Maurice Michler muss weiter auf ein Urteil warten

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SKG-Torwart Maurice Michler.

Hamm - Die Anhörung ist erfolgt – einen Schritt weiter sind aber weder Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen noch Maurice Michler.

Der Torwart, der im Mai nach dem ersten Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft bei einer Dopingprobe positiv getestet, der von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) darüber informiert worden war und dem eine Sperre zwischen einem und vier Jahren droht, hat in Düsseldorf beim Deutschen Sportschiedsgericht vorgesprochen.

Das dreiköpfige Gremium traf im Rahmen der Anhörung keine Entscheidungen, teilte Michler, so SKG-Vorsitzender Michael Brandt, auch nicht mit, welche Substanzen, die auf der Dopingliste stehen, in der positiven Probe nachgewiesen worden waren.

Der Schlussmann wisse mittlerweile nur, dass es zwei waren. Er selbst musste – nachdem er bereits einen Fragebogen ausgefüllt hatte – nun lediglich nochmal persönlich mitteilen, ob er eine Erklärung dafür habe, wie die Substanzen in seinen Körper gelangt sind.

Michler hatte nach Bekanntwerden des Befunds die positive Probe auf die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln gegen seine permanenten Rücken-, Schulter- und Kniebeschwerden zurückgeführt. Er hatte es aber versäumt, die Einnahme der Medikamente zuvor anzugeben.

Derzeit und künftig möchte sich der Torwart zum gesamten Sachverhalt nicht mehr öffentlich äußern.

„Mitte Dezember soll das Urteil in schriftlicher Form vorliegen“, erklärt Brandt. Erst dann habe Michler die Möglichkeit, die Sperre, auf die seine derzeitige „Pause“ angerechnet werden wird, zu akzeptieren oder Einspruch einzulegen.

Von einem Jahr Sperre „müssen wir sowieso ausgehen“, so Brandt. Ansonsten allerdings „sind wir leider nicht weitergekommen. Wir müssen uns alle gedulden. Uns sind noch die Hände gebunden.“

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