Vereine in den Startlöchern

Ab ins Wasser: Schwimmkurse für Anfänger vor dem Restart

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Die im April nach nur zwei Wochen gestoppten Anfängerkurse können ab der nächsten Woche fortgesetzt werden. dpa

Die Infektionszahlen in Hamm sind gesunken und damit sind auch im Sport einige Lockerungen absehbar. Auch die Schwimmbecken der Stadt werden mit der Öffnung der Schulen in der kommenden Wochen wieder für Anfänger- und Kleinkindschwimmkurse zur Verfügung stehen. Die Hammer Vereine und Schwimmabteilungen sind bereit, um nach rund einem halben Jahr Pause, den Kindern das Schwimmen beizubringen.

Hamm – Fallen die Coronazahlen weiter, könnten bald auch Bronze-, Silber- und Goldkurse wieder angeboten werden. Zunächst stehen aber die Kinder im Mittelpunkt, die noch nicht lange oder bald zur Schule gehen und das Schwimmen lernen sollen.

„Der VfL steht komplett in den Startlöchern. Wir haben die Hallenzeiten, die Gruppen sind eingeteilt“, erklärt Ilona Schaeg, Abteilungsleiterin Breitensport in der Mark. „Jeder fragt schon nach, jeder verfolgt die Inzidenzwerte“, hat sie unzählige Anrufe und Mails erhalten.

Bei den anderen befragten Vereinen ist es ähnlich. Die Eltern hätten die Nachricht erhalten, dass es ab Dienstag, 25. Mai, wieder losgeht, teilt Stephanie Alberternst vom Fachbereich Schwimmen beim Hammer SC mit. „Sofern sich etwas bei den Eltern geändert haben sollte, können sie sich gerne per Mail an alberternst@hsc08.de melden“, bittet sie. „Wir starten direkt am Mittwoch“, sagt Vanessa Wollny, Vorsitzende von Waspo Herringen, während sie sich daransetzt, die Eltern zu informieren.

Die Gruppen bleiben so wie sie eingeteilt waren

Die Gruppen bleiben dabei überall so bestehen, wie sie für den ersten Restartversuch nach den Osterferien zusammengestellt worden waren. „Wir setzen die Kurse nun fort“, so Wollny. Doch damals war wegen der rapide steigenden Coronazahlen nach nur zwei Wochen wieder Schluss. Der VfL wurde sogar gestoppt, bevor die Badekappen einmal aufgesetzt waren. „Wir wollten gerade anfangen, da kam die Absage“, erzählt Schaeg. Nun hoffen alle, dass es möglichst keine Unterbrechungen mehr gibt.

Offiziell gilt die Erlaubnis für die Kurse ab einem Inzidenzwert von unter 165. In einer Videokonferenz mit dem Oberbürgermeister hatten sich die Schwimmvereine aber darauf geeinigt, erst bei unter 150 zu starten, um etwas Luft zu haben. „Ich kann nicht vier Wochen anfangen und dann wieder aufhören. Das bringt die Kinder nicht weiter“, sagt Wollny. Letztlich stehen und fallen die Schwimmkurse aber mit den Infektionszahlen. „Jetzt hoffen wir, dass es in den nächsten Wochen keinen Peak mehr gibt“, meint Michael Stenzel aus der Geschäftsstelle des TuS 59.

Schwimmkurse in den Sommerferien eine Option

Die Kurse jetzt zu restarten, brachte einen überschaubaren Aufwand mit sich. „Die meiste Arbeit haben wir bereits im April erledigt“, sagt Wollny, als die Gruppen unter Coronabedingungen eingeteilt und geplant werden mussten – um sie dann direkt wieder zu stoppen. Allein beim Hammer SC lernen laut Alberternst knapp 500 Kinder Schwimmen. Die Übungsleiter mussten also zahlreiche Telefonate führen, damit niemand vor der geschlossenen Halle stand. Wie damals werden die fünf Kinder nicht nur vom Trainer, sondern von mehreren Personen betreut, die beim Umziehen, Desinfizieren und Reinigen helfen. „Sonst würden wir zu viel Zeit verlieren, und das wollen wir ja nicht“, sagt Schaeg.

Schließlich ist seit Pandemiebeginn in punkto Schwimmenlernen sowieso schon genügend Zeit verloren gegangen. Deshalb würden die Verantwortlichen die Anfängerkurse gerne auch in den Sommerferien anbieten. „Wir wollen etwas machen“, sagt TuS-Mann Stenzel. Bei der Stadt soll angefragt werden, ob die Lehrschwimmbecken entgegen der Vorjahre offen bleiben können. „Das wäre ein gutes Zeichen“, findet Schaeg. Den jetzigen Gruppen könnten zum Beispiel weitere Stunden eingeräumt werden.

„Die Kinder haben keine Wassergewöhnung gehabt, die Kompetenz ist nicht mehr so da. Es braucht deshalb mehr Zeit“, meint Wollny. Auch Kompaktkurse könnten helfen – für Nichtschwimmer, aber auch für Anfänger. Schließlich haben auch die Kinder, die noch vor Corona Schwimmen gelernt haben, gar keine Möglichkeit gehabt, das weiter zu vertiefen. „Das geht ganz schnell weg, selbst bei Bronzeschwimmern“, erklärt Alberternst und drückt die Daumen, dass diesmal länger geübt werden kann und bald alle wieder ins Wasser dürfen.

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