10:10 gegen Rheinhausen – SGW-Hoffnungen schwinden

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Nachdenklich: SGW-Trainer Björn Blank wurde im Spiel gegen Rheinhausen auf die Tribüne verbannt.

HAMM -  Am Ende schien für kurze Zeit noch einmal alles möglich. Die Wasserballer der SGW SC Rote Erde/SV Brambauer hatten im letzten Viertel gegen den SV Rheinhausen einen Vier-Tore-Rückstand aufgeholt und waren wenige Sekunden vor Schluss in Ballbesitz – doch zu weit vom Tor entfernt. Jochen Müller versuchte es mit einem Distanzwurf. Vergeblich. Das Team von Trainer Björn Blank hatte in einem turbulenten und ruppigen Spiel alles gegeben. Doch durch das 10:10 (3:5, 3:3 0:2, 4:0) ist der Verbleib in der 2. Liga in weite Ferne gerückt.

„Das 10:10 genügt nicht. Jetzt ist es nahezu unmöglich, die Klasse noch zu halten“, sagte Blank, der die zweite Halbzeit im Maximare von der Tribüne aus mitansehen musste. Das Schiedsrichtergespann hatte ihn gegen Ende des zweiten Viertels wegen Meckerns die Rote Karte gezeigt. So wie vor ihm bereits Torwart David Kosmalla wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit. „Der Schiedsrichter hat da was gesehen, was keiner gesehen hat“, ärgerte sich Blank, der auch wenig Verständnis hatte für die ungleich verteilten Zeitstrafen. Für Kosmalla ging Routinier Sergej Fesenko ins Tor. Er machte seine Sache sehr gut.

Fast die gesamte Spielzeit über mussten die heimischen Wasserballer einem Rückstand hinterherlaufen. Zwar egalisierte Vuk Vuksanovic die frühe Führung der Gäste aus Duisburg (1:1), doch statt durchzustarten, kassierte die SGW eine Serie von Gegentreffern zum 1:4. Patrick Siemund und Kristian Berg verkürzten auf 3:4, doch auch darauf hatten die ebenfalls noch gegen den Abstieg in die Oberliga kämpfenden Rheinhausener eine Antwort parat: das 3:5. Die Gastgeber konnten auch im zweiten Spielabschnitt nicht entscheidend verkürzten, hielten aber den Abstand durch Treffer von Müller und zweimal Siemund zum 6:8 zunächst konstant. Nach dem dritten Durchgang sah es jedoch düster aus für die SGW – ins letzte Viertel ging es mit einem satten 6:10-Rückstand.

„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat wirklich große Moral gezeigt und toll gekämpft“, sagte Blank. Sven Schröder, Müller, abermals Schröder und Siemund mit seinem vierten Treffer des Abends brachten die Gastgeber in nicht mehr für möglich geglaubte Nähe eines Sieges. Eines Sieges, der aus der kleinen Chance im Abstiegskampf eine nicht mehr ganz so kleine gemacht hätte. Doch es blieb beim Unentschieden. Nach einem Stürmerfoul verlor Rheinhausen den Ball, verhinderte aber einen schnellen Pass der SGW nach vorn, was wertvolle Sekunden kostete. Die fehlten nachher.

Die SGW muss in ihren verbleibenden schweren Partien gegen die SGW Köln und gegen Spitzenreiter ASC Duisburg II punkten und gleichzeitig hoffen, dass die Abstiegskonkurrenz – der wiedererstarkte Düsseldorfer SC und eben Rheinhausen – ihre Begegnungen verliert. Doch das ist unwahrscheinlich. „Das wird schwierig. Fast unmöglich“, sagte Blank. - sst

SGW: Kosmalla – Theismann, Scherzer, Wessel, H. Kohle, Grobelny, Berg (1), Przystaw, Schröder (2), Siemund (4), Vuksanovic (1), Müller (2), Fesenko

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