Altherren-Fußball

SSV Hamm gegen Massen: Die Terminierung ist schwierig

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Die Freude über den Einzug ins Kreispokal-Finale blieb den Spielern der Ü32 des SSV Hamm nachträglich im Halse stecken. Sie müssen noch einmal antreten. 

[Update: 17.15 Uhr]
Hamm – Die Suche nach einem Termin für das neu angesetzte Halbfinal-Spiel um den Kreispokal der Ü32-Altherren zwischen dem SSV Hamm und SG Massen erweist sich als schwierig. Angesetzt ist die Partie zwar am Samstag, 7. September (16.30 Uhr). Doch an diesem Tag nehmen die Massener bereits an den Unnaer Stadtmeisterschaften teil. Auch der 31. August kommt als Ausweichtermin nicht in Frage. An dem Tag findet die erste Runde des Kreispokals 2019/2020 statt, in der Massen beim SVE Heessen antreten muss (ist auch bereits verlegt) und der SSV auf den TSC Hamm trifft.

 „Der Termin ist für den 7. September angesetzt“, sagte Karl-Heinz Schulze, Pokalspielleiter für den Altherrenbereich im Fußballkreis Unna/Hamm. „Ich habe beiden Vereinen gesagt, sie müssen dann spielen, wenn sie sich nicht auf einen Termin in der Woche einigen können. Denn eine Woche später ist ja schon das Endspiel.

Ärger bei den Alten Herren

Hamm – Noch auf dem Fußballplatz am Südpark hatte der SSV im Halbfinale einen 7:6 (1:1)-Erfolg im Elfmeterschießen gegen die SG Massen bejubelt. Die Unnaer legten einen Tag später Protest ein. Zwei Wochen später flatterte dem Vorstand der Südener ein Spruchkammerentscheid ins Haus. Der Inhalt: Die Partie wird vom Pokalspielleiter neu angesetzt.

Was war geschehen? Beide Mannschaften waren davon ausgegangen, dass sie in der Begegnung, wie in Freundschaftsspielen üblich, Spieler aus- und wieder einwechseln dürften. Was Schiedsrichter Hillrich Blank mit dem Verweis auf die neuen Durchführungsbestimmungen, nach denen ein Rückwechseln von Spielern nicht mehr erlaubt ist, allerdings nicht gestattete. Der Fehler: In der Begegnung handelte es sich um ein Pokalspiel der Saison 2018/19. Folglich irrte der Schiedsrichter.

Die falsche Saison

Zwar hatten sowohl Massen als auch der SSV die Weisung des Unparteiischen befolgt und sich darauf geeinigt, die Partie nach den neuen Regeln auszutragen. Doch nach der Niederlage wollten die Unnaer davon nichts mehr wissen. Es folgte der Einspruch, dem die Spruchkammer in ihrer Begründung folgen musste. „Da es sich um ein Endrundenspiel des Krombacher Kreispokals für AH aus der Saison 2018/2019 handelt, und die in dieser Saison gültigen Durchführungsbestimmungen aussagten, dass Spieler ein- und ausgewechselt werden dürfen, geben wir dem Einspruch der SG Massen statt. Dem Spielleiter Hillrich Blank ist kein Vorwurf zu machen, da aus dem DFBNET, durch das er eine Ansetzung bekommt, nicht zu erkennen ist, aus welcher Saison das Spiel ist“, heißt es in der Begründung.

Diese bringt wiederum die Südener auf die Palme, die das Verhalten der Massener als grobe Unsportlichkeit sehen und auch die Entscheidung der Spruchkammer nicht nachvollziehen können. „So gesehen waren wir ja mit Schlusspfiff ohnehin der Verlierer“, sagt der verärgerte SSV-Trainer Christian Hein. „Denn wenn wir die Anweisung des Schiedsrichters ignoriert hätten, hätte Massen ja auch Protest eingelegt. Und wenn die SG davon überzeugt war, dass es regelwidrig war, hätte sie gar nicht antreten dürfen. Zumal wir es ja waren, die den Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht haben. Für uns fühlt sich die Urteilsbegründung so an, als ob wir die Schuldigen wären.“

Die Hände waren gebunden

Michael Zahorodnyi, der den Vorsitz in der Spruchkammersitzung hatte, zeigt Verständnis für den Unmut der SSV-Vertreter, weist aber darauf hin, dass ihm bei der Urteilsfindung die Hände gebunden sind. „Wir müssen uns ja an die Regeln halten“, sagt er und weist darauf hin, dass ein entsprechender Vermerk im Spielbericht vor der Partie für Klarheit gesorgt hätte. „In diesem Fall hätten beide Vereine im Vorfeld darauf drängen müssen, das einzutragen. Dann wäre es Fakt gewesen.“

Für Hein hatte sich das Thema Kreispokal spätestens mit dieser Urteilsbegründung erledigt. „Es mag sein, dass die Paragraphen uns nicht das Recht geben, aber hier handelt es sich um Hobbyfußball. Da geht Sportlichkeit vor“, sagt er.

Zwei Terminvorschläge abgelehnt

Eigentlich wollte er mit der Mannschaft deshalb nicht mehr spielen, doch der SSV-Vorstand war anderer Meinung. „Dadurch, dass wir genügend Ü32-Spieler im Verein haben, wird es wohl eine Partie geben“, erklärt der Trainer. Die SG hat zwei Terminvorschläge bekommen, beide jedoch abgelehnt. Was jetzt passieren wird, steht daher noch nicht fest.

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