Nach öffentlichen Äußerungen

Völler rüffelt Weltmeister Kramer

+
Christoph Kramer.

Mönchengladbach - Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hat dem ausgeliehenen Nationalspieler Christoph Kramer geraten, das Augenmerk wieder mehr auf die Arbeit mit Borussia Mönchengladbach zu richten.

„Es würde Christoph sicher guttun, wenn er sich jetzt wieder mehr auf die Spiele mit der Borussia konzentriert...“, sagte Völler der „Bild“-Zeitung (Montag). Kramer spielt in auch dieser Saison auf Leihbasis für die Gladbacher. Seine Rückkehr nach Leverkusen nach der Spielzeit hält der 23-Jährige noch nicht für besiegelt.

„Es ist nicht schön, hin- und hergeschoben zu werden. Und deshalb entscheide auch nur ich, wie meine Zukunft aussieht“, sagte er jüngst dem „Express“. Manchmal fühle er sich „wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich“, betonte er im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Völler sagte, er wisse aus den persönlichen Gesprächen mit Kramer, „wie er denkt und wie er die Situation sieht. Und das klingt dann ganz anders als seine öffentlichen Äußerungen.“ Kramer war im WM-Finale gegen Argentinien als kurzfristiger Ersatz für Sami Khedira von Beginn an zum Einsatz gekommen. Er hatte wegen einer Gehirnerschütterung aber nach einer halben Stunde vom Platz gemusst.

Eberl: "Menschenhandel ist in diesem Zusammenhang nicht das richtige Wort"

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl hat seinem Spieler Christoph Kramer widersprochen. "Menschenhandel ist in diesem Zusammenhang nicht das richtige Wort", sagte Eberl zu Fohlen.TV: "Es gibt ja Menschenhandel auf der Welt, der hat aber einen ganz anderen Touch, als das, was Chris gemeint hat."

Kramer hatte bekräftigt, dass er nach Ablauf seiner Leihe im Sommer 2015 nicht automatisch zum Bundesliga-Kontrahenten Bayer Leverkusen zurückkehren werde. „Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will", sagte der 23-Jährige. Eberl sagte daraufhin: „Im Fußball gibt es Verträge, die geschlossen worden sind. Die kann man nicht einfach vergessen."

Zum Ablauf des Leihvertrages wolle sich Eberl mit den Leverkusener Verantwortlichen zusammensetzen. „Davor werden sich natürlich Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und andere Konkurrenten mit Christoph Kramer unterhalten. In diesem Kontext werden wir versuchen - wie immer im Fußball - eine gute Entscheidung zu fällen", sagte Eberl.

dpa/sid

Das sind die wichtigsten Bundesliga-Transfers des Sommers

Das sind die wichtigsten Bundesliga-Transfers des Sommers 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.