Steuervorteile

Barcelona und Real im Visier der EU

+
Superstars im Team dank Steuervorteile in Milliardenhöhe? Real Madrid (mit Cristiano Ronaldo, hinten) und der FC Barcelona (mit Lionel Messi) stehen unter Verdacht.

Brüssel - Steuervorteile von vier spanischen Klubs, darunter der FC Barcelona und Real Madrid, durch wettbewerbliche Rahmenbedingungen sollen bei mehreren Milliarden Euro liegen.

Das geht aus Angaben der Europäischen Ombudsfrau Emily O'Reilly hervor, die sich darin auf den Unbekannten bezieht, dessen Beschwerde aus dem Jahr 2009 der Fall zugrunde liegt. Betroffen von den Vorwürfen sind unter anderem auch Rekordmeister Real Madrid und der FC Barcelona. Der Beschwerdeführer vertritt Investoren verschiedener europäischer Fußballklubs.

O'Reilly beklagte sich zudem darüber, dass die Europäische Kommission die Verfahrenseröffnung gegen Spanien wegen möglicher Beihilfe verzögere und stellte die Unparteilichkeit von Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia zur Debatte. Almunias Lieblingsverein ist Athletic Bilbao, das ebenso wie Real, Barca und CA Osasuna involviert ist. Die Sachlage soll auf der nächsten Kommissionssitzung am Mittwoch besprochen werden.

„Die Kommission hat diese Beschwerde vier Jahre lang nicht bearbeitet“, erklärte O'Reilly: „Das ist nicht nur schlechte Verwaltung, für die europäische Öffentlichkeit kann es angesichts der starken Verbindungen des Kommissars zu einem der Fußballklubs auch nach einem Interessenkonflikt aussehen. Ich vertraue darauf, dass die Kommission darüber entscheiden wird, ob sie eine Untersuchung einleitet, um die Fakten klarzustellen und Verdächtigungen zu zerstreuen.“

SID

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare