ASV Hamm auch in Nettelstedt mit einer dünnen Personaldecke

ASV-Rückraumspieler Jo Gerrit Genz (rechts) trifft in Nettelstedt auf seinen ehemaligen Verein.
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ASV-Rückraumspieler Jo Gerrit Genz (rechts) trifft in Nettelstedt auf seinen ehemaligen Verein.

Der ASV Hamm-Westfalen biegt so langsam auf die Zielgerade einer strapaziösen Corona-Saison ein, doch immer noch ist es ein strammes Programm, das in der in der 2. Handball-Bundesliga zu absolvieren ist.

Hamm – Zehn Partien sind es noch inklusive des Abschlussspiels am 26. Juni in Fürstenfeldbruck. An diesem Samstag (19 Uhr, Merkur-Arena) wartet beim Tabellenzweiten TuS Nettelstedt-Lübbecke eine schwierige Aufgabe, zumal Trainer Michael Lerscht nach der Rückkehr seines Teams aus der Corona-Quarantäne aus Vorsicht oder wegen Verletzungen weiterhin auf zahlreiche Stammspieler verzichten muss.

Niederlage in Lübeck setzt TuS unter Zugzwang

Gleich acht waren es am Mittwoch gegen Bayer Dormagen – und dennoch gewann der ASV sein Heimspiel dank einer starken Teamleistung mit 28:23. Deshalb warnte Nettelstedts Trainer Emir Kurtagic am Freitag auch vor einer Aufgabe, „die schwer genug werden wird. Wir müssen 60 Minuten lang komplett auf der Höhe sein.“ Kurtagic selbst steht mit seiner Mannschaft unter Zugzwang, denn am Mittwoch verlor der TuS bei der 30:33-Niederlage in Lübeck wichtige Punkte im Dreikampf mit Hamburg und Gummersbach um die beiden Aufstiegsplätze.

Im Hinspiel setzten sich die Ostwestfalen kurz vor Weihnachten mit 30:28 durch. 45 Minuten lang zeigten die Hammer ein starkes Spiel – am Ende verloren sie, weil sie mehrere Verletzte ersetzen mussten. Nach hinten heraus entschied dadurch die besser besetzte Bank für Nettelstedt.

Weitere personelle Veränderungen möglich

Möglich, dass dies auch im Rückspiel so geschieht, denn Trainer Michael Lerscht verzichtet weiterhin mit Weitblick auf die nach dem Dresden-Spiel positiv getesteten Spieler. Zudem ist für Mittelmann Sören Südmeier die Saison wegen einer Knieverletzung beendet und Marten Franke ist wegen einer Prellung fraglich. Dabei wird es wohl nicht bleiben. „Es ist in diesen Zeiten nicht ganz einfach. Es kann sein, dass es weitere personelle Änderungen geben wird“, kündigte Trainer Michael Lerscht am Freitag nach dem Abschlusstraining an. „Für uns wird es wichtig sein, dass wir für uns als Gruppe das Bestmögliche aus diesem Spiel herausholen werden und dass wir die ganze Situation sachlich und seriös lösen. Der Rest ist zweitrangig.“

Gegen Hüttenberg wieder mit „voller Kapelle“?

Derweil ist die Hoffnung groß, dass die sechs nach dem Spiel beim HC Elbflorenz Dresden positiv auf das Coronavirus getesteten Akteure am kommenden Samstag, 22. Mai, im Heimspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen den Tabellen-14. TV Hüttenberg (19.15 Uhr, Westpress Arena) wieder auf der Platte stehen werden. „Es ist zumindest der Plan, dass wir da wieder mit voller Kapelle antreten“, sagt Geschäftsführer Thomas Lammers. Am Montag oder Dienstag sollen die sechs Spieler, sofern es von ärztlicher Seite keinerlei Einwände mehr geben sollte, nach einer gut vierwöchigen Pause wieder in das Training einsteigen dürfen.

In den vergangenen Tagen wurden bei ihnen umfangreiche Tests in den Bereichen Herz-/Kreislauf und Lunge gemacht. „Bisher waren bei den Jungs alle Werte in Ordnung“, ist Lammers erleichtert. Trainer Michael Lerscht warnt dennoch vor verfrühter Freude über die Rückkehr ins Team: „Wir wollen hoffen, dass unter Belastung nicht noch Probleme auftreten“, sagt er.

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