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2G-Regel für Amateursportler: Wird die Saison unterbrochen? FLVW-Entscheidung steht wohl fest

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Von: Günter Thomas, Patrick Droste

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Die Amateurfußballer in NRW stehen ab Mittwoch laut neuer Corona-Schutzverordnung unter der 2G-Regelung. Was bedeutet das für die Klubs? Und wie reagiert der Verband? Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) holt am Dienstagabend bei den Kreisvorsitzenden ein Stimmungsbild ein und will das mit in die Sitzung des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) nehmen, die am Mittwoch stattfindet und in der beschlossen wird, wie es im westfälischen Fußball weiter geht. „Es wird am Mittwochvormittag eine entsprechende Pressemitteilung geben“, bestätigte Manfred Schnieders, Vizepräsident Fußball im FLVW. Nach unseren Informationen soll der Spielbetrieb aber fortgesetzt werden.

Die ab sofort geltende 2G-Regel betrifft zumindest übergangsweise nicht die unter Profi-Bedingungen arbeitenden Vereine. Das heißt: Nicht geimpfte Spieler oder Trainer dürfen weiterhin unter Erfüllung der 3G-Regel am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen – unter der Voraussetzung, dass sie vor jedem Training oder Spiel einen negativen PCR-Test nachweisen. In Hamm betrifft das Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen und die Hammer Eisbären. Vertragsamateure gelten als Amateure, sie dürfen nicht mit der 3G-Regel ihrem Sport nachgehen.

SG Dynamo Dresden - Fortuna Düsseldorf
Ungeimpfte Spieler dürfen ab sofort nicht mehr auflaufen. © Robert Michael/dpa

Ob die Saison nur mit den Akteuren fortgeführt wird, die geimpft oder genesen sind, oder ob die Spielzeit unterbrochen und im neuen Jahr fortgesetzt wird, um dann wieder unter 3G-Regelungen oder ohne Maßnahmen spielen zu können, um mehr Chancengleichheit zu haben, ließ Schnieders aber zunächst offen. Er meinte nur: „Die Ungeimpften hatten genug Chancen, sich impfen zu lassen.“

Sollte ein ungeimpfter Spieler eingesetzt werden, würde das nicht nur gegen die geltende Corona-Schutzverordnung verstoßen und Ermittlungen der Ordnungsbehörden nach sich ziehen, sondern laut Schnieders „müsse man dann auch über die sportliche Wertung der Partie nachdenken.

Im Fußballverband Niederrhein wird es keine Unterbrechung geben. „Durch die neue Verordnung darf auch weiter Fußball gespielt werden“, sagt Wolfgang Jades, Vorsitzender des Verbandsfußballausschusses.

Fest steht: Nicht nur Amateursportler, sondern auch Zuschauer sind von der neuen 2G-Regelung in NRW betroffen. Das bestätigte Laumann heute (23. November) auf Nachfrage von wa.de.

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