3:0-Führung verspielt: Eisbären unterliegen Dortmund mit 4:6

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Die Hammer Eisbären verspielten zum zweiten Mal in dieser Saison eine 3:0-Führung nach dem ersten Drittel. Am Ende setzten sich die Eisadler Dortmund mit 6:4 durch.

Hamm -  Die Hammer Eisbären haben zum zweiten Mal in dieser Saison eine 3:0-Führung nach dem ersten Drittel verspielt. Nach Vorrundenmeister Ratinger Ice Aliens (3:7) schaffte es am Sonntagabend auch der Vorrundenzweite aus Dortmund, eine fast schon verlorene Partie zu drehen. Besonders bitter für die Hammer, dass sie ausgerechnet vor der Rekordkulisse von 1011 zahlenden Zuschauern zum Auftakt der Meisterrunde mit 4:6 (3:0, 3:3, 1:3) den Eisadlern unterlagen.

„Im ersten Drittel haben wir richtig gut gespielt, aber im zweiten Abschnitt waren wir dann viel zu weit weg vom Mann, in der Defensive nicht mehr auf der Höhe“, ärgerte sich Eisbären-Trainer Daniel Galonska über die verpasste Chance, vor großer Kulisse beste Eigenwerbung zu betreiben.

Lange Schlangen an den Kassenhäuschen vor der Eishalle hatte man in Werries schon lange nicht mehr gesehen. Und da auch die Gäste eine stattliche Anzahl an Fans (ca. 100) mitgebracht hatten, die schon vor dem ersten Bully für eine gute Stimmung auf den Rängen sorgten, war alles für ein packendes Westfalen-Derby angerichtet. „Solche Spiele auf Augenhöhe werden oft durch Kleinigkeiten entschieden“, deutete Galonska schon im Vorfeld an und forderte seine Mannschaft deshalb auf, besonders diszipliniert zu agieren. Er sollte Recht behalten.

Denn die Eisadler brachten sich in der Anfangsphase durch übertriebene Härte selbst aus den Rhythmus, sorgten für Dauerbetrieb auf der Strafbank. Es waren genau sechs Minuten und 55 Sekunden gespielt, als Kevin Thau bei einer 5:3-Überzahl der Hammer zum 1:0 traf und damit den „Teddy Bear Toss“ auslöste. Hunderte von kleinen Stofftieren, die die Eisbären einem guten Zweck zur Verfügung stellen, flogen auf die Eisfläche. Danach standen die Gastgeber noch knapp eine Minute mit zwei Feldspielern mehr auf dem Eis, doch Dortmunds Schlussmann Marius Dräger hielt dem Dauerbeschuss stand. Erst als die Eisadler gerade wieder komplett waren, gelang Robin Loecke nach Vorarbeit von Oliver Kraft und Mikael Paunio der zweite Treffer (10.). Die Eisbären setzten entschlossen nach, erhöhten wenig später abermals durch Thau (12.) auf 3:0. Erst zum Ende des Anfangsdrittel starteten die Dortmunder ihre ersten Angriffe, doch wurde Hamms Schlussmann Sebastian May nur einmal von Andre Kuchnia ernsthaft geprüft.

Ausgeglichener verlief der zweite Abschnitt, in dem die Eisbären vor allem bei eigenen Offensivaktionen die letzte Entschlossenheit vermissen ließen. Und mit zunehmender Spieldauer schlichen sich immer mehr Nachlässigkeiten im Defensivverhalten der Hammer ein. Eine davon nutzte Sebastian Licau zum ersten Treffer für die Gäste (28.). Das Tor war wie ein Weckruf für die Dortmunder. Sie wurden nun immer aggressiver. Ein Fehler von Hamms May, der einen harmlosen Schuss von Jiri Svejda zum 3:2 (36.) passieren ließ, verunsicherte die Gastgeber noch mehr. Nicht einmal eine Minute später markierte Kuchnia den Ausgleich (36.).

Im Schlussdrittel lief dann zunächst alles gegen die Eisbären. Nicht nur, dass sie schnell das 3:4 (43.) durch Nikolas Bitter kassierten, sondern auch, dass sie nur sechs Minuten später Ibrahim Weißleder durch eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen zu hohen Stocks mit Verletzungsfolge verloren. Die fünfminütige Überzahl nutzte Dortmunds Malte Bergstermann zum 3:5. Immerhin bewiesen die Eisbären Moral, kamen durch Mike Ortwein zum 4:5-Anschluss, doch der Ausgleich gelang trotz aller Bemühungen nicht mehr. Vielmehr kassierten die Hammer 46 Sekunden vor Schluss das 4:6 durch ein Empty-Net-Goal von Svejda.

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