Fußball-Bezirksliga

Abmeldung der Mannschaft? HSV-II-Trainer Dennis Herrmann bezieht Stellung

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Die Hammer SpVg II ist abgeschlagenes Schlusslicht in der Fußball-Bezirksliga. Denkt der Verein über die Abmeldung des Teams nach? Die Verantwortlichen reden Klartext.

Hamm - Die Gerüchte kochten im Umfeld bereits wieder auf höchster Stufe: Tabellenschlusslicht in der Bezirksliga (7) mit nur einem Punkt, dazu abwanderungswillige Spieler. Eine anvisierte Krisensitzung am Donnerstag, bei der es um die Zukunft der Mannschaft ging, soll es auch bereits gegeben haben. 

Doch Dennis Herrmann, Trainer der Hammer SpVg II, lacht die Probleme einfach weg. Und startet kurz vor Weihnachten den Attacke-Modus. „Es braucht keiner davon auszugehen, dass wir die Mannschaft abmelden, das wird nicht passieren“, versichert der Trainer des Liga-Schlusslichts. „Da hat es auch keine Gespräche gegeben. Ich weiß nicht, ob irgendwer da schon etwas gehofft hat. Aber wir haben ein klares Ziel, das ist Klassenerhalt.“ 

Worte, die der Team-Manager nur bestätigen kann. „Ich war bei keiner Krisensitzung dabei“, betont Ulrich Rolfing. „Sonst würden wir uns ja jetzt auch nicht mehr um neue Spieler kümmern. Außerdem stehen wir in der Verpflichtung dem Verein, den Sponsoren und uns selbst gegenüber. Im Gegenteil: Wir wollen versuchen, das Unmögliche noch möglich zu machen.“

Drei Abgänge und ein Zugang

Zwar bestätigt Rolfing, dass Torhüter Jan Strotmann (zum SuS Kaiserau), Ahmet Yalcin (Ay Yildiz Derne) und Offensivspieler Lennart Skubinn (Ziel unbekannt) den Verein verlassen haben, aber „wir haben nicht ein einziges Mal darüber gesprochen, die Mannschaft abzumelden.“

Alle anderen Akteure, so Herrmann, werden der HSV II erhalten bleiben. Auf der Zugangsseite kann der Trainer bislang allerdings auch erst eine Personalie vermelden. „Von externer Seite haben wir die Zusage von einem Spieler, der seit geraumer Zeit mittrainiert. Das ist Faban Leshaj“, sagt Herrmann. Der kommt aus der zweiten Mannschaft von Westfalia Soest und ist dort zum letzten Mal am vierten Spieltag aufgelaufen. „Er ist ein ähnlicher Typ wie Henrik Beste, ist quirlig, sehr stark am Ball. Einer, der uns offensiv weiter bringt.“

Dass das allein nicht ausreicht, wissen sowohl der Trainer als auch Rolfing. „Daneben werden wir sicherlich noch den einen oder anderen dazu holen müssen“, sagt der Team-Manager. „Aber die Gespräche noch nicht soweit, dass wir da etwas verkünden können.“ Auf Spieler aus der A-Jugend kann der Trainer jedenfalls nur bedingt bauen, da die zwar für die erste Mannschaft ab sofort, für die zweite aber erst ab dem 1. April spielberechtigt sind.

Herrmann bleibt optimistisch

Selbst wenn kein Spieler mehr dazu kommen würde, bliebe Herrmann zuversichtlich. „Wir machen uns da nicht verrückt“, sagt er, zumal er auch noch hofft, dass der eine oder andere Spieler aus dem Oberliga-Kader herunter rückt. „Aber auch sonst ist da genügend Potenzial in der Mannschaft. Und spätestes gegen Westfalia Soest zum ersten Spiel nach der Winterpause wird da eine Mannschaft auf dem Platz stehen die durch das Feuer geht , die technisch taktisch so voran geschritten ist, dass wir ein, zwei Systeme und den Gegner vor Probleme stellen können. Schließlich müssen wir nur vier Spiele gewinnen – dann sind wir wieder voll im Geschäft.“

Zumindest die vergangenen Auftritte in der Bezirksliga geben dem Coach Mut. „Die haben gezeigt, dass eine Trendwende da ist“, bleibt Herrmann optimistisch. „Wir haben in jedem Spiel ein Tor gemacht. Und die Art und Weise, wie die Mannschaft zum Beispiel in Drensteinfurt aufgetreten ist, macht mir Mut. Jedenfalls braucht keiner unserer Gegner zu glauben, dass wir uns aufgeben werden. Die werden alle noch zu uns kommen – das werden heiße Spiele.“

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