Aus HSG Ahlen-Hamm wird ASV Hamm-Westfalen

HAMM - Das Modell ist gescheitert, die Ehe geschieden. Nach nur einem gemeinsamen Jahr in der Handball-Bundesliga gehen der ASV Hamm und die Ahlener SG wieder ihre eigenen Wege. Doch zumindest wollen sie im Jugendbereich weiter zusammenarbeiten.

Das gaben die Vertreter beider Klubs gestern in Form einer Presseerklärung bekannt. „Ich bin froh darüber, dass die Entscheidung im beiderseitigen Einvernehmen gefallen ist“, zeigte sich Geschäftsführer Franz Dressel erleichtert. „Gut ist, dass die Sache jetzt endgültig vom Tisch ist. Die Trennung hatte sich in den vergangenen Wochen doch schon abgezeichnet.“

So startet die Bundesliga-Mannschaft, deren wirtschaftlicher Träger bereits zuvor die ASV Handball Marketing GmbH war, unter dem Namen ASV Hamm-Westfalen. Nach dem Abstieg aus der Handball-Bundesliga tritt die Mannschaft mit Spielertrainer Maik Machulla unter dieser Bezeichnung in der eingleisigen 2. Bundesliga an. „Wir haben diese Änderung der HBL bereits mitgeteilt“, bestätigte Dressel, der damit vor allem dem Wunsch der Sponsoren entsprach. „Da der Großteil der Geldgeber und auch der neue Hauptsponsor aus der Stadt Hamm kommen, war das für uns nur der logische Schritt“, sagte Dressel. Und weiter: „Mit dieser Namensgebung besinnen wir uns auf unsere Wurzeln des ASV Hamm, die uns von der Oberliga bis in die höchste Spielklasse geführt haben. Westfalen im Namen soll verdeutlichen, dass wir nicht nur in Hamm Handball zeigen wollen, sondern auch über den Tellerrand hinaus schauen.“

Was in dieser Hinsicht möglich ist, wurde beim Spiel der HSG in der Dortmunder Westfalenhalle gegen den HSV Hamburg deutlich, als 11 000 westfälische Handball-Fans die Arena füllten. Laut Dressel sei das Produkt ASV, das in den vergangenen zehn Jahren sehr erfolgreich war, einfacher zur vermarkten. „Es war in der vergangenen Saison unheimlich schwer, mit dem Namen HSG Ahlen-Hamm zu werben. Da konnte doch in der gesamten deutschen Handball-Szene keiner etwas mit anfangen.“

Die ehemaligen Youngsters, deren Lizenzträger weiterhin die Ahlener SG ist, gehen in Zukunft unter dem Namen Ahlener SG in der 3. Liga an den Start. Im Bereich der Jugend arbeiten beide Seiten weiterhin zusammen. So erhält Sebastian Paul, Spieler des Zweitligakaders, ein Zweitspielrecht für die Mannschaft in der 3. Liga. Torwart Torsten Friedrich bleibt zudem Jugendkoordinator im Handball-Leistungs-Zentrum Ahlen und trainiert auch weiterhin eine Jugendmannschaft, ebenso wie Jiri Hynek. Friedrich wird damit als Bindeglied beider Institutionen fungieren. Auch Manager Kay Rothenpieler macht sich für die Verbindung mit der Jugend stark: „Die Jugendförderung ist uns nach wie vor sehr wichtig. Wir werden weiterhin das Leistungszentrum in Ahlen strukturell unterstützen.“ Die Nachwuchsteams des Leistungszentrums sollen wieder unter der Bezeichnung HSG Ahlen-Hamm starten. Schriftlich besiegelt wurde diese Zusammenarbeit bisher allerdings noch nicht. „Einen Vertrag werden wir in dieser Hinsicht sicherlich nicht schließen“, sagt Franz Dressel. „Aber wir werden zumindest eine Absichtserklärung erstellen. Ich möchte schon die Sicherheit haben, auf einen erfolgreichen Jugendspieler zurückgreifen zu können.“ - P. Sch.

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