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ASV geht im Kellerduell bei GWD Minden unter

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Von: Günter Thomas

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Konzentriert beim Erwärmen - und den Gegner schon im Nacken: Die ASV-Spieler vor der Partie bei GWD Minden.
Konzentriert beim Erwärmen - und den Gegner schon im Nacken: Die ASV-Spieler vor der Partie bei GWD Minden. © Günter Thomas

Mit gedämpftem Optimismus waren die Spieler des ASV Hamm-Westfalen zum Kellerduell der Handball-Bundesliga bei GWD Minden gefahren. Die Spannung war aus der Partie allerdings schnell gewichen – die Gastgeber setzten sich vor 2 050 Zuschauern in der Mindener Kampa-Halle deutlich mit 32:23 (16:9) durch. Ein Kantersieg..

Minden – 90 Minuten vor Spielbeginn standen die Akteure des ASV Hamm-Westfalen noch locker wie Touristen beim Sightseeing in der Halle und ließen die Blicke über die noch leeren Ränge schweifen. Ruhe vor dem Sturm, der kurz darauf über sie hinwegziehen sollte. Auf den Anzeigentafeln stand bereits ein Ergebnis. Endstand: 29:19. Ein schlechtes Zeichen? Für Franz Dressel eher eine Herausforderung: „Das drehen wir heute zu unseren Gunsten um“, sagte der ehemalige ASV-Geschäftsführer.

Daraus wurde nichts, und den Spielstand von 29:19 hatten die Gastgeber exakt nach 52 Minuten bereits erreicht, nachdem Florian Kranzmann per Siebenmeter erfolgreich gewesen war..

Die Gäste hatten nicht mehr als den Willen zu bieten, in einer von Beginn an einseitigen Partie – und eine immense Abschlussschwäche.

Spätestens mit Anpfiff war es mit der Beschaulichkeit vorbei – wie nicht anders zu erwarten, wenn der Tabellenvorletzte den -letzten zu einem richtungweisenden Duell erwartet. Das erhoffte Spiel auf Augenhöhe mit Spannung bis zuletzt wurde es allerdings nicht. Zu dominant traten die Gastgeber von der ersten Sekunde an auf, brachten fast jeden Angriff im Tor des Aufsteigers unter.

Auf der anderen Seite dauerte es bis zur sechsten Minute, ehe Savvas Savvas per Kempa-Tor erstmals für Hamm an dem Mann des Abends vorbeikam: GWD-Torhüter Malte Semisch. Während der Spielstand da noch beim 2:1 noch nicht von Bedeutung war, war die Partie beim ersten Team-Timeout für die Gastgeber längst schon zum Selbstläufer geworden – 8:2 nach 14 Minuten. Hamm kam einfach nicht in die Partie.

Zweite Auszeit der Gäste nach zwölf Minuten

Als es nach 19 Minuten 12:4 stand, nahm ASV-Coach Michael Lerscht bereits seine zweite Auszeit. Seine Botschaft: „Männer, entspannt euch, spielt einfach Handball, wir haben nichts zu verlieren.“

Eine Minute später hatte auch das Hammer Torhütergespann sein erstes Erfolgserlebnis, als Felix Hertlein – in der 14. Minute für den glücklosen Vladimir Bozic gekommen – die erste Parade für den ASV gelang. Sein Gegenüber Semisch hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zehn seiner 18 gehaltene Bälle auf seinem, Konto – und gefühlt bereits gegen jeden ASVer ein Duell gewonnen.

Bis zur Pause hielten die Gäste zumindest den Abstand, ließen dabei aber die Möglichkeit aus, kurz vor der Sirene auf 16:10 zu verkürzen. An der Dominanz der Gastgeber um den im Angriff überragenden Mohammed Darmoul gab es aber keinen Zweifel.

Nach der Pause kam der Aufsteiger mit einer großen Portion Wut aus der Kabine, setzte diese auch zunächst in in Entschlossenheit auf der Platte um. Drei Treffer in Folge gaben einen Funken neuer Hoffnung – die Chance, auf 16:13 zu verkürzen, vergaben die Gäste allerdings.

Minden fing sich nun, brachte selbst wieder mehr Dynamik in seine Aktionen – und durfte vor allem auf einen Mann bauen: Malte Semisch. „Malte, Malte“, schallte es bereits nach 40 Minuten durch die Halle, als auch Stefan Bauer völlig frei vom Kreis aus am Mindener Keeper scheiterte. Der grinste verschmitzt, hob die Arme zum Zeichen eines Triumphs – an dem es schon zu diesem frühen Zeitpunkt keinen Zweifel mehr gab, nachdem Luka Sebic zum 24:14 eingenetzt hatte (42.).

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