Möglicher Achtelfinal-Gegner

Warnung an DFB-Team: Belgien ballert sich warm

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Romelu Lukaku und die seine Belgier gelten bei der WM als Geheimfavorit.

Genk - Deutschlands möglicher Achtelfinal-Gegner Belgien nimmt langsam Fahrt auf. Gegen Luxemburg glänzte Lukaku mit drei Treffern, aber Coach Wilmots erwartet noch viel mehr von seiner hochbegabten Truppe.

Romelu Lukaku baute sich in ganzer Pracht neben der Eckfahne auf und salutierte vor den jubelnden Fans. Mit einem Dreierpack hatte der 1,91 m lange und knapp 100 kg schwere Stürmerstar Belgien zum 5:1-Sieg gegen Außenseiter Luxemburg geführt, doch für den 21-Jährigen war das Länderspiel in Genk nur ein leichtes Anschwitzen: „Wir müssen noch viel besser spielen.“ Den Wink werden sie auch bei der deutschen Nationalmannschaft in Südtirol verstanden haben - die „Roten Teufel“ könnten bereits im WM-Achtelfinale zum Stolperstein für die Löw-Truppe werden.

De Bruyne als Motor des Teams

Erfolgstrainer Marc Wilmots war nur bedingt glücklich. „Mit der ersten Halbzeit kann ich nicht zufrieden sein, mir hat die Organisation nicht gefallen. Das Mittelfeld ist der Schlüssel für unser Team, und wir haben gemeinsam keine Lösungen gefunden“, sagte der Ex-Schalker: „In der zweiten Hälfte haben wir nach vorne verteidigt. Die drei Tore waren wichtig für das Selbstvertrauen von Lukaku, wir haben mit ihm erhebliche Fortschritte gemacht in den letzten Monaten.“

Vielversprechend war auch der Auftritt von Wolfsburgs 22-Millionen-Euro-Mann Kevin de Bruyne in der mit 24.000 Zuschauern ausverkauften Cristal Arena in Genk. „Er ist glücklich und strahlt Selbstvertrauen aus. Er ist der Motor des Teams, immer anspielbar“, so Wilmots, „Er kommt aus einer schwierigen Phase, aber manchmal ist das auch gut.“

De Bruyne sorgte in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt für den Endstand, nachdem zuvor Lukaku (3./23./54.) und Nacer Chadli (71.) bei einem Gegentreffer von Aurelien Joachim (13.) erfolgreich gewesen waren.

Truppe hat einen Marktwert von geschätzt 350 Mio. Euro

Die junge und hochtalentierte belgische Mannschaft gehört zu den Geheimtipps für Brasilien. Der WM-Halbfinalist von 1986 trifft in der Gruppe H auf Russland, Südkorea und Algerien, aber damit soll noch lange nicht Schluss sein.

Das Portal transfermarkt.de schätzt die Top 25 der Belgier auf einen Marktwert von mehr als 350 Millionen Euro. Allein für Eden Hazard (FC Chelsea/45), Marouane Fellaini (32 Millionen Euro/Manchester United) und Axel Witsel (Zenit St. Petersburg/40) wären knapp 120 Millionen Euro fällig, dazu kommen Spieler wie Lukaku, de Bruyne, der Ex-Hamburger Vincent Kompany oder das Torhüter-Duo Simon Mignolet vom englischen Vizemeister FC Liverpool und Thibaut Courtois von Spaniens Titelträger und Champions-League-Finalist Atletico Madrid.

Gegen Luxemburg gab zudem der von mehreren Nationen umworbene, 19 Jahre junge Adnan Januzaj von Manchester United sein Debüt. Ob das Supertalent allerdings mit nach Brasilien fährt, ist noch völlig offen. „Er hat viel Konkurrenz, und die Plätze sind heiß begehrt“, sagte Wilmots. Luxusprobleme, die auch Jogi Löw derzeit gerne hätte.

sid

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