Abdullah Sahin trifft zweimal für TSC gegen Wiescherhöfen

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Der TSC gewann das Derby gegen den TuS Wiescherhöfen mit 2:1.

Hamm - Wie wichtig ein guter Stürmer ist, bewies Abdullah Sahin im Bezirksliga-Derby des TSC Hamm gegen den TuS Wiescherhöfen. Mit seinen beiden Toren zum 2:1 (2:0)-Erfolg entschied er nicht nur die Partie, sondern auch das Kräftemessen der Offensivakteure für sich.

„Wir hatten in der ersten Halbzeit nie eine zwingende Aktion, weil unsere Angreifer unglücklich agiert haben. Daran hat es gehapert“, kritisierte TuS-Spielertrainer Steven Degelmann. „Dass wir einen abgefälschten Freistoß reinkriegen und im Aufbauspiel einen Fehler machen, der zum zweiten Tor führt, das kann gegen eine offensiv gut besetzte Mannschaft passieren. Aber der TSC war defensiv sehr anfällig. Da müssen sich unsere Stürmer an die eigene Nase fassen und erkennen, dass sie nicht genug Durchschlagskraft entwickelt haben.“

Das war auf der anderen Seite ganz anders. Da hatte der schnelle Sahin einen Sahnetag erwischt. Sprintstark und treffsicher zeigte sich der quirlige Stürmer, der auf der rechten Seite hinter Tolga Özen, der einzigen Spitze, agierte. Mit einem abgefälschten Freistoß aus 18 Metern brachte er seine Mannschaft in der 13. Minute in Führung. Von der Mauer prallte das Leder ins linke Eck, da war Marco Behrend zwischen den TuS-Pfosten chancenlos.

Der Treffer fiel in einer Phase, in der sich die Gäste eine optische Überlegenheit erspielt hatten. Immer wieder suchten sie Andre Budde und Dennis Steinke in der Spitze, doch beide brachten nichts Zählbares zustande. Wie es geht, zeigten Kevin Kocaalan und erneut Sahin. Kocaalan eroberte auf der linken Seite in Höhe der Mittellinie den Ball – und dann ging alles ganz schnell. Ein langer Pass nach rechts, und der Weg war frei für Sahin. Der sprintete allein auf Behrend zu, lupfte den Ball über ihn hinweg und erhöhte auf 2:0 (21.)

„Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, war TSC-Trainer Erdal Akyüz zufrieden. „Wir haben lange mit 2:0 geführt und hätten den Sack eigentlich schon früher zumachen müssen.“ Sahin (Lattentreffer) und Kocaalan (Distanzschuss) trafen jedoch jeweils aus aussichtsreichen Positionen nicht.

So wurde es in der Schlussphase der Begegnung noch einmal spannend. Nach einer Ecke von der linken Seite tauchte David Wündisch völlig frei am kurzen Pfosten auf und erzielte per Kopf den 1:2-Anschlusstreffer (75.). „So ein Tor darf nicht passieren“, ärgerte sich der TSC-Coach. „Am kurzen Pfosten haben wir eigentlich immer eine Absicherung. Ich habe noch darauf aufmerksam gemacht, aber da war es schon zu spät.“

Die Gäste setzten nun auf lange Bälle. Immer wieder suchten sie den für Budde eingewechselten Omar Hussein, doch im Spiel in die Spitze blieb vieles Stückwerk. Die beste Chance hatte Jonas Stoffer auf dem Fuß. Er hielt aus über 20 Metern einfach mal drauf, TSC-Keeper Fatih Tas rutschte weg, doch der Schuss ging übers Tor.

„Zum Ende hin wurde es noch einmal spannend“, sagte Akyüz. „Von eng würde ich nicht sprechen.“ Unterm Strich zeigten die Gäste gute Ansätze, doch zwingende Chancen waren Mangelware. Es war nicht der Tag der Offensiv-Abteilung der Grünweißen. Dafür hatte Abdullah Sahin nach dem Abpfiff richtig gute Laune – schließlich hatte er allen gezeigt, wie es geht. - hvw

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