmt. Er wird sich gut ergänzen mit Sören Südmeier, der ja auch viel Erfahrung mitbringt. Bei Matej Mikita haben wir schon zugesehen, dass wir den Charaktertyp bekommen haben, den wir haben wollten, und nicht irgendwen. Deshalb haben wir uns auch so viel Zeit gelassen.“

Frisches Blut

Lammers: „Eine neue Struktur, das ist ein großer Faktor – machen wir keinen Hehl daraus. Wir haben viele neue Spieler und wir haben viele neue Charaktere. Man hat schon gemerkt, dass vielleicht nicht ein anderer Geist herrscht, aber die Neuen sprechen anders, nehmen grundsätzlich vieles anders wahr und reagieren auf bestimmte Situationen ganz anders. Das tut der Mannschaft gut – und es tut dem Verein gut, mal neuen Input zu kriegen.“

Die Wünsche

Lerscht: „Auf jeden Fall, dass wir weniger Verletzte haben. Die Verfügbarkeit der Spieler hat den höchsten Stellenwert in so einer 20er-Liga. Ich hoffe, dass die Saison einigermaßen normal vonstatten geht, sonst wird es extrem eng. Ich muss aber auch sagen, dass wir bei vielen Verletzungen in der letzten Saison einfach Pech hatten. Wenn dir einfach einer ins Bein fällt oder dergleichen, dann hat das nichts mit der athletischen Steuerung zu tun.

Der neue Kapitän

Lerscht: „Für die Nachfolge von Jakob Schwabe spuken mir im Moment schon einige Dinge herum in meinem Kopf. Davon ist aber noch nichts zu verkünden.“

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