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Bundesliga-Spitzenspiel gefährdet

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Von: Peter Schwennecker

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Herringens Nationaltorhüter Timo Tegethoff kehrte krank von der Weltmeisterschaft aus Argentinien zurück.
Herringens Nationaltorhüter Timo Tegethoff kehrte krank von der Weltmeisterschaft aus Argentinien zurück. © mross

Ob Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen am Samstag zum Spitzenspiel beim RSC Cronenberg antreten kann hängt in erster Linie davon ab, ob Torhüter Timo Tegethoff rechtzeitig fit wird.

Hamm – Die Rollhockey-Weltmeisterschaft in Argentinien hat Spuren hinterlassen. Vor allem bei den drei Spielern des Bundesligisten SK Germania Herringen. Torhüter Timo Tegethoff, Christoph Rindfleisch und Lucas Karschau, die mit der deutschen Nationalmannschaft Rang acht belegten und damit die Rückkehr in die A-Gruppe feierten, kehrten angeschlagen aus San Juan zurück. Damit ist jetzt sogar die Austragung des Spitzenspiels am Samstag (15.30 Uhr) in der Wuppertaler Alfred-Henckels-Halle zwischen dem RSC Cronenberg und dem Meister aus Herringen zumindest gefährdet.

Bei Tegethoff und Rindfleisch war zunächst eine Corona-Infektion befürchtet worden, doch das bestätigte sich jetzt nach weiteren Tests zum Glück nicht. Beide haben einen grippalen Infekt. „Christoph liegt ganz flach. Er wird uns am Wochenende definitiv nicht zur Verfügung stehen“, erklärt SKG-Vorsitzender Michael Brandt. Der bangt vor allem um Tegethoff, der ebenfalls stark erkältet ist. „Alles hängt von Timo Tegethoff ab. Wenn er nicht auflaufen kann, dann sind wir nicht spielfähig.“ Die Spielordnung schreibt vor, dass immer zwei Torhüter zur Verfügung stehen müssen. Und weil sich Michael Schartner schon vor Wochen einen Bandscheibenvorfall zugezogen hat und nicht einsatzfähig ist, wäre ansonsten nur Nachwuchsmann Sercan Polat einsatzbereit.

Zudem ist auch noch Lucas Karschau verletzt. Der rutschte im WM-Spiel gegen Spanien nach einem Check über die Bande, zog sich dabei schwere Prellungen am Arm und am Oberschenkel zu. „Lucas ist ein Stehaufmännchen“, meint Brandt. „Er will auf die Zähne beißen und dabei sein.“

Terminplan ist dicht gedrängt

Wie Brandt versichert, wollen die Herringer, wenn es eben geht, auf jeden Fall spielen. Zumal die Partie in Cronenberg bereits ein Nachholspiel ist und ein weiterer Ausweichtermin angesichts des dicht gedrängten Terminplans mit den Europapokalspielen nur schwer zu finden sein wird. „Tegethoff geht es schon etwas besser. Doch ob er mit nach Wuppertal fahren kann, wird sich endgültig erst am Freitagmorgen entscheiden“, sagt der Herringer Vorsitzende.

Spielertrainer Stefan Gürtler ist zudem erleichtert darüber, dass Kevin Karschau zurück in den Kader gekehrt ist. Der Routinier hat in dieser Saison noch kein Bundesligaspiel bestritten, weil er sich aus privaten Gründen eine persönliche Auszeit genommen hatte. „Jetzt will er aber wieder angreifen. Kevin hat zuletzt die WM-Pause mit intensivem Training dazu genutzt, die körperliche Fitness wieder auf Stand zu bringen“, freut sich Brandt über die Verstärkung.

Für den SK Germania wird diese Spitzenbegegnung des Rollhockey-Oberhauses in Wuppertal richtungweisend sein. Gastgeber Cronenberg ist als einzige Mannschaft noch ungeschlagen und liegt mit derzeit acht Punkten und einem Spiel wenigen nur einen Zähler hinter Spitzenreiter IGR Remscheid auf Platz zwei. Die Herringer haben als Vierter nach drei Partien sechs Punkte auf dem Konto. Verlieren ist also verboten, ansonsten würde schon frühzeitig der Kontakt zu den Spitzenmannschaften abreißen.

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