Fußball-Bezirksliga

Ärger um Rote Karte: Punktabzug für die Hammer SpVg II

Robin GroschHSV-U21
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Robin Grosch kündigt einen Einspruch an.

Der Reserve des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg sind in der Bezirksliga (7) die drei Punkte aus dem Auftaktspiel der Saison 21/22 gegen BW Sünninghausen aberkannt worden.

Hamm - Der 2:1-Erfolg wurde vom Bezirkssportgericht jetzt in eine 0:2-Niederlage umgewandelt und von Staffelleiter Herbert Nüsken im Portal fussball.de bereits berücksichtigt.

Das letzte Wort über die Wertung ist nicht gesprochen: „Wir gehen auf jeden Fall gegen den Punktabzug vor und werden Einspruch dagegen einlegen“, sagt Robin Grosch, Trainer des HSV II, dessen Verein zu einer Stellungnahme aufgefordert wird. In zweiter Instanz würde vor dem Verbandssportgericht verhandelt.

Dabei geht es um die Spielberechtigung von Florian Schlottmann. Dieser habe im letzten Test vor dem Saisonstart gegen die SpVg Beckum II nach Meinung der Sünninghausener die Rote Karte gesehen und sei deshalb gegen ihr Team nicht spielberechtigt gewesen. Dem widerspricht Grosch. Der Unparteiische habe zwar die Karte gezückt, den Platzverweis aber zurückgenommen, weil er sich geirrt habe: „Ich habe den Schiedsrichter extra noch einmal gefragt und er hat mir das so bestätigt.“ Und das laut Grosch auch vor Zeugen. Die Sünninghausener gehen davon aus, dass der Schiedsrichter die Rote Karte aus Gefälligkeit im Nachhinein nicht in den Spielbericht eingetragen und die HSV damit bevorteilt habe.

Sieg gegen Sönnern soll wasserdicht sein

Klar sei nach der Beweisaufnahme durch das Sportgericht unter Leitung von Dr. Arne Bethlehem im schriftlichen Verfahren, dass der Spieler die Rote Karte gesehen habe, diese aber nicht in den Spielbericht eingetragen worden sei. Weil die HSV den Spieler mit dem Wissen der Roten Karte im Punktspiel eine Woche später eingesetzt hatte, habe sie das alleinige Risiko getragen – unabhängig davon, dass der Name des Spielers für die Partie in Sünninghausen im DFB.net nicht mit einem Sperrvermerk versehen war. Die HSV-Verantwortlichen argumentieren, dass ihr Mann sehr wohl hätte spielen dürfen.

In der folgenden Partie gegen den TuS SG Oestinghausen (2:2) hatten die Hammer den Spieler nach Rücksprache mit Nüsken als Vorsichtsmaßnahme nicht eingesetzt. Für die folgenden Begegnungen bei Westfalia Soest (1:3) und gegen den SC Sönnern (3:1) sei Schlottmann so oder so wieder spielberechtigt gewesen, sagt Grosch, sodass der jüngste Dreier vom SC Sönnern nicht angezweifelt werden könne. Sein Team ist nach der vorläufigen Wertung durch das Sportgericht auf Platz zehn der Tabelle zurückgefallen.

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