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ASV auch in Leipzig chancenlos - Partie bereits zur Pause entschieden

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Von: Rainer Gudra

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Benjamin Meschke muss weiter verletzt zuschauen, war aber als Zuschauer in Leipzig dabei, wo er von 2015 bis 2018 spielte.
Benjamin Meschke muss weiter verletzt zuschauen, war aber als Zuschauer in Leipzig dabei, wo er von 2015 bis 2018 spielte. © Gudra

Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen bleibt in der Handball-Bundesliga ein gerne gesehener Gast. Auch beim SC DHfK Leipzig verlor das Team von Michael Lerscht am Sonntagabend sehr deutlich mit 23:33 (11:18).

Leipzig – Die Chance war ja da, den letzten Tabellenplatz verlassen zu können – zumindest in der Theorie, denn am Nachmittag hatte GWD Minden sein Heimspiel gegen Wetzlar mit 26:29 verloren. Ein Punkt in der Arena am Sportforum, und der ASV hätte die Rote Laterne nach Ostwestfalen weitergereicht. Doch in der Praxis sah das wieder einmal anders aus. Schon zur Pause war die Partie vor 3556 Zuschauern entschieden. Die Leipziger brachten im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Rúnar Sigtryggson den zweiten Sieg in Folge sicher über die Zeit und bewegen sich so langsam jenen Bereichen entgegen, die Leistungsvermögen und Etat der Sachsen entsprechen.

Wie schon in den vergangenen Spielen genügte bei den Gästen die Angriffsleistung nicht den Bundesliga-Ansprüchen. Zu viele Fehler und Fehlversuche bei freien Bällen prägten die Leistung bereits in den ersten 30 Minuten. Zwar ging der ASV nach 37 Sekunden durch Tim Wieling in Führung, doch ein Wechselfehler von Jan von Boenigk drei Sekunden später kostete einen guten Einstieg. Die Leipziger nutzten die Zeitstrafe, um in Führung zu gehen. Wenig später hieß es bereits 4:1.

Immerhin hielt der ASV bis zur 20. Minute und dem Tor von Wieling zum 11:9 den Anschluss, traf danach aber bis zum 15:10 knapp fünf Minuten nicht mehr. Und als Rémi Leventoux, von Boenigk und Marian Orlowski bei freier Wurfbahn patzten, während auf der Gegenseite Marino Maric, Matej Klima und Patrick Wiesmach Larsen trafen, war beim 17:10 der Sieben-Tore-Vorsprung herausgeworfen, den die Leipziger mit in die Halbzeitpause nahmen (18:11).

Nach dem Seitenwechsel war der ASV nicht mehr in der Lage, den Rückstand entscheidend zu verringern. Im Gegenteil. Nach einem Doppelschlag durch Lucas Krzikalla und Matej Klima führten die Gastgeber in der 40. Minute sogar mit acht Toren (24:16), knapp vier Minuten später sorgte Tim Matthes nach einem Gegenstoß für das 27:17.

Hoffnungsschimmer für den ASV mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen den Bergischen HC: Ab Mitte der zweiten Halbzeit gab Abwehrchef Markus Fuchs sein Comeback nach Verletzungspause im Mittelblock neben Stefan Bauer.

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