TuS 59-HammStars verkaufen sich teuer

Am Ende war der Erst-Regionalligist aus Dorsten zu stark für Dennis Wirtelarz und die HammStars.
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Am Ende war der Erst-Regionalligist aus Dorsten zu stark für Dennis Wirtelarz und die HammStars.

Hamm - Die Schlusssirene hatte gerade erst die 87:101 (21:27, 27:22, 15:26, 24:26)-Niederlage der TuS 59 HammStars im WBV-Pokal-Viertelfinale gegen die BG Dorsten besiegelt, als Semir Albinovic den Gästeakteuren bereits fair die Hand zum Glückwunsch reichte. Zuvor hatten er und seine Mitspieler mit Händen und Füßen gegen die erwartete Niederlage angekämpft, hatten den in der Meisterschaft um zwei Klassen höher angesiedelten Erst-Regionalligisten vor allem im zweiten Viertel mächtig ins Grübeln gebracht. Am Ende mussten sie aber die Überlegenheit der Gäste neidlos anerkennen.

„Die Jungs haben nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft und unsere Farben sehr, sehr gut präsentiert“, lobe HammStars-Coach Ivan Rosic, und Kapitän Dennis Wirtelarz ergänzte, dass „wir schon mit der Einstellung ins Spiel gegangen sind, gewinnen zu wollen. Aber es ist keine Schande, dass wir verloren haben. Wir haben Erfahrung gesammelt, das ist das Wichtigste.“

Immerhin erhielt der Oberligist nach der Partie viel Lob von Gästetrainer Franjo Lukenda: „Das Spiel war nicht so, wie es von der Ligenzugehörigkeit her hätte sein sollen“, räumte er ein. „Wobei man sagen muss, dass das keine Oberligamannschaft ist, die Hamm da hat, sondern vom Niveau her ein Zweitregionalligist, und zwar ein sehr guter.“

Dabei waren die Gäste vor 250 Zuschauern in der Sporthalle des Märkischen Gymnasiums ihre Aufgabe sehr seriös angegangen. Dorsten setzte den Außenseiter gleich mächtig unter Druck, traf sicher und störte den Hammer Aufbau zudem effektiv. 2:8 stand es nach drei Minuten, und Rosic nahm seine erste Auszeit. „Ich glaube, dass der Respekt bei uns anfangs zu groß war“, ärgerte er sich. „Erst, als wir den abgelegt haben, haben wir auch gut mitgespielt.“

Fortan war Hamm auf Augenhöhe, vor allem Albinovic sorgte in der Anfangsphase dafür, dass sein Team Kontakt hielt und nur mit einem 21:27-Rückstand ins zweite Viertel ging, das für die Gastgeber zum besten des Tages werden sollte. Denn nun waren auch Spielmacher Kevin Donahue und die anderen Hammer im Spiel. Der TuS holte Punkt um Punkt auf und ging nach 15 Minuten sogar erstmals in Führung (34:32). Pech, dass Dorsten mit der Pausensirene ein Dreier zum knappen 48:49-Halbzeitstand gelang. Doch die Gastgeber schnupperten zumindest kurzfristig an der großen Überraschung.

Die Gäste kamen wesentlich aggressiver aus der Kabine, übten gleich viel Druck vor allem auf Donahue und Albinovic aus. Die Folge: Die Fehlerquote bei den Hammern stieg rasant an. Waren die HammStars schon zuvor von der Freiwurflinie zu wacklig, so spielte Dorsten jetzt auch seine Stärken im Dreier und unter dem Korb aus. Aus dem erhofften spannenden Schlagabtausch war eine Partie geworden, die nach dem dritten Viertel entschieden war. „Dorsten hat es in die Karten gespielt, dass es eine ganz andere Breite im Kader hat als wir“, sagte Rosic. „Dass dann irgendwann die Kräfte ausgehen, war klar. Wenn wir größere Möglichkeiten gehabt hätten, zu rotieren, wäre es vielleicht ein bisschen länger offen geblieben. So war es ein absolut verdienter Sieg für Dorsten.“

Fortan spulte der mit einigen Vollprofis besetzte Erst-Regionalligist sein Programm im Schlussabschnitt souverän ab und bot den Hammern keine Angriffsfläche mehr. Die waren am Ende dennoch zufrieden. „Wir haben uns super verkauft“, war Team-Manager Frank Fabek stolz. „87 Punkte musst du gegen so eine Mannschaft erst einmal machen.“

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