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Andre Budde verlässt den SVE und schließt sich einem neuen Verein an

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Von: Patrick Droste

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Andre Budde verlässt den SVE und schließt sich dem A-Kreisligisten SVF Herringen an
Andre Budde (rechts) verlässt den SVE und schließt sich dem A-Kreisligisten SVF Herringen an. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Die Karriere mit 45 Jahren langsam mal beenden? Oder bei den Alten Herren noch ein bisschen gemütlich kicken? Oder beim Bezirksligisten meist auf der Bank sitzen und untätig das Treiben der Teamkollegen verfolgen? Nein. Das alles ist nicht das Ding von Andre Budde.

Hamm – Der Angreifer will spielen, möglichst oft auf dem Platz stehen, Tore schießen – und daher wird er im kommenden Jahr einmal mehr für einen neuen Verein auflaufen: Budde wechselt vom SVE Heessen zum SVF Herringen, Tabellendritter der Fußball-Kreisliga A. „Ich hatte eigentlich nicht mehr gedacht, dass ich noch mal zu einem anderen Klub gehen werde. Ich wollte eigentlich bis zum Sommer bleiben. Aber ich spiele nun mal immer noch gerne Fußball und will zocken“, sagt er und hofft, dass er für das Team von Trainer Sven Pahnreck in der Rückrunde noch einige Tore erzielen kann.

Sein neuer Coach freut sich jedenfalls schon auf den ungemein ehrgeizigen Routinier. „Trotz seines mittleren Alters ist Andre ja immer noch topfit. Er weiß, wo das Tor steht und soll uns noch ein paar Treffer schenken“, erklärt der Herringer Trainer, der mit dem Stürmer erst einmal bis zum Saisonende plant. „Dann werden wir uns zusammen setzen und schauen, wohin die Reise gehen wird.“

Vom SVE Heessen bekommt Budde, der vor zwei Jahren vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen ins Marienstadion gewechselt war, keine Steine in den Weg gelegt. „Andre hat bei uns nicht die Einsatzzeiten bekommen, die er sich erhofft hat. Daher hat er uns gefragt, ob er uns verlassen und woanders spielen kann. Und dem haben wir zugestimmt“, sagt Jens Heusener, der Sportliche Leiter des SVE, der großes Verständnis für den Wechselwunsch von Budde hat. „Wir wissen ja alle, wie gern er spielt. Und dann tut es mir schon weh, wenn ich sehe, dass er dies bei uns nicht kann. Er hat sich bei uns nichts zu Schulden kommen lassen. Daher drücken wir ihm alle die Daumen, dass er in Herringen mehr Einsatzzeiten erhält.“

Budde selbst rechnet nicht damit, dass er in jeder Partie von Beginn an aufläuft, geht aber davon aus, dass er letztlich mehr Minuten auf dem Platz stehen wird als in Heessen. Wobei in den vergangenen zwei Jahren, seitdem er für den SVE aufläuft, auch die Corona-Pandemie zahlreiche Partien hat ausfallen lassen. „Das waren wegen Corona leider nicht viele Spiele“, sagt Budde. „Aber wir haben zuletzt mit zehn oder elf Mann auf der Bank gesessen. Und wenn die Verletzten zurückkommen, sind meine Chancen ja noch geringer.“

Groll hegt er aber trotzdem nicht, will die zwei Jahre im Marienstadion keineswegs missen. „Die Leute drumherum und die Mannschaft haben mich super aufgenommen. Auch mit Trainer Rouven Meschede ist alles fein. Und wenn andere besser sind, dann ist das auch okay. Aber ich habe einfach zu wenig gespielt. Ich weiß selbst, wie alt ich bin. Ich weiß allerdings auch, was ich noch kann“, betont er.

An der Schachtstraße trifft er zudem auf einige alte Bekannte. So sieht er mit Nico Holstein, Eduard Lorengel, Jan-Philipp Faros, Dennis Steinke und Justin Sporkert fünf Akteure wieder, mit denen er schon zusammen in Wiescherhöfen gespielt hat. „Eine gute Kameradschaft ist mir wichtig. Ich denke, wir werden da schon ein paar coole Partys in der Kabine feiern“, meint Budde, der aber nicht nur Partys machen will, sondern auch noch sportlich erfolgreich sein möchte. Daher will er vor dem Start des Trainings beim SVF auch wieder laufen gehen, um sich zu Beginn der Vorbereitung gleich möglichst fit bei seinem neuen Verein zu präsentieren. „Fußballerisch und konditionell schaffe ich das schon, um der Mannschaft mit ein paar Törchen zu helfen. Ich weiß nicht, ob wir den VfL Kamen noch einholen können. Aber ärgern wollen wir den Spitzenreiter zumindest ein bisschen.“ Und da will er mit seinen Toren einen Teil zu beitragen.

Letztlich verrät er sogar noch, dass er sich insgeheim doch schon mal mit dem Gedanken beschäftigt hat, nur noch bei den Alten Herren zu kicken. „Der Platz des Hammer SC ist ja direkt bei mir um die Ecke, da kann ich mit dem Fahrrad hinfahren“, sagt er, ehe er schnell hinzufügt: „Aber erst einmal kicke ich jetzt ein halbes Jahr in Herringen. Und dann warten wir mal ab, was Sven Pahnreck sagt.“

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