Ahlens Trainer Antwerpen im Interview

Vor Topspiel: "Ball liegt bei Westfalia Rhynern!"

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Zwei Trainer, die sich schätzen: Ahlens Marco Antwerpen (links) und Björn Mehnert vom SV Westfalia Rhynern.

HAMM - Aus dem Nachholspiel wird am Mittwochabend (19.30 Uhr) am Papenloh eine Spitzenpartie. Denn dann trifft der SV Westfalia Rhynern als Tabellendritter der Fußball-Oberliga auf Klassenprimus RW Ahlen. Mit welchen Erwartungen die Gäste anreisen und warum er seinen Gegenüber Björn Mehnert ungemein schätzt, verriet RWA-Coach Marco Antwerpen in einem Interview mit Patrick Droste

Herr Antwerpen, hätten Sie vor Saisonbeginn gedacht, dass diese Partie ein Spitzenspiel sein wird?

Antwerpen: Wir wussten, dass wir eine gute Mannschaft haben. Aber dass es mal ein Topspiel sein wird, wenn wir in Rhynern antreten, das war nicht zu erwarten.

Warum läuft es bei Ihrer Mannschaft in dieser Spielzeit so gut? 

Antwerpen: Rhynern hat schon vor ein paar Jahren angefangen, eine charakterstarke und gefestigte Einheit zusammenzustellen, wo sich die Spieler mit dem Verein identifizieren. Das haben wir jetzt ganz gut hinbekommen. Wobei natürlich auch eine gewisse Qualität dazu gehört.

Dennoch hatten Sie und Ihre Mitstreiter vor der Saison keine Mannschaft zusammengestellt, die unbedingt aufsteigen muss. Sind Sie überrascht vom Erfolg Ihres Teams?

Antwerpen: Von unserem Etat her können wir so etwas gar nicht planen. Allerdings hatten wir uns schon erhofft, dass wir gute Jungs geholt haben und dass wir eine starke Mannschaft haben.

Ihr Team hat im Wersestadion erst ein Spiel verloren. Tut Ihrer Mannschaft die für die Liga starke Fanunterstützung so gut?

Antwerpen: Es macht einfach Spaß, vor diesen Anhängern zu spielen. Das ist eine echt gute Fankultur. Zuhause, aber auch auswärts bekommen wir die volle Unterstützung. Das ist richtig überragend.

Aber die RWA-Fans sorgen auch immer wieder mal für Ärger. So wie zum Beispiel am Sonntag nach dem Heimspiel gegen Herne, wo am Ahlener Bahnhof Polizisten mit Steinen beworfen worden sind. Haben Sie Sorge, dass es auch am Papenloh ungemütlich werden kann?

Antwerpen: Das kann ich mir nicht vorstellen. Wir hoffen, dass uns viele Fans begleiten werden und dass die aus einem Auswärts- ein Heimspiel für uns machen.

Am Sonntag hat sich Ihr Team beim 1:1 gegen Herne schwer getan, erst in der Nachspielzeit per Elfmeter den Ausgleich erzielt. Was war da los?

Antwerpen: Spielerisch war das nicht gut von uns. Aber die Jungs haben bis zum Schluss alles rausgehauen. Das Spiel hat gezeigt, dass sich kein Gegner zu sicher sein darf, gegen uns mit dem Ergebnis durch zu sein, ehe die Partie abgepfiffen ist.

Was für ein Spiel erwarten Sie am Mittwoch?

Antwerpen: Wir sind als Erster mit fünf Punkten Vorsprung nicht in der Position, dass wir von Anfang an Gas geben müssen. Da liegt der Ball ganz eindeutig bei Rhynern. Allerdings ist die Westfalia eine Mannschaft, die in der Defensive sehr kompakt ist und nicht allzu viel riskiert. Wenn das Team aber einmal führt, dann können die Jungs mit ihrem Konterspiel einen Gegner richtig zerlegen. Wir werden daher aufpassen, dass wir in der Anfangsphase keinen Gegentreffer kassieren. Es ist also gut möglich, dass es ein taktisch geprägtes Spiel wird.

Mit einem Sieg könnte Ihre Mannschaft Rhynern in der Tabelle deutlich distanzieren und für eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen sorgen. Ein Anreiz?

Antwerpen: Über eine Vorentscheidung müssen wir nicht reden. Es sind für beide Teams anschließend noch elf weitere Spiele zu absolvieren, da können noch viele Punkte vergeben werden.

Mit Björn Mehnert kommen Sie bestens aus. Was schätzen Sie an ihm?

Antwerpen: Er ist geradlinig und ehrgeizig. Und er kann gut mit Menschen umgehen. Wir verstehen uns einfach gut. Wir haben bei Preußen Münster zusammen gespielt und gemeinsam die Trainer-B-Lizenz gemacht. Mehne liefert in Rhynern starke Arbeit ab. Er hätte es verdient, auch mal eine Etage höher zu arbeiten und sich da zu beweisen.

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