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Müller mit Slapstick-Einlage bei 6:1-Gala über Frankfurt: „Wird sicher schon im Internet kursieren“

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Von: Philipp Kuserau

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Müller stolpert, der Ball geht an den Pfosten: Die Riesen-Chance des FC Bayern bleibt ungenutzt.
Müller stolpert, der Ball geht an den Pfosten: Die Riesen-Chance des FC Bayern bleibt ungenutzt. © IMAGO/Jan Huebner

Thomas Müller ist bekannt dafür, im Interview ab und an für Lacher zu sorgen. Beim Saisonauftakt gegen Frankfurt gelang ihm dies sogar auf dem Platz.

München - Dem Eröffnungsspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München fehlte zwar schnell die Spannung - arm an Highlights war es dennoch nicht. Bereits nach elf Minuten schien das Schicksal der Eintracht an diesem Abend entschieden. Schlitzohr Joshua Kimmich überraschte die Adler mit einem clever getretenem Freistoß zur frühen Führung in der fünften Spielminute. Benjamin Pavard nutzte wenige Minuten später die Unordnung im Frankfurter Strafraum und knallte den Ball zum 2:0 in die Maschen. Wie eine Dampfwalze rollte der deutsche Rekordmeister fortan über die Hessen drüber - am Ende war das 6:1 für die Bayern auch in der Höhe verdient. Ein Ausrufezeichen mit Ansage - schließlich erklärte Thomas Müller schon vor dem offiziellen Bundesliga-Start, dass die Bayern auch in der kommenden Saison den Ton angeben wollen.

Müller liefert Slapstick-Einlage des Spieltags

Zu lachen hatten die Eintracht-Anhänger den gesamten Spielverlauf über wenig. In der 24. Minute überkam den ein oder anderen Fan nach einer vertanen Möglichkeit von Müller aber immerhin ein wenig Schadenfreude. Es war mit Sicherheit die Slapstick-Einlage des ersten Spieltags - womöglich sieht man die Szene dann auch nochmal im Saison-Rückblick Ende Mai. Was war passiert?

Auch mit einer komfortablen Zwei-Tore-Führung im Rücken stürmten die Münchner weiter munter auf das Tor der Frankfurter, so auch in der 24. Minute. Ein Steilpass vom neuen Superstar im Kader der Bayern, Sadio Mané, überspielt die komplette Abwehrreihe der Eintracht. Serge Gnabry mit dem Ball am Fuß und Thomas Müller laufen alleine auf das Gehäuse von Adler-Keeper Kevin Trapp hinzu. Dann kam, was passieren musste.

Müller über Gnabry: „Er hatte sehr viel Zeit zum Nachdenken“

Gnabry schickt einen nicht gut getimten Querpass auf den bereits strauchelnden Müller, der den Ball aus kurzer Distanz noch im Fallen an den Pfosten lenkt. Der hinterhereilende Frankfurter Filip Kostic hatte Müller wohl noch in letzter Sekunde zumindest irritieren können. Der Ball prallt vom Pfosten ab und trifft den bereits liegenden Müller am Kopf und rollt von dort ins Toraus. Abstoß Frankfurt. Innerhalb von wenigen Sekunden verkommt die Mega-Chance zum 3:0 zur Lachnummer.

Nach Spielende konnte aber auch Müller, der zuletzt in einem Rap-Video mit Gnabry zu sehen war, über die Einlage in der 24. Minute schmunzeln. „Ich habe es schon kommen sehen, der Ball von Serge war etwas kurz und dann ist es so passiert. Er hatte sehr viel Zeit zum Nachdenken. Und ich musste dann auf den Ball warten“, sagte er bei Sat.1. „Also im Internet wird das sicher schon kursieren“, fügte er mit einem Lächeln hinzu. Und damit lag Müller nicht ganz falsch. Auf Twitter wurde der kläglich vergebene Torversuch etwas übertrieben als „Nicht-Tor des Jahrzehnts“ getauft, ein englischer Journalist schrieb vom „Fehlschuss der Saison“. (kus)

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