Kanu-Slalom

Der Frust bei Stefan Hengst wird immer größer

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Stefan Hengst trainiert täglich im Wildwasserkanal von Augsburg.

Nur Training, keine Wettkämpfe. Und jetzt wurde auch noch die Weltmeisterschaft im Boater Cross abgesagt, wo Hamms Sportler des Jahres 2019 seinen Titel verteidiger wollte. Für Stefan Hengst vom Kanu-Ring Hamm wird der Frust immer größer.

Hamm - Die Nachricht traf ihn nicht unvorbereitet, löste aber einmal mehr großen Frust aus. Das für den 16. bis 18. Oktober geplante Weltcupfinale im Kanu-Slalom in Markkleeberg in Leipzig wurde inzwischen abgesagt. In dessen Rahmen sollte auch die Weltmeisterschaft im Boater Cross stattfinden, jener Kanu-Extrem-Sportart, in der der Heessener Stefan Hengst, Hamms Sportler des Jahres 2019, seinen Titel verteidigen wollte.

Täglich in Augsburg im Wasser

„Es wäre schön, wenn in diesem Jahr überhaupt noch etwas stattfinden würde. Wofür trainiert man denn so intensiv“, ärgert sich Hengst, der täglich im Bundesleistungszentrum in Augsburg im Wasser ist. Die Hoffnung hat er jedenfalls noch nicht aufgegeben. „Ansonsten hätte ich schon längst das Training eingestellt.“ Angesichts seiner aktuellen Verfassung sieht sich der Slalom-Fahrer des Kanu-Rings derzeit bei etwa 75 Prozent des möglichen Leistungsniveaus. „Ich wäre innerhalb von vier bis sechs Wochen dazu in der Lage, wieder in Wettkampfform zu kommen“, erklärt der 26-Jährige. „Zumal man inzwischen ja auch wieder Krafttraining im Fitnessstudio betreiben kann.“

Keine Weltcuppunkte vergeben

Der Kanu-Weltverband ICF hat derweil beschlossen, in diesem Jahr keine Weltcuppunkte mehr zu vergeben. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind die Einreisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie für Nichteuropäer. Dennoch prüft der ICF momentan die Möglichkeiten, noch einen großen Wettbewerb im franzöischen Pau oder im slowenischen Tacen auszutragen. Der Deutsche Kanu-Verband will seine Kader-Athleten, wenn möglich, zu einem Rennen nach Markkleeberg einladen. Vor den Toren Leipzig könnten vom 18. bis 20. September die Tickets für die in Prag geplanten Europameisterschaften im Kanu-Slalom vergeben werden. Die EM wurde bisher noch nicht abgesagt. Was an den Nerven der Spitzensportler zerrt. „Es fällt zwar schwer, doch mit der Ungewissheit müssen wir in diesen Zeiten einfach leben“, meint Hengst. So wartet der Hammer weiter ab, ob in diesem Jahr überhaupt noch etwas passieren wird.

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