Aaron Grosser für die U23-EM nominiert

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Aaron Grosser wurde für die U23-EM nominiert.

Hamm -  Das Debüt für die deutsche U23-Nationalmannschaft hatte sich Aaron Grosser ganz anders vorgestellt. Vor rund drei Monaten stürzte der Hammer Radrennfahrer im niederländischen Goes und musste die Hoffnungen auf eine gute Platzierung begraben. Jetzt soll alles anders werden: Bundestrainer Ralf Grabsch nominierte den 20-Jährigen für die U23-Europameisterschaft im dänischen Herning (5. August).

„Ich bin überglücklich, dass ich dabei sein darf“, sagt Grosser, der einer von zwei Sprintern im Aufgebot des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ist. Und der 160 Kilometer lange Kurs in der Region Midtjylland könnte den schnellen Männern des Feldes liegen. „Die Strecke ist sehr flach, es könnte zum Massensprint kommen“, meint der Hammer Radrennfahrer in Diensten des Team Sauerland NRW.

Zu viel Druck will sich der 20-Jährige jedoch nicht machen. „In erster Linie will ich das Rennen genießen. Es ist toll, gegen die europäische Elite antreten zu dürfen“, sagt Grosser, schränkt aber ein: „Ich fahre nicht nach Dänemark, um um Platz 20 zu sprinten.“

Besonderen Respekt hat er vor dem niederländischen Meister Fabio Jakobsen, der in jüngster Vergangenheit bereits mehrfach auf sich aufmerksam machte. „Der ist verdammt schnell“, sagt Grosser. „Das wäre mit Sicherheit eines der Hinterräder, was ich mir gerne nehmen würde.“ Die weiteren Konkurrenten kennt der Hammer noch nicht, auch der genaue Ablauf rund um die EM ist dem 20-Jährigen noch unbekannt.

Mit der Nominierung hatte Grosser nicht gerechnet: „Das kam schon etwas überraschend für mich, weil ich mir bei den Rennen im Frühjahr mehr ausgerechnet hatte als ich erreicht habe“, meint er. „Dass mich der Bundestrainer trotzdem mitnimmt, ist eine große Sache.“

Eine besondere Brisanz birgt der BDR-Kader aufgrund der Tatsache, dass mit Manuel Porzner ein zweiter Sprinter nominiert wurde. „Die genaue Aufgabenstellung erhalten wir noch“, erklärt Grosser. „Wenn ich von Ralf Grabsch grünes Licht erhalte, will ich so weit wie möglich nach vorne fahren.“

Denn nach wie vor gilt für Grosser, der jahrelang vergeblich auf eine Nominierung für die Jugendnationalmannschaft gewartet hatte: „Das Trikot des deutschen Teams zu tragen, ist ein einmaliges Gefühl.“ Auch beim zweiten Auftritt.

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