Handball

Was der ASV-Derby-Sieg für die Tabelle bedeutet

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Erleichterung pur: Markus Fuchs lässt seinem Jubel nach dem Sieg in Emsdetten freien Lauf.

Der Derby-Sieg des ASV Hamm-Westfalen beim TV Emsdetten fiel knapp aus. Der Rückstand auf die Aufstiegsränge beträgt fünf Punkte. Damit möchten sich die Verantwortlichen aber noch nicht beschäftigen.

Hamm - Daniel Kubes, Trainer des Handball-Zweitligisten TV Emsdetten, ist nicht gerade verdächtig dafür, sich bei Pressekonferenzen mit großen Reden aufzuhalten. Entsprechend machte der Coach auch nach der für sein Team unglücklichen 31:32-Niederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen keine Ausnahme. 

Ein unverfänglicher Satz zum Spiel, ein Lob an seine Mannschaft – mehr war dem Tschechen nicht zu entlocken. Und auf die Nachfrage, ob er schon einmal in seiner Karriere so sehr vom Verletzungspech verfolgt worden sei, reagierte er äußerst unwirsch. „Darüber nachzudenken spielt keine Rolle – das bringt nix“, fauchte er zurück. Ende der Diskussion.

Seinen Hammer Kollegen interessierte die personelle Situation des TVE ebenfalls herzlich wenig. Zumal er sie für die Vorbereitung auf die Partie eher als hinderlich empfand. „Es war schwer für uns, das aus den Köpfen zu kriegen“, sagte Kay Rothenpieler mit Blick auf den TVE, bei dem während der Partie nur zwei Wechselspieler auf der Bank saßen. „Und manchmal ist es leichter, wenn du nur sieben Leute hast, die durchspielen. Auf Dauer wird es sicherlich schwierig. Aber jeder kann in so einem Spiel über sich hinauswachsen, das war bei Emsdetten so.“

Bozovic nicht unter Kontrolle

Vor allem mit dem Rückraumrechten Janko Bozovic hatten die Gäste in der Abwehr ihre Mühe, bekamen den elfmaligen Torschützen erst in den Griff, als sie aggressiver aus der Abwehr herausrückten – und ihm zunehmend die Luft ausging. Insgesamt passte es in der ASV-Abwehr nicht so gut wie gewohnt – über 30 Gegentore kassierte der ASV bisher in der laufenden Saison nur bei seinen Niederlagen in Ferndorf (31:26) und Hamburg (32:22).

„Die Abwehr stand nicht gut, und wir hatten nicht die Torhüterleistung, die man braucht“, stellte Rothenpieler fest. „Heute hat es die Mannschaft herausgerissen, und nächstes Mal müssen uns die Torhüter wieder helfen.“

Dann geht es für die Mannschaft gegen den aktuellen Spitzenreiter, HSC Coburg 2000, der sich an vergangenen Spieltag im Topspiel der 2. Liga mit 24:21 gegen Verfolger TuS Ferndorf durchgesetzt hat und dabei gut erholt von der 26:31-Niederlage in Balingen-Weilsteten zeigte. Am Freitag drauf geht es für den ASV zum nächsten Spitzenteam nach Essen, ehe sich der VfL Lübeck-Schwartau zum Abschluss der Hinrunde in Hamm vorstellt (21. Dezember). 

„Daher brauchen wir vorerst keinen Blick auf die Tabelle zu werfen“, versichert der Rückraumrechte Stefan Lex. „Wir schauen nur auf uns. Dann sehen wir Weihnachten, was dabei heraus gekommen ist.“

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