Abstiegsschock: SG Hamm verspielt ihre gute Ausgangsposition

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Nur Rike Furmanek gelang am letzten Wettkampftag ein Sieg für die SG Hamm – der Abstieg ist damit besiegelt.

Hamm - Was für ein Drama: Die Schießgesellschaft Hamm ist am letzten Wettkampftag aus der Bundesliga abgestiegen. Ohne Pierre-Edmond Piasecki, Etienne Germond und Julia Budde verlor das Team zunächst 0:5 gegen die SG Mengshausen, dann 1:4 gegen die SSG Kevelaer und rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz der Bundesliga Nord ab. Es ist der zweite Abstieg der Hammer aus der höchsten Liga.

Zuvor hatten zum Auftakt der Schlussrunde in Nordstemmen völlig überraschend zwei direkte Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gepunktet: Der SV Wieckenberg gewann mit 3:2 gegen den Tabellenzweiten TuS Hilgert und Post SV Düsseldorf deutlich mit 5:0 gegen den SV Gölzau.

In vier von fünf Einzelpartien war die SGH gegen die SG Mengshausen chancenlos. Inken Plengemeyer unterlag mit 391:396 Ringen gegen Patrick Seyfarth, Dana Prüfe mit 391:396 gegen den Schweizer Jan Lochbihler, Rike Furmanek mit 386:394 gegen Jaqueline Orth und Moritz Brunnenberg mit 385:395 gegen Elena Roth. Alleine SGH-Reservistin Veronique Münster hatte bei ihrer Niederlage mit 387:388 gegen Tobias Göbel lange Zeit zumindest die Aussicht auf einen Ehrenpunkt.

Nach dem 2:3 im parallel laufenden Duell von BSV Buer-Bülse gegen den KKS Nordstemmen und der anschließenden 2:3-Niederlage der SSG Kevelaer gegen Spitzreiter St. Hubertus Elsen blieben den SGH-Anhängern vor der alles entscheidenden elften Wettkampfrunde zumindest noch zwei Optionen im Kampf um den Ligaverbleib. Zum einen hatte die SG Hamm beim Aufeinandertreffen mit der SSG Kevelaer ihr Schicksal noch selbst in der Hand und hätte mit einem Sieg das Ziel Klassenerhalt erreicht. Zum anderen blieb der SGH noch die Hoffnung auf die Unterstützung durch den SV Gölzau. Ein Sieg der Ostdeutschen im Duell gegen Buer Bülse hätte den Hammern zum Klassenerhalt gereicht.

Doch es kam anders als erhofft. Die SGH mit Plengemeyer, Prüfe, Furmanek, Brunnenberg und Münster fand gegen Kevelaer erneut nicht zu ihrer Form und musste sich frühzeitig mit der Niederlage abfinden. Die Frage war nur, ob man mit 1:4 oder knapp mit 2:3 unterliegen würde. Während Plengemeyer an der Spitzenposition beim 391:395 gegen Alexander Thomas auf verlorenem Posten stand, Prüfe mit 388:392 gegen Jana Erstfeld schwächelte und Münster mit 378:390 gegen Katharina Kösters einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, blieb es nur Furmanek mit guten 393:388 Ringen gegen Josefin Weber vorbehalten, einen sicheren Punkt für die SGH zu erringen. Die Möglichkeit auf einen zweiten Einzelpunkt blieb Brunnenberg zum Schluss mit 386:387 gegen Patricia Seipelt verwehrt.

Nach dem Wettkampfende begann für die SG das große Zittern. In der parallel verlaufenden Partie zwischen Buer Bülse und dem SV Gölzau stand es 2:1. Zwei Stechen mussten über Sieg und Niederlage und damit den zweiten Absteiger neben Schlusslicht SG Braunschweig entscheiden. Der erste Stechentscheid ließ alle Hoffnungen der SG platzen – der dritte Punkt für die Gelsenkirchener Vorstädter besiegelte den zweiten Hammer Erstligaabstieg nach 2009. Ein nicht mehr für möglich gehaltenes Szenario war eingetroffen – die gute Ausgangsposition als Tabellensiebter vor der letzten Runde verspielt.

Nach dem Schock, der Enttäuschung und der allgemeinen Niedergeschlagenheit heißt es für die SGH-Akteure nun, schnell wieder aufzustehen, um in der kommenden Saison einen Neuanfang in der 2. Liga-West zu starten.

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