Nachgefragt

Andre Budde nach Debüt für SVE Heessen: "Wenn du elf Superstars hast, steigst du niemals auf"

+
Hat das Trikot inzwischen gewechselt und läuft in der Rückrunde für den SVE Heessen auf: Andre Budde.

Erst in der Winterpause wechselte Andre Budde den Verein. Der Torjäger kehrte dem Landesligisten TuS Wiescherhöfen den Rücken, um sich dem SVE Heessen anzuschließen. Beim Spitzenreiter der Kreisliga A soll es nun mit dem Aufstieg klappen. 

Herr Budde, am Sonntag haben Sie in Ihrem ersten Einsatz in einem Meisterschaftsspiel für den SVE Heessen gleich einen Treffer erzielt. Was haben Sie mit Ihrem neuen Verein in der Rückrunde noch vor?

Das Ziel ist definitiv der Aufstieg in die Bezirksliga. Wir haben eine qualitativ starke Mannschaft mit einem super Trainerteam. Dass die meisten Jungs schon höher gespielt haben, heißt für mich nichts. Wenn du elf Superstars hast und jeder das macht, was er will, steigst du niemals auf. Der Zusammenhalt sowie die Kameradschaft sind das A und O im Fußball. Und genau diese Tugenden sehe ich in unserer Truppe, sodass wir unseren Traum verwirklichen werden.

Mit 44 Jahren haben Sie in der Winterpause noch einmal den Verein gewechselt, sind vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen zum Kreisliga-A-Spitzenreiter nach Heessen gekommen. Wie lange soll es für Sie noch im Seniorenfußball weitergehen?

Ich warte erstmal ab, was meine Knochen nach der Saison sagen. Anschließend werde ich mich dann mit den den Verantwortlichen beim SVE zusammensetzen und eine optimale Lösung besprechen. Zur Not verabschiede ich mich im Aufstiegsspiel auf neutralem Rasenplatz in Wiescherhöfen mit dem entscheidenden Treffer zum Aufstieg in die Bezirksliga.

Verraten Sie uns Ihr Geheimnis, wie Sie in Ihrem Alter, wo manch anderer schon seine Alte-HerrenZeit beendet hat, immer noch so fit sind.

Es stimmt, dass man davon ausgehen kann, in dem Alter alles etwas ruhiger angehen zu lassen. Aber ich fühle mich noch fit für den Seniorenbereich. Ich bereite mich auf jede Saison professionell vor. Dazu gehört, dass ich zwei Wochen vor Vorbereitungsbeginn mit langsamen Läufen starte, um anschließend die Kilometeranzahl sowie das Tempo zu steigern. Ohne diese Arbeit wäre ich jeden Sonntag nach 30 Minuten platt. Außerdem gehe ich samstags nicht zum Feiern raus. Da gibt es nur wenige Ausnahmen bei Hochzeiten oder runden Geburtstagen. Seitdem meine Mutter 2009 gestorben ist, gucke ich jeden Samstag Abend in den Himmel und bete dafür, dass ich den Platz gesund verlasse, wir gewinnen und ich ein Tor schießen darf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare