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31:30 in Emsdetten: ASV kommt der Bundesliga ein großes Stück näher

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Von: Rainer Gudra

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Der überragende Jan von Boenigk (links) und Alexander Engelhardt feiern auf der Emsdettener Platte.
Der überragende Jan von Boenigk (links) und Alexander Engelhardt feiern auf der Emsdettener Platte. © Bernd Oberheim

Der ASV Hamm-Westfalen hat beste Chancen, in der kommenden Saison in der Bundesliga zu spielen.

Emsdetten – Das Team von Michael Lerscht sicherte sich am Samstag vor 1645 Zuschauern in einem packenden Spiel einen 31:30-Erfolg (15:15) beim TV Emsdetten und nutzte damit die Steilvorlage, die der direkte Konkurrent um den zweiten Aufstiegsplatz, HSG Nordhorn-Lingen, am Freitag mit seiner 30:31-Niederlage in Dessau gegeben hatte.

Sollte die HSG am Dienstag in Coburg ihr Nachholspiel verlieren, hat der ASV am kommenden Freitag vor eigenem Publikum bereits Matchball gegen den TV Großwallstadt. Das entscheidende Tor in einer packenden Partie erzielte der überragende Jan von Boenigk erst 14 Sekunden vor dem Ende.

Der Einstieg gestaltete sich zäh für den Favoriten, der es verpasste, sich in der Ems-Halle schnell ein wenig abzusetzen. Dabei verkrafteten die Gastgeber auch die Rote Karte für Frederic Stüber in der 14. Minute. Der Kreisläufer hatte seine Masse bis dahin gewinnbringend für den TVE eingesetzt, gegen Jan von Boenigk aber bei dessen Treffer zur 6:4-Führung zu kräftig ins Gesicht des Hammers gelangt.

Nachdem Abwehrchef Markus Fuchs sein Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause gegeben hatte, sorgte Dani Baijens zweimal für eine Drei-Tore-Führung (4:7, 6:9), doch die Emsdettener ließen sich nicht abschütteln. Ole Schramm hielt sein Team mit vier blitzsauberen Treffern aus dem Rückraum im Spiel, und als ausgerechnet der ehemalige Hammer Jakob Schwabe das Tor zum 13:13 erzielte, wurde es schwierig für den Liga-Zweiten, der schließlich mit einem 15:15-Gleichstand in die Pause ging.

Auch nach dem Seitenwechsel kam der ASV nicht von der Stelle. Zwar lagen die Gäste nach dem 16:15-Führungstreffer durch Jan von Boenigk zumeist knapp in Führung, doch auch das 22:19 durch Tim Wieling reichte nicht, um sich abzusetzen. Eine Gegentreffer bei doppelter Unterzahl (Meschke, Fuchs) sowie Tore von Maximilian Nowatzki und Dirk Holzner hielten Emsdetten im Spiel. 25:23 hieß es in der 48. Minute für den Favoriten, als Michael Lerscht in einer Auszeit nachjustierte. Der ASV versuchte es mit dem siebten Feldspieler, scheiterte aber zweimal durch Wieling und Meschke, der kurz darauf seine dritte Zeitstrafe kassierte.

Marian Orlowski stellte wieder auf drei Tore (27:24), doch Anton Runarsson und Paul Kolk ins leere Tor verkürzten wieder auf 26:27. Immer wieder profitierten die Emsdettener von Hammer Fehlern, die „grüne Hölle“ bebte und als Ole Schramm das 29:29 erzielte hatte, ging es in die letzten zwei Minuten. Jan Brosch, gerade erstmals im Spiel, holte schließlich einen Siebenmeter heraus, Fabian Huesmann behielt auch bei seinem vierten die Ruhe und traf zum 30:29.

Den letzten Angriff besaß schließlich der ASV, 21 Sekunden waren es von der letzten Auszeit bis zur Schlusssirene. 14 Sekunden vor dem Ende traf von Boenigk zum 31:30, das war‘s. Auch für den TV Emsdetten, der trotz großartiger Leistung nicht einmal in Führung lag und die letzte Chance auf den Klassenerhalt verpasst hat.

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