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ASV: Direktes Duell im Aufstiegsrennen mit Verfolger ThSV Eisenach

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Von: Günter Thomas

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Motivator Maxi: Der ASV braucht jede Unterstützung im sich zuspitzenden Aufstiegskampf.
Motivator Maxi: Der ASV braucht jede Unterstützung im sich zuspitzenden Aufstiegskampf. © Reiner Mroß

Vier Begegnungen stehen für den ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga noch auf dem Plan. Das Topspiel gegen den Ligavierten ThSV Eisenach am Samstag (19.15 Uhr/Westpress Arena) könnte für den Tabellenzweiten im Aufstiegskampf vorentscheidend sein.

Hamm – Ließe sich mentale Größe messen, müssten die Spieler des ThSV Eisenach am Samstag wohl mit einem Doppeldecker zum viertletzten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga beim ASV Hamm-Westfalen (19.15 Uhr/Westpress Arena) anreisen. Zwölf Siege aus den vergangenen 14 Spielen – darunter zuletzt sechs in Folge – haben das Team von Trainer Misha Kaufmann bis auf den vierten Tabellenplatz klettern und zur Mannschaft der Rückrunde reifen lassen. Ganze zwei Zähler beträgt der Rückstand der Wartburgstädter auf den Ligazweiten ASV, wenn sie die Arena betreten. Und mit zwei Punkten mehr wollen die Gäste die Halle wieder verlassen. „ThSV Eisenach über Nacht auf Platz zwei“ heißt es gar im Vorbericht auf der Vereins-Homepage – dafür müsste die Mannschaft von Misha Kaufmann beim ASV mit sieben Toren Differenz gewinnen.

Soweit wollen es die Gastgeber nicht kommen lassen – auch wenn ASV-Coach Michael Lerscht im Gegensatz zu den Gästen die hoch spannende Tabellensituation im Vorfeld der Partie ausblenden will. „Heimspiele sind immer besonders“, sagt der Trainer, der versucht, das Adrenalin in der Vorbereitung auf die Topbegegnung des Spieltags bewusst auf niedrigem Level zu halten und die zuletzt eher durchwachsenen Vorstellungen seiner eigenen Mannschaft mit 6:6 Punkten aus den vergangenen sechs Partien und der frisch zu verarbeitenden frustrierenden 29:34-Niederlage in Dessau nicht überbewerten will. „Es geht hier nicht um Selbstvertrauen. Wir sind in der Liga immer noch gut unterwegs. Es gibt ja Gründe, warum wir zum Beispiel in Dessau final verdient verloren haben.“

Für ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers steht dennoch fest, dass „wir sportlich zuletzt große Chancen liegen gelassen haben. Ich hoffe, dass die Jungs eine Reaktion zeigen und sich besser verkaufen.“

Mit einem Sieg ziehen die Gäste nach punkten gleich

Sollte der ASV gegen Eisenach verlieren, haben die Gäste endgültig aus dem Zweikampf um den zweiten Aufstiegsrang mit der HSG Nordhorn-Lingen einen Dreikampf gemacht. Um das zu verhindern, muss ein Hammer Sieg her. Und dafür „wollen wir zunächst einmal gut Handball spielen, emotional die Fans mitnehmen und begeistern“, sagt Lerscht.

Dass ein Erfolg gegen Eisenach im Moment vielleicht die schwierigste Aufgabe in der Liga ist, weiß der Coach. „Das muss man ihnen lassen, dass sie ihr System defensiv und offensiv gut gefunden haben – was Misha Kaufmann da als neuen Input reingebracht hat, hat die Mannschaft gut umgesetzt und verinnerlicht.“

Der Schweizer Kaufmann hat das ThSV-Team am 18. Oktober übernommen, nachdem sein Vorgänger Markus Murfuni freigestellt worden war. 2:10 Punkte hatte Eisenach zum Dienstantritt Kaufmanns auf dem Konto – das Umfeld war damals auf Abstiegskampf vorbereitet.

5:1-Deckung des ThSV stellt Gegner vor Probleme

Vor allem die offensive 5:1-Defensive der Eisenacher stellt ihre Gegner immer wieder vor Probleme. „Dieses System erfordert immer eine etwas andere Vorbereitung“, so Lerscht. „Wir werden sehen, welche Stärken wir einbringen können, um das Spiel erfolgreich zu gestalten.

Dass die Gäste mit Fynn Hangstein den erfolgreichsten Saison-Torschützen der Liga in ihren Reihen haben, ändert zunächst einmal nichts daran, dass sie in erster Linie als starkes Kollektiv zu bekämpfen sind. „Da gilt es keinerlei Sonderbewachung anzustreben“, stellt Lerscht klar. „Er spielt eine gute Saison, hat sicher auch einiges an Fertigkeiten, die ihn dazu befähigen diese Liste anzuführen. Es gilt aber auch zu bedenken, dass 98 Siebenmeter dabei sind – die man natürlich auch erst einmal mit einer bestimmten Quote verwandeln muss.“ Im Hinspiel traf Hangstein nur viermal – der ThSV gewann dennoch mit 27:25.

Personell bewegt sich im Laget der Hammer aktuell nichts. Lerscht: „Ich denke, dass der Kader unverändert bleibt zu dem in Dessau.“

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