Handball

ASV feiert Turniersieg trotz fehlender Frische

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Comeback geglückt: Oliver Milde (links) und der ASV wiesen die Drittligisten in die Schranken.

Es war der erfolgreiche Ausklang einer herausfordernden Woche. Und darum war Kay Rothenpieler, Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, mit den Eindrücken vom Turnier des TuS Volmetal überaus zufrieden.

Hagen - Was auch, aber nicht nur damit zu tun hatte, dass die Hammer als klassenhöchstes Team ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und das Finale gegen Zweitliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen mit 31:27 (17:11) für sich entschieden.

Rund 38 Minuten lang bot der ASV, der sich am Freitag in Halbfinale gegen die SGSH Dragons aus Schalksmühle und Halver mit 31:18 durchgesetzt hatte, eine ordentliche Leistung, lag beim 17:11-Pausenstand auch souverän in Front. „Und dann hast du bei allen gemerkt, dass sie leer sind“, fielen im Endspiel laut Rothenpieler die Verschleißerscheinungen des vorangegangenen Trainingslagers durchaus ins Gewicht. „In den letzten 15 Minuten haben wir nur noch verkrampft Handball gespielt. Dadurch ist Hagen wieder näher gekommen, was zu dem Zeitpunkt aber auch normal ist“, betonte der Hammer Trainer.

Rothenpieler hatte seine Sieben in der Deckung in der für die Mannschaft nicht ganz so vertrauten 5:1-Formation mit Abwehrspezialist Markus Fuchs auf der vorgezogenen Position agieren lassen. Weil die Variante in der vergangenen Saison schon einige Mal zum Zuge gekommen war, „versuchen wir jetzt, das weiter auszubauen“, ergänzte der Coach. Als die Kräfte schwanden, stimmte aber auch das Abwehrverhalten gegen die Eintracht zum Schluss nicht mehr so ganz.

Ivar Stavast als Spitze

Ein Akteur, den sich Rothenpieler ebenfalls auf der „Spitze“ der 5:1 vorstellen kann, ist Ivar Stavast. Der Neuzugang, der zuletzt mit Wadenproblemen zu kämpfen gehabt hatte, stand wie schon am Freitag gegen die Dragons auch am Samstag rund 30 Minuten auf der Platte. Das gleiche gilt für Jan Brosch und Oliver Milde, die wegen Rücken- beziehungsweise Knöchelbeschwerden zwischenzeitlich mit dem Training hatten aussetzen müssen. „Sie haben die Belastung gut verkraftet“, sieht Rothenpieler das Trio auf einem guten Weg zurück zu voller Stärke. Einzig bei Fabian Huesmann, den eine Kapselverletzung am Finger plagt, steht die Rückkehr noch aus.

Dass der ASV sich in Hagen den Turniersieg sicherte, war Rothenpieler trotz des frühen Zeitpunktes in der Saison wichtig gewesen. Schließlich wird sein Team auch im Liga-Alltag nicht oft Außenseiter sein, so wie es Mitte der vergangenen Woche im Test gegen den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf noch der Fall gewesen war. „Da konnten wir anders aufspielen, ohne Druck. Jetzt mussten wir dem Favoriten-Status gerecht werden. Das werden wir in der Liga auch mal haben, dann musst du dagegen halten. Zum Abschluss des Trainingslagers war es zwar klar, dass irgendwann die Frische fehlt, aber das war ein guter Abschluss“, stellte Rothenpieler zufrieden fest.

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