Sebastian Schubert testet die Olympia-Strecke in Rio

+
Sebastian Schubert freut sich auf das Trainingslager auf der Olympiastrecke in Rio de Janeiro.

Hamm - Das Kofferpacken fällt Sebastian Schubert, Slalom-Ass des Kanu-Rings Hamm, nicht besonders schwer. „Ich nehme ein paar T-Shirts und ein paar kurze Hosen mit. Das müsste reichen“, erklärt der 27-jährige Heessener. Schließlich geht es am Donnerstag ab Frankfurt über den großen Teich in Richtung Rio de Janeiro.

In Brasilien bestreitet die deutsche Kanu-Slalom-Nationalmannschaft bis zum 5. Dezember ein 16-tägiges Trainingslager. Jeweils die drei besten deutschen Damen und Herren des Kanu-Verbandes nehmen in dessen Rahmen am zweiten Wochenende auch an den Pre-Olympics, einem Testwettbewerb auf der neuen Wildwasserstrecke teil.

Da Schuberts Teamkollegin Jasmin Schornberg in diesem Jahr nicht zum A-Team des DKV gehört, darf sie auch erst am 28. November nach Rio nachreisen.

Bei Schubert, dem in Augsburgs stationierten Sportsoldaten, ist die Vorfreude auf Rio riesengroß. „Ich habe wieder richtig Bock auf Paddeln. Zumal zuletzt bei uns angesichts der niedrigen Pegelstände auf den meisten Flüssen von Wildwasser nicht die Rede sein konnte“, betont der aktuelle Mannschafts-Europameister. „Und es gibt doch nichts Schöneres, als bei äußerst angenehmen Temperaturen nahe der 30 Grad trainieren zu können.“

Der Hammer ist auch neugierig auf den eigens für die Spiele errichteten Kanal, der mitten im neuen Deodora Olympic Park beheimatet ist. Direkt daneben wurde für die Spiele auch eine BMX- und eine Mountainbike-Strecke errichtet. Der Deodoro Park liegt etwa eine Autostunde von der Copacabana, Rios berühmten Badestrand, entfernt.

Die deutsche Kanu-Slalom-Mannschaft wird auf halber Strecke das Quartier beziehen. „Ich habe bisher nur ein sehr schlechtes Video von dem Kanal gesehen. Ich freue mich darauf, mir persönliche Eindrücke verschaffen zu können“, sagt Schubert.

Neben den täglichen Trainingseinheiten, bei denen in der aktuellen Phase auch die Ausdauerarbeit nicht zu kurz kommen wird, dürfte etwas Zeit bleiben, weitere Impressionen von Brasiliens Metropole zu gewinnen.

Ganz konzentriert wird er aber auch die Pre Olympics angehen. Hier will er schon einmal ein Ausrufezeichen setzen, auch der Konkurrenz aus dem eigenen Lager zeigen, dass Olympia 2016 das ganz große Ziel ist. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren wird Deutschland nur ein Boot stellen können.

„Ich will im kommenden Jahr unbedingt dabei sein, mir endlich den großen Olympia-Traum erfüllen. Darauf wird das ganze Programm in den kommenden Monaten abgestimmt sein“, beteuert Schubert. So wird er vom 20. Januar bis 25. Februar ein weiteres Warmwassertrainingslager in Australien bestreiten.

Die Termine der deutschen Ausscheidung für das Olympia-Ticket stehen bereits fest. Am 9./10. April werden zwei Rennen in Augsburg, am 16./17. April die alles entscheidenden abschließenden Läufe in Markkleeberg bei Leipzig ausgetragen. Der schlechteste Rang wird dabei gestrichen.

Nur der Erste qualifiziert sich für die Spiele. Die ersten drei Platzierten dürfen zudem bei den Europameisterschaften starten. Eine Weltmeisterschaft findet im Olympiajahr nicht statt. Doch für Schubert zählt im kommenden Jahr ohnehin nur Rio.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare