Handball

Ahlen gegen Hamm: Elektrisierendes Handball-Derby

Moritz Eigenbrodt tritt mit dem ASV II zum Derby in der 3. Liga bei der Ahlener SG an.
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Moritz Eigenbrodt.

Über mangelnde Motivation auf dem Spielfeld braucht sich Dirk Schmidtmeier vor dem Spiel des ASV Hamm-Westfalen II in der 3. Handball-Bundesliga am Samstag bei der Ahlener SG (18.30 Uhr/Friedrich-Ebert-Halle) nun wirklich keine Sorgen zu machen. Ahlen gegen Hamm elektrisiert die Gemüter in der Region – beim einzig wahren Derby im heimischen Bundesliga-Handball ist ein volles Haus garantiert, und die Emotionen spielen immer eine besondere Rolle.

Hamm – Über mangelnde Motivation auf dem Spielfeld braucht sich Dirk Schmidtmeier vor dem Spiel des ASV Hamm-Westfalen II in der 3. Handball-Bundesliga am Samstag bei der Ahlener SG (18.30 Uhr/Friedrich-Ebert-Halle) nun wirklich keine Sorgen zu machen. Ahlen gegen Hamm elektrisiert die Gemüter in der Region – beim einzig wahren Derby im heimischen Bundesliga-Handball ist ein volles Haus garantiert, und die Emotionen spielen immer eine besondere Rolle. Das gilt ganz besonders für den ASV-Trainer. „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, das wäre ein normales Spiel für mich“, sagt Dirk Schmidtmeier. „Ich muss es aber so empfinden, denn es geht um zwei wichtige Punkte. Und immer, wenn ich bisher gesagt habe, ein Spiel ist wichtig für mich, habe ich es verloren.“

Niemand, der am Samstag in der Halle sein wird, hat diese Derbys zwischen Ahlen und Hamm intensiver erlebt als der Hammer Trainer. 17 und ein halbes Jahr hat der 49-Jährige das Trikot der Ahlener getragen, ist mit der Mannschaft als Kapitän und Mittelmann von der Oberliga bis in die 2. Bundesliga aufgestiegen und hat 2006 mit dem Team sogar an die Tür zur 1. Liga angeklopft. Und auf der anderen Seite hat er seine ersten Handballschritte gemacht, wurde mit dem ASV 1989 Deutscher Meister der B-Jugend. „Ich werde viele alte Gesichter wiedersehen und freue mich drauf“, betont er, will sich aber vor allem auf die sportlichen Aspekte konzentrieren. „Ich kann 16 Trikots in die Luft werfen, und wer eins fängt, wird spielen“, sagt der Coach, der augenzwinkernd ergänzt, dass „ich selbst auch gerne eins fangen würde.“

Mit Moussa und Kooij im Kader

Seine angestammte Trikotnummer sechs, die ihn durch seine Karriere hindurch begleitet hat, trägt beim ASV II allerdings Moritz Eigenbrodt, der wie die anderen des Hammer Kaders fit und heiß auf die Partie ist. Auch Noah Moussa und Lars Kooij werden mit nach Ahlen fahren, obwohl auch die erste Mannschaft am Samstag ihre Partie gegen die HSG Nordhorn-Lingen austrägt. „Aber da sind alle fit, und die brauchen sich da ja nicht auf der Bank warm zu sitzen.“

Verzichten muss Schmidtmeier auf Linkshänder Tobias Filthaut, der weiter über Ellbogenprobleme klagt. Kreisläufer Max Zyska wird dagegen nach seiner Verletzungspause wieder auf der Bank Platz nehmen.

Dass beide Mannschaften mit 6:2 Punkten sehr gut in die Saison gestartet sind, macht die Partie noch ein Stück interessanter, denn der Sieger würde sich in der Spitzengruppe erst einmal festsetzen,. „Bisher haben wir die Spiele gewonnen, aus denen wir die Punkte einkalkuliert haben“, relativiert Schmidtmeier. „In Ahlen wird es ein 50:50-Spiel, bei dem die Tagesform entscheidet, auch wenn Ahlen für mich Favorit ist, weil sie zuhause spielen und die Halle voll wird. Wenn die in den Flow kommen, kann man schon getragen werden – das kenne ich aus eigener Erfahrung.“ Daher fordert er von seiner Mannschaft ein, „kompromisslos und hart zu decken. Wir müssen abgewichst auftreten.“

Ahlens Trainer Frederik Neuhaus verfügt über einen guten Kader, der mit den Ex-ASVern David Spiekermann (Schmidtmeier: „Den hätte ich auch gerne behalten,“) und David Wiencek („Der Dreh- und Angelpunkt.“) zwei starke Säulen besitzt.

Dass die Gastgeber sich auf die Fahne schreiben, eines der jüngsten Teams der Liga zu stellen, hält Schmidtmeier dagegen für einen schlechten Witz. „Das ist keine junge Mannschaft“, sagt er. „Die haben – wie wir auch – vier oder fünf Spieler, die 18 oder 19 Jahre alt sind. Aber die spielen im Gegensatz zu unseren Jungen doch sowieso nicht.“

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