FIFA sammelt "interessante Fakten"

Nächste Hürde genommen: Videobeweis wohl auch bei WM 2018

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So gut wie qualifiziert für die WM 2018: Der Videobeweis wird uns wohl auch in Russland begeiten.

Der Videobeweis wird aller Voraussicht nach bei der WM 2018 in Russland zum Einsatz kommen. Wie die FIFA mitteilt, habe eine Analyse Kritiker widerlegt.

Zürich/Frankfurt - Gianni Infantino gefällt das. Über den offiziellen Twitter-Account der Fußball-WM 2018 teilte der Weltverband am Montag "interessante Fakten" zum Videobeweis - zur Freude des FIFA-Präsidenten vor allem wurden in dem Video vom International Football Association Board (IFAB) etliche Kritikpunkte widerlegt. Dem Einsatz der Technik in Russland (14. Juni bis 15. Juli) soll so gut wie nichts mehr im Wege stehen.

"Die Auswertung von über 800 Spielen mit Videobeweis hat positive und ermutigende Ergebnisse gebracht. Für eine Entscheidung der Generalversammlung sind keine weiteren Experimente nötig", sagte IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud nach der Jahresarbeitstagung der Regelhüter. Heißt: Am 3. März in Zürich können die Fußballregeln problemlos revolutioniert werden.

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Entscheidung über WM-Einsatz fällt im März

Die Entscheidung über den WM-Einsatz fällt dann das FIFA-Council mit dem DFB-Präsidenten Reinhard Grindel am 15./16. März in Kolumbiens Hauptstadt Bogota. Zweifel waren aus der Führungsriege bislang überhaupt noch nicht zu hören - im Gegenteil. Auch Grindel hatte angekündigt, für die Technik stimmen zu wollen, allerdings will der 56-Jährige auch eine sorgsame Vorbereitung anmahnen.

Denn in der Bundesliga hatte der Videobeweis für hitzige Diskussionen gesorgt - die Testphase, die seit Saisonbeginn "online" läuft, war und ist bitter nötig.

Setzt bei der WM 2018 wohl auf den Videobeweis: Gianni Infantino ist Präsident der FIFA.

Analyse der Spiele in über 20 Ländern

Über die Probleme in Deutschland wurde während der IFAB-Sitzung nicht explizit gesprochen. Die Analyse der Spiele in weltweit über 20 Ländern und Wettbewerben durch Universitätswissenschaftler der KU Leuven (Belgien) habe aber das erhoffte Ergebnis von "minimaler Störung und maximalem Nutzen" ergeben, sagte Brud.

Die nackten Zahlen der Studie lesen sich Erfolg versprechend: In den 804 Wettbewerbsspielen lag die Entscheidungsgenauigkeit bei 98,9 Prozent, wobei 100 Prozent wegen der Subjektivität bei Schiedsrichter-Pfiffen unmöglich zu erreichen seien. Eine "klare und offensichtliche Fehlentscheidung" des Unparteiischen auf dem Rasen sei nur in einem von 20 Spielen (fünf Prozent) nicht korrigiert worden.

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FIFA ist „auf verschiedene Szenarien eingestellt“

"Wir sind auf verschiedene Szenarien eingestellt. Wenn die Generalversammlung den Videobeweis zulässt, werden wir darauf vorbereitet sein", teilte ein FIFA-Vertreter am Montag mit. Gespräche mit möglichen Technik-Sponsoren laufen dem Vernehmen nach schon. Die Stadien in Russland dürften gerüstet sein.

Zur größten Herausforderung dürfte die Schulung der WM-Schiedsrichter werden, die teilweise in kürzester Zeit mit dem Umgang mit der neuen Technik vertraut gemacht werden müssten. Die FIFA "wird die Erkenntnisse aus den Nationalverbänden nutzen, um die richtige Entscheidung zu treffen", sagte DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich kürzlich: "Ich denke, der Videobeweis wird bei der WM zum Einsatz kommen."

sid

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