Interview mit ASV-Rückkehrer und Abwehrchef Jakob Macke

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Nach vier Monaten in Flensburg wird Jakob Macke wieder der ASV-Abwehrchef.

Hamm - Abwehrchef Jakob Macke kehrt nach vier Monaten Einsatz beim Handball-Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt zum ASV Hamm-Westfalen zurück. Er hat große Erwartungen an die kommende Saison, die ab 9. Juli mit der Saisonvorbereitung beginnt.

Nach vier Monaten beim Erstligisten SG Flensburg-Handewitt ist Abwehrchef Jakob Macke nun wie geplant zum Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen zurückgekehrt.

Im Interview mit dem ASV-Pressesprecher Simon Kottmann blickte er auf die abgelaufene Saison zurück und erzählte von seinen Erwartungen für die neue Spielzeit, auf die sich die Westfalen ab dem 9. Juli gemeinsam mit ihrem neuen Trainer Niels Pfannenschmidt vorbereiten:

Eine aufregende Saison liegt hinter Dir. Erst die Trendwende mit dem ASV und eine tolle Siegesserie, dann der Ruf aus Flensburg. Wie fasst Du Deine Saison zusammen?

Jakob Macke: "Ich muss diese Saison in zwei Teile aufteilen. Zum einen die Zeit in Hamm und dann die vier Monate in Flensburg. Beim ASV haben wir nach einer guten Vorbereitung überhaupt nicht in die Saison gefunden. Dafür gab es viele verschiedene Gründe. Ich glaube aber im Nachhinein, dass wir nur durch diese schwierige Anfangsphase überhaupt richtig zu unserem attraktiven Spiel gefunden haben. Knackpunkt war sicherlich die schwache Partie gegen Baunatal. Die ganze Mannschaft hat gemerkt, wie angekratzt die Stimmung bei den Fans und im Umfeld war. Aber wir haben die Situation mit unserem Trainerteam sehr sachlich aufgearbeitet. Die Erfahrung hat uns geholfen, zu unseren Stärken zu finden. Und dann haben wir ja zum Ende des Jahres eine super Serie gespielt, sämtliche Topteams inklusive Leipzig geschlagen. Damit hatten wir uns in eine gute Ausgangsstellung katapultiert. Und auch im Januar ging es noch sehr positiv weiter. Deswegen war es für mich auch gar nicht leicht, mitten in dieser Zeit nach Flensburg zu gehen. Letztendlich musste ich diese zeitlich begrenzte Herausforderung aber einfach annehmen. Und in diesen vier Monaten habe ich einfach unbezahlbare Erfahrungen gesammelt. Den ASV hat in dieser Zeit dann leider unglaubliches Verletzungspech eingeholt, weswegen der Sprung nach ganz vorne nicht gelang."

"Das Engagement in Flensburg gipfelte im Pokalsieg. Wie hast Du persönlich das Final4 erlebt?"

Macke: "Es war für mich von Anfang gar nicht richtig greifbar. Ich war vorher auch nicht als Zuschauer beim Final4 und so musste ich erst einmal die Atmosphäre verarbeiten. Aber mir war auch klar, dass ich nicht vor Ort war, um super Handball zu sehen. Wir hatten uns in den drei Wochen vor dem Final4 intensiv auf das Turnier vorbereitet. Die positive Spannung war von Training zu Training immer mehr zu spüren. Es ist erstaunlich, wie diese zwei Tage mit den zwei Spielen abgelaufen sind. Dass wir im Siebenmeterwerfen gewonnen haben, setzt dem Ganzen natürlich die Krone auf."

"Am 9. Juli beginnt die Vorbereitung mit dem ASV. Wie verbringst Du die Zeit bis dahin?"

Macke: "Ein paar Tage brauchte ich schon, um mich nach meiner Rückkehr aus Flensburg zu akklimatisieren. Jetzt muss ich einiges für mein Studium tun, um viele Sachen aufzuholen. Und dann steht auch noch ein kurzer Urlaub auf dem Programm. Aber in den gut vier Wochen freier Zeit lege ich für mich auch immer einige Grundlagen für die neue Saison. Man kann nicht einen Monat gar nichts machen und erst zum Vorbereitungsbeginn das Training wieder aufnehmen. Man trifft mich also derzeit auch im Aktivita oder beim Laufen, auch wenn es nicht so häufig ist und die Intensität natürlich auch etwas heruntergeschraubt wurde."

"Wie sehen Deine persönlichen Ziele für die kommende Saison aus?" 

Macke: "Ich möchte natürlich meine Rolle in der Mannschaft wieder finden und mit den jungen Spielern meine Erfahrungen teilen. Die Liga ist in meinen Augen dieses Jahr stärker als letzte Saison und trotzdem möchte ich natürlich wieder eine ähnliche Rolle wie in der vergangenen Saison spielen."

"Was verändert sich beim ASV durch den Rollenwechsel von Kay Rothenpieler zum „reinen“ Manager und was versprichst Du Dir vom neuen Coach Niels Pfannenschmidt?" 

Macke: "Ich denke schon, dass sich einige Dinge ändern. Die gravierendste Änderung ist sicherlich, dass wir mit Niels einen neuen Trainer haben. Kay hat in den letzten Jahren aber das Fundament geschaffen, auf dem wir jetzt weiter aufbauen werden. Und deswegen ist es gut, dass er dem Projekt ASV Hamm auch weiterhin in einer solch wichtigen Rolle erhalten bleibt. Ich denke, dass Niels ein unglaublich kompetenter Trainer ist. Ich habe in den ersten Gesprächen mit ihm schon gemerkt, wie engagiert er bei der Sache ist. Außerdem glaube ich, dass Kay einen Trainer gefunden hat, der das Konzept vom ASV Hamm von der ersten Sekunde an verstanden hat und dies noch weiterdenken und verbessern will. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Niels auch ein großes Interesse an dem ASV hat und vor auch jeden Spieler individuell weiterentwickeln möchte."

"Der Kader hat sich nur punktuell verändert. Wird die Mannschaft diesmal besser in die Saison starten?"

Macke: "Wir haben uns zwar nur punktuell verstärkt, aber man muss bedenken, dass wir einen neuen Trainer haben und es Neuerungen im Spielsystem geben wird. Was erwartet der Trainer von uns in Training und Spiel? Wie tickt er im Training und an der Seitenlinie und wie finden sich die neuen Spieler zurecht? Das sind Fragen, die wir hoffentlich spätestens am Ende der Vorbereitung beantworten können. Aber ich verrate sicher kein Geheimnis: Wir wünschen uns alle einen positiveren Start als 2014. Das könnte eine super Saison werden."

Ein Interview des WA mit dem Hammer Manager und Ex-Trainer Kay Rothenpieler zum Thema lesen Sie hier:

Interview mit ASV-Manager Kay Rothenpieler

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