Aaron Grosser siegt zum Auftakt und träumt von mehr

+
Oben auf dem Siegerpodest: Aaron Grosser.

HAMM - Die Freude steht Aaron Grosser derzeit ins Gesicht geschrieben. Seit Anfang November hatte sich der 17 Jahre alte Radrennfahrer aus Hamm auf die neue Saison vorbereitet – am Sonntag durfte er sich das erste Mal wieder mit der Konkurrenz messen. Und er zeigte seinen Mitstreitern sofort, dass er von seiner Topform des vergangenen Jahres nichts eingebüßt hatte. In Neheim-Hüsten beim Eröffnungsrennen stand der Schüler des Friedrich-List-Berufkollegs nach 42,5 km gleich wieder ganz oben auf dem Siegerpodest. „Besser kann man in eine Saison nicht starten“, strahlte er.

Es sind harte, teilweise aber auch einsame Tage, die hinter dem jungen Radrennfahrer aus Westtünnen liegen. Denn mehr als vier Monate lang war Grosser fast jeden Tag alleine aufs Rad gestiegen und hatte sein Trainingspensum abgespult. Motivationsprobleme während der kalten und dunklen Jahreszeit hatte er allerdings nicht. „Ohne Fleiß kein Preis. Wenn man ein Ziel vor Augen hat, muss man dafür auch trainieren“, sagt er lapidar.

Und so trat er immer wieder in die Pedalen, drückte sich dabei seinen Kopfhörer ins Ohr, weil es mit Musik doch ein wenig leichter geht – und setzte Tag für Tag das um, was er vorgegeben bekam. Denn die Trainingspläne arbeiten für ihn Michael Buschhoff, sein Vereinstrainer vom RSV Unna, und Bundesliga-Coach Robert Pawlowsky aus. Vor allem lange Strecke war er dabei gefahren, um sich die nötige Grundlagenausdauer für die lange Wettkampfsaison anzueignen. Zudem hat er diesen Winter erstmals auch im Kraftbereich gearbeitet. „Da muss man durch, wenn man nach oben kommen will“, grinst Grosser – der möglichst weit nach oben kommen will.

Denn weiter verfolgt er das Ziel, in der Zukunft seine Brötchen als Radprofi zu verdienen. „Sonst hätte ich diesen Sport vor zwölf Jahren gar nicht erst anfangen müssen. Dafür trainiere ich“, erklärt er. Doch erst einmal muss er in dieser Saison, die seine letzte im Juniorenbreich sein wird, die nötigen Leistungen erbringen. Der Start dabei war schon einmal überaus beeindruckend. In Neheim-Hüsten hatte er auf dem 850 m langen Rundkurs immer wieder Ausreißversuche gestartet, hatte es aber nicht geschafft, entscheidend wegzukommen. Daher verließ er sich letztlich auf seine Sprintstärke und zeigte der Konkurrenz auf der Zielgeraden sein Hinterrad. „Das ist wir völlig egal, ob ich mich vorher absetzen kann oder nicht. Dann vertraue ich eben am Ende auf meinen guten Antritt“, sagte Grosser. - –pad–

Den kompletten Bericht über Aaron Grosser lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe des Westfälischen Anzeigers

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare