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34:32 - ASV nimmt die schwere Hürde Rimpar

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Von: Günter Thomas

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Jubel vor der ASV-Bank: Das Team gewann zwei wichtige Punkte in Rimpar.
Jubel vor der ASV-Bank: Das Team gewann zwei wichtige Punkte in Rimpar. © Frank Scheuring

Mit 34:32 (17:16) gewann Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen bei den Rimparer Wölfen und rückte in der Tabelle damit bis auf einen Punkt an den Ligazweiten HSG Nordhorn-Lingen heran, der zuhause gegen den TuS Ferndorf überraschend verlor.

WÜRZBURG – Es waren noch acht Minuten zu spielen in der Würzburger tectake Arena, als die wenigen mitgereisten Fans des ASV Hamm-Westfalen bereits begannen, in der Partie bei den Rimpar Wölfen erste Siegesgesänge anzustimmen. Vermutlich hatten sie gerade von der 20:25-Niederlage des Tabellenzweiten der 2. Handball-Bundesliga, der HSG Nordhorn-Lingen gegen den TuS Ferndorf erfahren. Ihr Team hatte danach jedenfalls noch acht bange Minuten zu überstehen, ehe der 34:32 (17:16)-Sie feststand.

Der ASV war gewarnt vor der Heimstärke der Wölfe, die in dieser Saison unter anderem bereits Spitzenreiter VfL Gummersbach, den TV Hüttenberg und zuletzt den Ligazweiten HSG Nordhorn-Lingen bezwungen hatten. Die Zahl der Fans, die sich in der tectake Arena eingefunden hatten, war mit 727 dennoch überschaubar.

Bei den Wölfen waren wie angekündigt Mittelmann Patrick Schmidt und Felix Jaeger in den Kader zurückgekehrt. Der ASV musste dagegen weiterhin auf Abwehrspezialist Markus Fuchs und Spielmacher Sören Südmeier verzichten.

Es entwickelte sich im ersten Durchgang ein Spiel der ungenutzten Möglichkeiten für die Gäste. Zwar gelang es den Hammern, die Führung durch Jonas Link mit Treffern von Dani Baijens und Tim Wieling in eine eigene Führung zu drehen und anschließend diese lange zu behaupten. Doch gleich mehrfach verpasste es das Lerscht-Team, sich deutlicher abzusetzen. Erstmals beim Stand von 5:3 (7.), als nach Balleroberung der Treffer zum 3:6 verpasst wurde, weil Marian Orlowski ein technischer Fehler unterlaufen war. Das zweite Mal beim Stand von 10:8. Zudem scheiterten Kapitän Fabian Huesmann (2) und Rechtsaußen Tim Wieling gleich dreimal vom Siebenmeterstrich an Wölfe-Torhüter Marino Mallwitz.

Dazu kamen ein paar unglückliche Aktionen, in denen die Hammer den Ball nicht unter Kontrolle bekamen.

Auf der anderen Seite funktionierte das Defensivspiel in Unterzahl fast perfekt. Selbst, als kurz hintereinander Baijens und Matej Mikita kurz vor der Pause mit Zeitstrafen belegt wurden und der ASV in doppelter Unterzahl agierte, geriet das Team nicht in Hektik. Die Phase beendete Hamm mit 2:0 Toren und schaffte es so sogar noch, den Rückstand, in den sie ab der 25. Minute geraten waren, durch zwei Tore von Jo Gerrit Genz wieder in eine eigene Pausenführung zu drehen (17:16).

Genz hatte Gefallen am Spiel gefunden und machte nach der Pause so weiter, wie er zuvor aufgehört hatte – mit zwei Toren: Hamm lag wieder gut im Rennen (19:17/32.) – und Orlowski gelang es anschließend sogar, erstmals auf drei Tore zu erhöhen.

Ein Vorsprung, der allerdings nicht lange Bestand hatte. Rimpar kam durch Steffen Kaufmann (2) und Dominik Schömig schnell in die Partie zurück (35.).

Doch Hamm wirkte jetzt entschlossener, nutzte die sich bietenden Möglichkeiten konsequent. Die Folge: Vier Treffer in Serie – darunter zwei Tempogegenstöße – zur zwischenzeitlichen 26:22-Führung (42.). Die ASV-Bank stand Kopf.

Als Vladimir Bozic erstmals für den ASV im Siebenmeterduell gegen Mallwitz siegreich war, steuerte das Hammer Boot bereits auf Siegkurs (27:29/49.), Doch die Wölfe starteten eine bemerkenswerte Aufholjagd, kamen durch den künftigen Hammer Yonatan Dayan auch noch einmal auf ein Tor heran (31:32/59.) – dann sorgten ein entschlossener Genz, eine Storbeck-Parade und Wieling für die endgültige Entscheidung.

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