Fußball-Oberliga

Das sagt Cieslak vor dem Duell mit RWA gegen Rhynern

+
In der vergangenen Saison trug Adrian Cieslak noch das Trikot des SV Westfalia Rhynern, jetzt trifft er mit RW Ahlen auf seinen früheren Klub.

Auch wenn Adrian Cieslak in den vergangenen vier Jahren, in denen er das Trikot des SV Westfalia Rhynern getragen hat, viele Freunde gefunden und diese Zeit in bester Erinnerung hat, wird er am Sonntag (Anstoß 15 Uhr, Wersestadion) mit seinem neuen Klub RW Ahlen keine Rücksicht auf seinen Ex-Verein nehmen.

Hamm - „Es tut mir leid, aber so ist das Geschäft: Die Freundschaften, vor allem zu Salvatore Gambino, lasse ich in der Kabine“, stellt der 27 Jahre alte Defensivspezialist unmissverständlich klar und will auf dem Rasen während der 90 Spielminuten alles dafür tun, dass die Elf vom Papenloh die erste Saisonniederlage in der Fußball-Oberliga kassiert und dass er mit seinen Ahlenern an den Rhyneranern in der Tabelle vorbeizieht.

Im Sommer hatte Cieslak mit mehreren Vereinen in Kontakt gestanden, entschied sich dann für einen Wechsel zu RWA, weil er nach den Gesprächen mit Ahlens Manager Joachim Krug und Trainer Christian Britscho überzeugt von dem Projekt war, das ihm die beiden Verantwortlichen der Rot-Weißen präsentiert hatten. „Mir hat gefallen, wie der Coach Fußball spielen lassen will. Und ich will meinen Teil dazu beitragen, dass Ahlen eine gute Saison spielt“, erklärt der gebürtige Pole, der inzwischen in Dortmund wohnt, aber weiter in Hamm arbeitet und dafür immer noch seinem früheren Trainer in Rhynern dankbar ist: „Björn Mehnert hat mir damals bei der Jobsuche geholfen. Das hat mir anfangs vieles erleichtert.“

Cieslak im Sommer 2015 aus Kalisz nach Rhynern gewechselt

Im Sommer 2015 war der damals 23-Jährige aus seiner polnischen Heimat von Calisia Kalisz nach Rhynern gewechselt und hatte zuerst eine schwere Zeit zu überstehen. Denn ohne seine Familie, nur mit seiner Freundin an seiner Seite, musste er in Deutschland Fuß fassen und sich einleben. „Die Mentalität in Deutschland ist eine andere als in Polen. Und auch die Sprache beherrschte ich nicht“, erinnert er sich. „Und es war das erste Mal, dass ich in einem anderen Land gelebt habe. Sonst war ich nur im Ausland, um Urlaub zu machen. Ich musste am Anfang schon viel Gas geben.“

Doch Cieslak lernte schnell die Sprache, fand durch den Fußball sowie den Job soziale Kontakte und lebte sich in kürzester Zeit ein. Geholfen hat ihm dabei auch seine Erfahrung, die er bereits im Alter von 13 Jahren gemacht hatte. Da war er bei seinen Eltern ausgezogen und zur Fußball-Akademie nach Posen gewechselt. „Das war eine harte Schule. Aber da habe ich gelernt, mich schnell woanders einzufinden. Daher wusste ich auch nach meinem Umzug nach Deutschland, dass ich das schaffen werde“, sagt Cieslak.

Regionalliga als Höhepunkt der Zeit in Rhynern

Bei der Westfalia erlebte der zweikampfstarke Abwehrspieler vier spannende Jahre mit dem Aufstieg in die Regionalliga als Höhepunkt. „Ich möchte das nicht missen, das war eine super Zeit. Ich habe da tolle Leute kennen gelernt“, betont er. Doch auch in Ahlen wurde er nach eigener Aussage „super aufgenommen“, fühlt sich dort sehr wohl und hat den Wechsel bislang noch keinen Augenblick bereut. 

In der ersten Partie beim 2:0-Heimsieg über den FC Eintracht Rheine wurde er in der 72. Minute eingewechselt, bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Sonntag beim TuS Ennepetal stand er die komplette Spielzeit auf dem Rasen. Am Sonntag will er nun 90 Minuten spielen, gewinnen – und erneut die Atmosphäre im Zweitliga-erprobten Wersestadion genießen.

Cieslak erwartet keine leichte Aufgabe gegen den Ex-Klub

Denn am 31. Juli 2015 hatte er mit einigen seiner neuen Teamkollegen aus Rhynern das damalige Auftaktspiel der Regionalliga-Saison zwischen RW Ahlen und Alemannia Aachen (0:1) besucht – und war dabei ungemein beeindruckt von der Stimmung in dem an diesem Tag mit über 5000 Zuschauern bestens gefüllten Stadion: „Da dachte ich nur: Boah, wie toll. Da möchte ich irgendwann auch mal spielen.“ 

Diesen Wunsch hat er sich nun mit dem Wechsel nach Ahlen erfüllt, auch wenn er weiß, dass das prächtige Stadion nicht nur die Heim-, sondern auch die Gastmannschaft motivieren kann: „Jedes Team, das nach Ahlen kommt, hat Bock, hier Fußball zu spielen. Das wird daher am Sonntag für uns eine alles andere als leichte Aufgabe gegen die starken Rhyneraner.“

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - TuS Erndtebrück 3:0

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare